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Ionen und Ionenbindung
 
a) Ionenbindung der Salze:
 
Allgemein versteht man unter Ionen elektrisch geladene Atome oder Atomgruppen. Sie spielen in der Natur eine bedeutende Rolle. Es kommen Mineralien vor, die würfelförmige Kristalle ausbilden. Die Kristalle von diesen Mineralien sind nicht geschliffen oder nachbearbeitet, sie sind auf natürliche Art und Weise so gewachsen:
 
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Im Steinsalz werden die Würfel durch Natriumchlorid gebildet, das uns auch als Kochsalz bekannt ist. Dieser Stoff ist aus Natrium-Atomen (Na) und Chlor-Atomen (Cl) im Verhältnis 1:1 aufgebaut.
 
Verbrennt man Natrium in Chlor, erhält man ebenfalls Natriumchlorid (Näheres siehe bei den Salzen). Natrium steht in der ersten Hauptgruppe des Periodensystems. Ein Natrium-Atom besitzt daher ein (Valenz-)Elektron auf der Außenschale. Chlor steht in der 7. Hauptgruppe, daher finden sich 7 (Valenz-)Elektronen in der Außenschale eines Chlor-Atoms. Bei der Reaktion von Natrium und Chlor wandert das Elektron aus der Außenschale des Natrium-Atoms in die Außenschale des Chlor-Atoms. Durch die Elektronenabgabe wird das Natrium-Atom positiv geladen. Das Chlor-Atom hat ein Elektron aufgenommen und erhält eine negative Ladung:
  
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Man erhält positiv geladene Na+-Ionen und negativ geladene Cl--Ionen (Chlorid-Ionen). Sowohl das Na+-Ion als auch das Cl--Ion besitzen nun eine stabile Edelgaskonfiguration. Die Ladungsunterschiede bewirken eine elektrostatische Anziehungskraft zwischen den beiden Ionen. Es entsteht eine Ionenbindung. Die Ionen bilden ein regelmäßiges Ionengitter. Dies erklärt das Würfelwachstum eines Natriumchlorid-Kristalls in der Natur:
   
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Wird das Kristall in Wasser gelöst, bleiben die Ionen erhalten, sie schwimmen dann aber frei als Ladungsträger in der Lösung. Aus diesem Grunde leitet salzhaltiges Wasser den elektrischen Strom, während reines, destilliertes Wasser keinen Strom leitet. Den Zerfall der Salzmoleküle in einzelne geladene Atome (Ionen) beim Lösungsvorgang ist eine Dissoziation. Allgemein versteht man unter einer Dissoziation den Zerfall von Molekülen in einfachere Stoffsysteme, z.B. in Atome, geladene Atome (Ionen) oder Radikale.
  
Vorhandene Ionen im Salzwasser:
Kationen = positiv geladene Metall-Ionen (hier: Na+-Ionen)
Anionen = negativ geladene Nichtmetall-Ionen (hier: Cl--Ionen)
 
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Das Auflösen von Kochsalz (NaCl) im Wasser ist eine Dissoziation, wobei Ionen entstehen
 
 
2.) Bildung von Ionen durch Säuren und Basen
 
Bei der Reaktion einer Säure oder einer Base mit Wasser finden Protonenwanderungen statt (Näheres siehe bei Säuren und Basen). Wasser bildet mit Säuren Hydronium-Ionen (H3O+-Ionen) und mit Basen Hydroxid-Ionen (OH--Ionen). Beispiel: Beim Lösen von Chlorwasserstoffgas in Wasser bilden sich positiv geladene Hydronium-Ionen und negativ geladene Chlorid-Ionen. Diese Ionen schwimmen in der dabei gebildeten Salzsäurelösung und ermöglichen den Ladungsaustausch von Elektronen innerhalb der Flüssigkeit. Daher leiten Säuren elektrischen Strom, sobald sie mit Wasser vermischt werden.
  
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Zusammenfassung:

Besitzen Atome oder Atomgruppen eine Ladung, dann spricht man von Ionen. Die Ladung kann auf verschiedene Art und Weise hervorgerufen werden:
 
a) Bei der Bildung eines Salzes aus einem Metall und einem Nichtmetall entstehen die Ladungen durch Elektronenwanderungen.
b) Bei der Reaktion von Säuren oder Basen mit Wasser entstehen die Ladungen durch Protonenwanderungen.

 
 
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