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Phosphate
 
In der Natur sind die Phosphate weit verbreitet, sie kommen in den Knochen als Calciumphosphat vor oder als Nährstoff im Boden für Pflanzen. Auch einige Mineralien sind aus Phosphatverbindungen aufgebaut, dazu gehören der Apatit, der Pyromorphit oder der Vivianit.
 
 
 
In den Knochen gewährleistet das Calciumphosphat die Druckfestigkeit.
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Phosphor ist ein lebensnotwendiges Spurenelement für Mensch und Tier. Knochen enthalten einen großen Anteil an Calciumphosphat, das vor allem die Druckfestigkeit der Knochen gewährleistet. Die Phosphate stellen wie die Nitrate einen wichtigen Nährstoff für Pflanzen dar. Daher werden die Phosphate in Düngemitteln eingesetzt. Gelangen aber zuviel Phosphate in den Boden und den Wasserkreislauf, kommt es zu einem übermäßigen Wachstum, vor allem bei den Algen. Als Folge tritt eine Eutrophierung der Gewässer auf. Dieser Effekt wird noch durch phosphathaltige Abwässer verstärkt. Durch das Einschränken von Phosphaten als Enthärter in Waschmitteln in vielen Ländern ist diese Einleitung zwar stark zurückgegangen, aber es gibt immer noch ein Vielzahl von Produkten, die phosphathaltig sind. So werden die Phosphate weiterhin in Klarspülern bei Geschirrspülmaschinen und in Lebensmitteln als Schmelzsalze oder als Säuerungsmittel verwendet.
  
 
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Ein Zuviel an Phosphat führt zur Eutrophierung in den Gewässern.
 
 
Die Phosphate sind die Salze der Phosphorsäure, insbesondere der ortho-Phosphorsäure. Die ortho-Phosphate lassen sich in drei Gruppen einteilen: Bei den primären Phosphaten (Dihydrogenphosphate) ist nur ein Wasserstoffatom durch ein Metallatom ersetzt. Bei den sekundären Phosphaten (Hydrogenphosphate) sind zwei ersetzt und bei den tertiären Phosphaten drei.
 
ortho-Phosphorsäure:              H3PO4
primäres ortho-Phosphat:        NaH2PO4 (Natriumdihydrogenphosphat)
sekundäres ortho-Phosphat:   Na2HPO4 (Dinatriumhydrogenphosphat)
tertiäres ortho-Phosphat:         Na3PO4 (Trinatriumphosphat)
 
Natriumphosphate lassen sich herstellen, wenn man Phosphorsäure mit Natronlauge neutralisiert. In unserem Beispiel bildet sich Natriumdihydrogenphosphat: 
 
H3PO4  +  NaOH   NaH2PO4  +  H2O 
 
Die primären ortho-Phosphate sind gut wasserlöslich, die Lösungen reagieren sauer. Bei den sekundären ortho-Phosphaten sind nur noch die Alkali-Phosphate löslich, sie reagieren in Lösung neutral, während die tertiären ortho-Phosphate gar nicht mehr wasserlöslich sind. Beim Erhitzen gehen die primären ortho-Phosphate ab 200°C in Polyphosphate über. Dabei bilden sich kettenförmige Verbindungen. Dabei können auch ringförmige Verbindungen entstehen, die Metaphosphate (cyclo-Polyphosphate). Die Polyphosphate sind besonders bei der Herstellung von Waschmitteln von Bedeutung. Die sekundären ortho-Phosphate gehen beim Erhitzen unter Wasserabspaltung in Diphosphate über:
 
           2 K2HPO4           K4P2O7         +    H2O
Dikaliumhydrogenphosphat   Kaliumdiphosphat  +  Wasser
 

Chemischer Nachweis von Phosphaten
 
Auf eine Tüpfelplatte wird eine streichholzkopfgroße Menge der zu untersuchenden Substanz gegeben. Nach dem Zutropfen von 3 Tropfen 10%iger Salpetersäure gibt man drei Tropfen gesättigte Ammoniummolybdatlösung hinzu. Das Auftreten eines gelben Niederschlag von Ammoniummolybdophosphat  weist auf Phosphat-Ionen hin.
 
 

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Phosphatnachweis
Niederschlag von Ammoniummolybdophosphat
 
 
Weitere Informationen
 
Die Eutrophierung eines Gewässers
Phosphatnachweis bei den virtuellen Analysen
Phosphorsäure
Arbeitsblatt: Analyse unbekannter Substanzen
 
 
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