Vitamin C C6H8O6
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Weißes, kristallines
Pulver
Vorkommen
Höhere Pflanzen und
Tiere zur Erhaltung des Immunsystems |
Molmasse
176,124 g/mol
AGW
keine Angaben
Dichte 1,65
g/cm3
Zersetzung
+191°C
Wasserlöslichkeit
Konz. bei 20 °C 333
g/l
Zündtemperatur
+380 °C |
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- |
Entsorgung
Hausmüll/Abwasser |
| Etikett
drucken |
Deutsche Bezeichnung
Synonyme (deutsch) |
Englische Bezeichnung
Synonyme (engl.) |
| CAS
50-81-7 |
Vitamin C
L-Ascorbinsäure |
Vitamin C
L-Ascorbic acid |
Eigenschaften
In der Apotheke kann
man das reine Vitamin C als "Ascorbinsäure" kaufen. Sie bildet ein
weißes, kristallines Pulver, das leicht sauer schmeckt und Getränken
in der täglichen Dosierung einer Messerspitze zugesetzt wird. Ascorbinsäure
ist in Wasser sehr gut löslich, in Alkohol dagegen nicht mehr ganz
so gut. In Diethylether, Benzin oder Fett ist sie unlöslich. Vitamin
C wird durch Wärmeeinwirkung in Gegenwart von Basen oder Spuren von
Kupfer-Ionen zersetzt. Im reinen Zustand ist sie gegen Luft, Wärme
und Licht beständig.
Die OH-Gruppen an der
C-C-Doppelbindung im Kohlenstoffring können Protonen abspalten. Daher
wirkt Vitamin C als Säure. Vitamin
C ist auch ein gutes Reduktionsmittel, da an der gleichen Stelle Sauerstoffatome
aufgenommen werden können. |
Vorkommen
Besonders hohe Gehalte
an Ascorbinsäure finden sich in zahlreichen Früchten und Gemüsen,
beispielsweise in Citrusfrüchten oder in der Paprika. Die meisten
Kohlarten weisen ebenfalls sehr hohe Gehalte auf, während Fleisch-,
Fisch- und Milchprodukte kaum Vitamin C enthalten.
Die Hagebutten der Heckenrose
enthalten viel Vitamin C.
Der Mensch kann Vitamin
C nicht selbst bilden, es ist ein essentieller Stoff. Daher ist der Mensch
auf die Aufnahme von Vitamin C aus Nahrungsmitteln angewiesen. Der Tagesbedarf
eines Erwachsenen liegt bei etwa 75 Milligramm. Ein Mangel an Vitamin C
führt zu Skorbut.
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Nahrungsmittel (100g)
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Gehalt
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Nahrungsmittel (100g)
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Gehalt
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Hagebutten
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1250 mg
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Feldsalat
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35 mg
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Sanddornbeere
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450 mg
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Radieschen und Rettich
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29 mg
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Guave
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273 mg
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Kartoffeln
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28 mg
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Schwarze Johannisbeeren
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189 mg
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Tomaten
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24 mg
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Petersilie
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166 mg
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Sauerkraut
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20 mg
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Paprika
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140 mg
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Äpfel
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11 mg
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Brokkoli und Rosenkohl
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114 mg
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Kopfsalat
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10 mg
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Kiwi
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108 mg
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Champignon gezüchtet
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5 mg
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Erdbeeren
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62 mg
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Marmelade
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4 mg
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Zitronen
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53 mg
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Kuhmilch
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1,6 mg
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Orangen
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50 mg
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Käse und Magerquark
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1 mg
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Rote Johannisbeeren
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36 mg
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Fleisch, Lachs und
Hühnerei roh
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0 mg
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Vitamin-C-Gehalt pro
100g Nahrungsmittel
Beim Zubereiten und beim
Konservieren von Lebensmitteln geht ein Teil des Vitamins verloren wie
die folgende Tabelle zeigen soll. Der geringste Verlust tritt beim Kochen
von frischem Gemüse im Dampfkochtopf auf. Besonders gesund ist es
jedoch, sich von rohem Gemüse oder Obst zu ernähren.
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Zubereitungsart
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Verlust
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Kochen im Wasser
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16 - 26 %
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Kochen im Dampf
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16 - 58 %
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Hitzebehandlung vor
dem Eindosen
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48 %
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Gefriertrocknung
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43 %
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Lufttrocknung
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50 - 70 %
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Geschichtliches
Die Krankheit Skorbut
war früher bei Seefahrern berüchtigt. Die ersten Symptome zeigen
sich in starker Müdigkeit, Zahnfleischblutungen und verstärkter
Anfälligkeit gegenüber Infektionskrankheiten. Im weiteren Verlauf
treten Gelenkentzündungen und Muskelschwund auf. Eine Herzschwäche
führt schließlich zum Tod.
