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Flusssäure konzentriert 48%                           HF . aq
 
T+  
sehr giftig  
C  
ätzend  
  
Hautresorption möglich 
   
 
  
farblose Flüssigkeit
RS-Sätze: R 26/27/28, 35  
S 7/9, 26, 36/37, 45 
Entsorgung: besondere Hinweise 
MAK: 1 ml HF/m3  
  
MG: 20,006 g/mol (HF)  
Dichte: 1,16 g/cm3 (48%ige HF-Lösung)  
Wasserlöslichkeit:  
in jedem Verhältnis mischbar
 
Eigenschaften:  
Flusssäure ist die wässrige Lösung von Fluorwasserstoff. Sie riecht stechend und ist stark giftig. Ab einem Gehalt von 70% raucht Flusssäure an der Luft. Fluorwasserstoff und Flusssäure fressen sich zunächst in die Haut ohne größere sichtbare Schäden. Dabei entstehen aber in den tiefen Schichten schwere Verätzungen, Gewebe und Knochen werden angegriffen. Im Jahr 2006 kam in einem deutschen Chemiebetrieb eine tödliche Vergiftung mit Flusssäure vor. Bei einer Destillation in einem Mikrowellenofen platzte eine Flusssäureflasche aus Teflon, die Tür schlug auf und Flusssäure spritzte heraus. In diesem Moment kam ein Mitarbeiter mit kurzärmeliger Bekleidung in das Labor. Er wurde von ca. 50ml Flusssäure am Oberarm getroffen. Obwohl der Arbeiter sofort unter die Notdusche ging und vom Betriebsarzt versorgt wurde verstarb er wenige Stunden später im Krankenhaus. 
  
Da Flusssäure Glas auflöst, darf sie nicht in Glasgefäßen aufbewahrt werden. Geeignet sind nur spezielle Kunststoffbehälter aus Teflon, Polyethylen oder Polypropylen. Aufgrund dieser Eigenschaft reinigt die Flusssäure auch Mineralien, sie befreit beispielsweise den Fluorit von Quarzüberzügen:  
 
SiO2  +  4 HF  ----->  SiF4  +  2 H2 
  
Auch die meisten Metalle mit Ausnahme von Blei, Silber, Gold und Platin werden von Flusssäure unter Wasserstoffbildung und Bildung der entsprechenden Salze, den Fluoriden, aufgelöst:  
 
Metall + Flusssäure ---> Metallfluorid + Wasserstoff.  
 
Herstellung:  
Im Labor kann man Fluorwasserstoff erhalten, wenn man Calciumfluorid mit konzentrierter Schwefelsäure versetzt und erhitzt:  
 
CaF2  +  H2SO4  ---300°C--->  2 HF  +  CaSO4  
  
In der Technik gewinnt man ihn ebenfalls nach diesem Prinzip. Als Rohstoff wird dafür das Mineral Flussspat (Fluorit, Calciumfluorid) in großen Mengen benötigt. Zur Flusssäureherstellung wird der hergestellte Fluorwasserstoff in Wasser gelöst. 
  
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Verwendung:  
Zum Ätzen von Glas und Metallen; zur Gewinnung anderer Fluorverbindungen, z.B. Aluminiumfluorid (Flussmittel bei der Aluminiumherstellung), Bortrifluorid oder Uranhexafluorid (beide zur Trennung und Herstellung von radioaktiven Isotopen in der Kernphysik); zum Aufschließen von Erzen, z.B. bei der Tantalgewinnung.
 
 
deutscher
Name
englischer
Name
CAS-
Nummer
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Flusssäure
Hydrofluoric acid
7664-39-3
Hinweis
 
 
Hinweis: Flusssäure ist ein sehr gefährlicher Arbeitsstoff, daher wird kein Etikett angeboten. Für die Arbeit mit Flusssäure wäre eine vollumfassende Schutzkleidung notwendig, beispielsweise absolut intakte Handschuhe aus Fluorkunststoff, Gesichtsschutzschirm, Laborkittel + Gummimantel, etc.. Da eine solche Ausrüstung an den Schulen fehlt, wird empfohlen keine Flusssäure im Schullabor aufzubewahren. Reste sind von einem Experten unter entsprechendem Sicherheitsaufwand entsorgen zu lassen. 
 
 
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