![]() weißes, kristallines Pulver |
Vorkommen:
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RS-Sätze:
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MG: 176,124 g/mol Dichte: 1,65 g/cm3 Schmelzpunkt: bei 191°C (Zersetzung) Wasserlöslichkeit (sauer): bei 20°C 330g/l andere Löslichkeiten: Ethanol |
| Eigenschaften:
In der Apotheke kann man das reine Vitamin C als "Ascorbinsäure" kaufen. Sie bildet ein weißes, kristallines Pulver, das leicht sauer schmeckt und Getränken in der täglichen Dosierung einer Messerspitze zugesetzt wird. Ascorbinsäure ist in Wasser sehr gut löslich, in Alkohol dagegen nicht mehr ganz so gut. In Diethylether, Benzin oder Fett ist sie unlöslich. Vitamin C wird durch Wärmeeinwirkung in Gegenwart von Basen oder Spuren von Kupfer-Ionen zersetzt. Im reinen Zustand ist sie gegen Luft, Wärme und Licht beständig. Die OH-Gruppen an der C-C-Doppelbindung im Kohlenstoffring können Protonen abspalten. Daher wirkt Vitamin C als Säure. Vitamin C ist auch ein gutes Reduktionsmittel, da an der gleichen Stelle Sauerstoffatome aufgenommen werden können. |
| Vorkommen:
Besonders hohe Gehalte an Ascorbinsäure finden sich in zahlreichen Früchten und Gemüsen, z.B. in Citrusfrüchten, in Hagenbutten oder in der Paprika. Der Mensch kann Vitamin C nicht selbst
bilden, es ist ein essentieller Stoff. Daher ist der Mensch auf die
Aufnahme von Vitamin C aus Nahrungsmitteln angewiesen. Der Tagesbedarf
eines Erwachsenen liegt bei etwa 75 Milligramm. Ein Mangel an Vitamin C
führt zu Skorbut.
Beim Zubereiten und beim Konservieren von Lebensmitteln geht ein Teil des Vitamin's verloren wie die folgende Tabelle zeigen soll. Der geringste Verlust tritt beim Kochen von frischem Gemüse im Dampfkochtopf auf. Besonders gesund ist es jedoch, sich von rohem Gemüse oder Obst zu ernähren.
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| Geschichtliches:
Die Krankheit Skorbut war früher bei Seefahrern berüchtigt. Die ersten Symptome zeigen sich in starker Müdigkeit, Zahnfleischblutungen und verstärkter Anfälligkeit gegenüber Infektionskrankheiten. Im weiteren Verlauf treten Gelenkentzündungen und Muskelschwund auf. Eine Herzschwäche führt schließlich zum Tod. Lange Zeit galt die Krankheit als unheilbar, bis der englische Schiffsarzt James Lind im Jahre 1752 bewies, dass die vorbeugende Einnahme von Zitronensaft Skorbut verhinderte. Lind verabreichte zwölf an Skorbut erkrankten Personen eine Basiskost, die mit verschiedenen Substanzen kombiniert wurde. Je zwei Personen erhielten Apfelwein, verdünnte Schwefelsäure, Essig, Meerwasser, Orangen und Zitronen oder eine Patentmedizin zum Spülen des Gaumens. Lind fiel auf, dass bei denjenigen Personen, welche die Zitrusfrüchte erhalten hatten, die Symptome zurückgingen. In der Folgezeit erwiesen sich auch frische Kartoffeln und Sauerkraut, sowie verschiedene Kräuter wie Scharbockskraut und Löffelkraut als wirksam gegen Skorbut. ![]() Der berühmte englische Seefahrer James Cook erhielt im Jahre 1776 eine Auszeichnung der Royal Society dafür, dass er auf seinen Reisen keinen seiner Seeleute durch Skorbut verloren hatte. Der folgende Bericht von Cook zeigt, dass die Seeleute die zugewiesene Kost anfangs ablehnten: Donnerstag, 13. April: "Zu dieser Zeit hatten wir nur weniger Männer Namen auf der Krankenliste, und die Beschwerden waren geringer Natur. Die Besatzung erfreute sich im allgemeinen guter Gesundheit, was vorzüglich dem Sauerkraut, der Brühe und dem Malz zu danken war. Das Sauerkraut stieß zunächst auf Ablehnung, bis ich eine Methode zur Anwendung brachte, die meines Wissens bei Seeleuten noch nie ihre Wirkung verfehlt: Ich ließ jeden Tag davon auf den Tisch bringen und gestattete allen Offizieren ohne Ausnahme, Gebrauch davon zu machen; den Männern ließ ich die Wahl, entweder nach Belieben davon zu verzehren oder sich gänzlich zu enthalten. Nach einer Woche schon fand ich es vonnöten, jedermann an Bord davon zukommen zu lassen, denn dieses ist die Wesensart der Seeleute im allgemeinen: Es missfällt ihnen alles, was man ihnen nicht in der üblichen Weise zukommen lässt, mag es auch noch so sehr zu ihrem Besten dienen, und man höret nur mürrische Worte gegen den, der eine solche Zuteilung vorgenommen; doch in dem Augenblick, da sie sehen, dass ihre Vorgesetzten Wert darauf legen, wird es das Köstlichste auf der Erde, und der Erfinder einer solchen Einrichtung erfährt hohes Lob." Erst im Jahre 1933 gelang dem Chemiker Tadeus Reichstein (1897-1996) die genaue Ermittlung der Struktur des Molekülaufbaus und damit auch die künstliche Herstellung. Er erhielt dafür im Jahre 1950 den Nobelpreis für Medizin. Nach dem Verfahren von Reichstein wird das Vitamin C in vielen komplizierten Schritten aus Traubenzucker hergestellt. In einem dieser Schritte werden auch Bakterien eingesetzt. |
| Herstellung:
Nach dem Herstellungsverfahren von Reichstein erhält man Vitamin C aus D-Glucose in einem chemisch-biochemischen Verfahren. Die Glucose wird zunächst zu Sorbit reduziert und anschließend mit Sorbose-Bakterien zu dem Kohlenhydrat L-Sorbose oxidiert. Die Sorbose wird unter Zugabe von Aceton weiter oxidiert, wobei nach der anschließenden Abspaltung des Acetons und einer Wasserabspaltung das Vitamin C entsteht. |
| Verwendung:
Ascorbinsäure wird bei Vitamin-C-Mangel und als Vorbeugemittel bei Erkältungskrankheiten verabreicht. Es stärkt das Immunsystem des menschlichen Körpers. Tadeus Reichstein behauptete bis in sein hohes Alter, dass Vitamin-C-Dosen auch vorbeugend gegen Krebs wirken sollen. Daran glaubte auch der Nobelpreisträger Linus Pauling. Allerdings ist diese Behauptung umstritten. Die Verwendung in Nahrungskonserven als Lebensmittel-Zusatzstoff ("Anti-Oxidans") verhindert die Verwesung, deshalb wird das Vitamin im großen Umfang als völlig unschädlicher Konservierungsstoff (E 300) eingesetzt, z. B. in Champignonkonserven. Außerdem verhindert es die oxidative Braunverfärbung bei der Lagerung von Lebensmitteln. |
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