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Salze
 
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Das Mineral Halit enthält das Salz Natriumchlorid (links),
der Marienglas (Gips) ist aus dem Salz Calciumsulfat aufgebaut (rechts)
 
Im normalen Sprachgebrauch meint man mit dem Begriff Salz das Kochsalz, das im Haushalt eine große Rolle spielt. In der Chemie werden Stoffe als Salze bezeichnet, die im festen Zustand Ionengitter bilden. Meist sind dabei Metall-Atome und Nichtmetall-Atome in einer Ionenbindung miteinander verbunden. Nach dieser Definition sind die meisten anorganischen Feststoffe Salze, z.B. die Carbonate, die Chloride, die Nitrate, die Phosphate oder die Sulfate. Sie kommen in der Natur in großer Zahl in den Mineralien vor und bilden oft schön ausgeformte Kristalle.
 
Halogenide können im Labor durch die direkte Reaktion eines Metalls mit einem Halogen hergestellt werden. Verbrennt man Eisenwolle in Chlor, entsteht unter Feuererscheinungen braunes Eisenchlorid. Lässt man Aluminium mit Brom reagieren, entsteht in einem kleinen Feuerwerk das Salz Aluminiumbromid. Bei der Reaktion von Natrium in Chlor erhält man Natriumchlorid.
 
 Natrium     +       Chlor      ----->      Natriumchlorid
Eisen       +       Chlor      ----->      Eisenchlorid
Aluminium       +       Brom      ----->      Aluminiumbromid
 
  
 
Bei der Reaktion von Natrium und Chlor entsteht Natriumchlorid (links),
Eisenwolle reagiert mit Chlor zu dem Salz Eisenchlorid (Mitte),
Aluminium und Brom reagieren zu dem Salz Aluminiumbromid (rechts)
 

Oxide lassen sich durch das Verbrennen von Metallen mit Sauerstoff darstellen (>Oxidation). Sulfide erhält man durch die Reaktion von Metallen mit Schwefel (>Sulfid-Reaktion). Aus Stickstoff lassen sich Nitride, aus Phosphor Phosphide, aus Kohlenstoff Carbide und aus Selen Selenide herstellen.

Beim Lösen von Metallen oder ihrer Oxide in Säuren entsteht immer das entsprechende Salz der Säure. So lassen sich zum Beispiel die Chloride bei der Reaktion eines Metalls mit Salzsäure und die Sulfate bei der Reaktion mit Schwefelsäure herstellen. Viele dieser Salze sind auch als Lebensmittel-Zusatzstoffe zugelassen. Andere wie das Kaliumcyanid wirken außerordentlich giftig.

 
 
Name der Säure:
 Name ihrer Salze:
Beispiel:
Ameisensäure
Formiate
Natriumformiat (E 237)
Ascorbinsäure
Ascorbate
Natriumascorbat (E 301)
Blausäure
Cyanide
Kaliumcyanid (Cyankali)
Chlorsäure
Chlorate
Kaliumchlorat
Citronensäure
Citrate
Natriumcitrat (E 331)
Essigsäure
Acetate
Kaliumacetat (E 261)
Flusssäure
Fluoride
Calciumfluorid
Kohlensäure
Carbonate
Calciumcarbonat (E 170)
Milchsäure
Lactate
Natriumlactat (E 325)
Phosphorsäure
Phosphate
Natriumphosphat (E 339)
Salzsäure
Chloride
Natriumchlorid (Kochsalz)
Salpetersäure
Nitrate
Kaliumnitrat (E 252)
Schwefelsäure
Sulfate
Calciumsulfat (Gips)
Weinsäure
Tartrate
Natriumtartrat (E 335) 
 
 
Weitere Informationen:
 
Experimente mit Sauerstoff und Oxidationen
Experimente mit Halogenen
Ionen und Ionenbindung
Lexikon der anorganischen Salze
Sulfid-Reaktionen
 
 
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