Das
Element Phosphor kommt in mehreren Modifikationen vor: Weißer
Phosphor ist bei Zimmertemperatur eine weiße
Masse mit charakteristischem Geruch (Hinweis: Da der weiße Phosphor
meist verunreinigt ist, spricht man auch von "gelbem" Phosphor). Bei Kälte
ist der weiße Phosphor glasklar und sehr spröde, bei Raumtemperatur
wird er wachsweich. Weißer Phosphor leitet den elektrischen Strom
nicht, er schmilzt bei etwa 44°C zu flüssigem
Phosphor. Erhitzt man die Flüssigkeit,
siedet sie bei 280,5°C und man erhält gasförmigen
Phosphor. In Wasser ist der weiße Phosphor
nur schlecht löslich, daher kann man ihn längere Zeit im Wasser
aufbewahren. Die Modifikation kristallisiert tetraedrisch, im P4-Molekül
sind vier Phosphoratome tetraedrisch angeordnet.
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Weißer Phosphor
raucht an der Luft
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Hier findet schon
die gleiche Reaktion statt wie beim Verbrennen.
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erhältlich auf >DVD
Weißer
Phosphor löst sich gut in Schwefelkohlenstoff CS2
, Dischwefeldichlorid S2Cl2 und
in Phosphortrichlorid PCl3 , etwas weniger gut in Benzol
und Ether. Im Dunkeln leuchtet er von selbst. Das Phänomen ist eine
Chemolumineszenz, da sich das an der Oberfläche gebildete P2O3
in das stabilere P2O5 umwandelt. Bei dieser Oxidation
wird Energie in Form von Wärme und Licht abgegeben. Oberhalb von 50°C
kann sich weißer Phosphor von selbst entzünden und verbrennt
mit gelblich-weißer und relativ heller Flamme:
P4 +
5 O2
P4O10 DHR
= -2995 kJ/mol
Daher muss weißer
Phosphor unter Wasser aufbewahrt werden. Brände mit weißem Phosphor
sind nur schwer zu löschen, da nach dem Verdunsten des Wassers eine
erneute Zündung eintritt.
Erhitzt
man weißen Phosphor längere Zeit auf über 450°C, erhält
man je nach Bedingung roten Phospor
und gleichzeitig auch violetten Phosphor. Der rote, amorphe Phosphor
sublimiert etwa 30°C tiefer als der violette, kristalline Phosphor.
Roter Phosphor ist chemisch stabiler als weißer Phosphor,
er entzündet sich erst oberhalb von 300°C und verbrennt unter
Bildung eines weißen Rauches zu Phosphor(V)-oxid P2O5.
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Roter Phosphor
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(nur auf CD-ROM)
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Roter Phosphor
ist eine amorphe Modifikation
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Erhitzt man roten Phosphor
unter Luftabschluss, beispielsweise in einem Reagenzglas mit einem Wattebausch,
erhält man wieder weißen Phosphor, der sich nach dem Abkühlen
der Dämpfe an der Reagenzglaswand niederschlägt. Roter Phosphor
ist im Gegensatz zum weißen Phosphor in den genannten Lösungsmitteln
nicht löslich. Mit starken Oxidationsmitteln wie Kaliumchlorat
bildet er explosionsgefährliche und reibungsempfindliche Gemische.
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Erhitzen von rotem
Phosphor
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Unter Luftabschluss
bildet sich weißer (oder gelber) Phosphor.
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erhältlich auf >DVD
Der violette
Phosphor (auch Hittorf'scher Phosphor) lässt sich durch mehrwöchiges
Erhitzen von weißem Phosphor bei etwa 550°C herstellen. Das Produkt
hat Metallglanz und erscheint an den Rändern violett, es ist leicht
spaltbar und löst sich wie schwarzer Phosphor nicht in Schwefelkohlenstoff.
Violetter Phosphor ist eine kristalline Modifikation, die Phosphoratome
ordnen sich in fünfeckigen Röhren an, diese bilden gitterartige
Vernetzungen.
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Violetter Phosphor
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(nur auf CD-ROM)
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Violetter Phosphor
ist kristallin (im Gegensatz zum roten, amorphen Phosphor)
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Setzt
man den weißen Phosphor hohen Temperaturen und hohen Drücken
(bis 12000 bar) aus, erhält man schwarzen
Phosphor. Eine andere Herstellungsmöglichkeit
wäre die Zugabe von fein verteiltem Quecksilber und das Erhitzen auf
380°C. Gibt man dann Impfkristalle von schwarzem Phosphor zu der Schmelze,
dann entsteht der schwarze Phosphor auch ohne den hohen Druck. Diese Modifikation
bildet grauschwarz glänzende, rhombische Kristalle, die eine gute
thermische und elektrische Leitfähigkeit besitzen. Sie eignet
sich auch als Halbleitermaterial. Beim schwarzen Phosphor sind die Atome
als P6-Ringe in Sesselform angeordnet, wobei jedes Phosphoratom
drei Nachbaratome hat.
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Schwarzer Phosphor
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(nur auf CD-ROM)
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Diese Modifikation
besitzt eine gute thermische und elektrische Leitfähigkeit.
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Neben den genannten Modifikationen
kennt man noch den faserigen Phosphor, der
sich beim langsamen Abkühlen von gasförmigem Phosphor bei 500-600
°C bildet. Die dünnen Fasern sind oft mit Plättchen des violetten
Phosphors verwachsen. |