Lange Zeit galt die Krankheit
als unheilbar, bis der englische Schiffsarzt James Lind im Jahre 1752 bewies,
dass die vorbeugende Einnahme von Zitronensaft Skorbut verhinderte. Lind
verabreichte zwölf an Skorbut erkrankten Personen eine Basiskost,
die mit verschiedenen Substanzen kombiniert wurde. Je zwei Personen erhielten
Apfelwein, verdünnte Schwefelsäure, Essig, Meerwasser, Orangen
und Zitronen oder eine Patentmedizin zum Spülen des Gaumens. Lind
fiel auf, dass bei denjenigen Personen, welche die Zitrusfrüchte erhalten
hatten, die Symptome zurückgingen. In der Folgezeit erwiesen
sich auch frische Kartoffeln und Sauerkraut, sowie verschiedene Kräuter
wie Scharbockskraut und Löffelkraut als wirksam gegen Skorbut.
James Lind (1716-1794)
Der berühmte englische
Seefahrer James Cook erhielt im Jahre 1776 eine Auszeichnung der Royal
Society dafür, dass er auf seinen Reisen keinen seiner Seeleute durch
Skorbut verloren hatte. Der folgende Bericht von Cook zeigt, dass die Seeleute
die zugewiesene Kost anfangs ablehnten:
Donnerstag, 13. April:
"Zu dieser Zeit hatten wir
nur weniger Männer Namen auf der Krankenliste, und die Beschwerden
waren geringer Natur. Die Besatzung erfreute sich im allgemeinen guter
Gesundheit, was vorzüglich dem Sauerkraut, der Brühe und dem
Malz zu danken war. Das Sauerkraut stieß zunächst auf Ablehnung,
bis ich eine Methode zur Anwendung brachte, die meines Wissens bei Seeleuten
noch nie ihre Wirkung verfehlt: Ich ließ jeden Tag davon auf den
Tisch bringen und gestattete allen Offizieren ohne Ausnahme, Gebrauch davon
zu machen; den Männern ließ ich die Wahl, entweder nach Belieben
davon zu verzehren oder sich gänzlich zu enthalten. Nach einer Woche
schon fand ich es vonnöten, jedermann an Bord davon zukommen zu lassen,
denn dieses ist die Wesensart der Seeleute im allgemeinen: Es missfällt
ihnen alles, was man ihnen nicht in der üblichen Weise zukommen lässt,
mag es auch noch so sehr zu ihrem Besten dienen, und man höret nur
mürrische Worte gegen den, der eine solche Zuteilung vorgenommen;
doch in dem Augenblick, da sie sehen, dass ihre Vorgesetzten Wert darauf
legen, wird es das Köstlichste auf der Erde, und der Erfinder einer
solchen Einrichtung erfährt hohes Lob."
Erst im Jahre 1933 gelang
dem Chemiker Tadeus Reichstein (1897-1996) die genaue Ermittlung der Struktur
des Molekülaufbaus und damit auch die künstliche Herstellung.
Er erhielt dafür im Jahre 1950 den Nobelpreis für Medizin. Nach
dem Verfahren von Reichstein wird das Vitamin C in vielen komplizierten
Schritten aus Traubenzucker hergestellt. In einem dieser Schritte werden
auch Bakterien eingesetzt. |
Herstellung
Nach dem Herstellungsverfahren
von Reichstein erhält man Vitamin C aus D-Glucose in einem chemisch-biochemischen
Verfahren. Die Glucose wird zunächst zu
Sorbit reduziert und anschließend mit Sorbose-Bakterien zu dem Kohlenhydrat
L-Sorbose oxidiert. Die Sorbose wird unter Zugabe von Aceton
weiter oxidiert, wobei nach der anschließenden Abspaltung des Acetons
und einer Wasserabspaltung das Vitamin C entsteht. |
Verwendung
Ascorbinsäure wird
bei Vitamin-C-Mangel und als Vorbeugemittel bei Erkältungskrankheiten
verabreicht. Es stärkt das Immunsystem des menschlichen Körpers.
Tadeus Reichstein behauptete bis in sein hohes Alter, dass Vitamin-C-Dosen
auch vorbeugend gegen Krebs wirken sollen. Daran glaubte auch der Nobelpreisträger
Linus Pauling. Allerdings ist diese
Behauptung umstritten.
Die Verwendung in Nahrungskonserven
als Lebensmittel-Zusatzstoff ("Anti-Oxidans")
verhindert die Verwesung, deshalb wird das Vitamin im großen Umfang
als völlig unschädlicher Konservierungsstoff (E 300) eingesetzt,
z. B. in Champignonkonserven. Außerdem verhindert es die oxidative
Braunverfärbung bei der Lagerung von Lebensmitteln. |
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