![]() weißes, kristallines Pulver |
Xi reizend
Vorkommen:
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RS-Sätze:
R 36 S 24, 25 Entsorgung: G 3 MG: 150,087 g/mol Dichte: 1,7598 g/cm3 Schmelztemperatur: ca. 170 °C Wasserlöslichkeit (sauer): bei 20 °C 1390 g/l andere Löslichkeiten: Methanol, Ethanol, 1-Propanol, Glycerin |
| Eigenschaften:
L(+)-Weinsäure bildet farblose Kristalle, die stark sauer schmecken und in Wasser sehr gut löslich sind. Sie ist eine relativ starke, organische Säure. In der Natur kommt überwiegend die L(+)-Weinsäure vor. Es existieren drei Isomere mit optischer Isomerie: ![]() Das Gemisch aus L(+)-Weinsäure und D(-)-Weinsäure wird als Traubensäure bezeichnet und ist ein Racemat. Es kommt wie die Mesoweinsäure in der Natur nicht vor, kann aber künstlich hergestellt werden. Beim vorsichtigen Erhitzen von L(+)-Weinsäure bilden sich Anhydride. Bei weiterem Erhitzen tritt unter Karamelgeruch Verkohlung ein. Die Salze der Weinsäure heißen Tartrate. Ist nur ein Wasserstoff-Atom einer Carboxy-Gruppe durch ein Metall-Atom ersetzt, handelt es sich um Hydrogentartrate. Kaliumnatriumtartrat (Seignettesalz) wird als Zusatzstoff in Lebensmitteln eingesetzt und ist Bestandteil der Fehlingschen Lösung. Kaliumhydrogentartat (Weinstein) findet sich im Backpulver. |
| Herstellung:
Zur Gewinnung von Weinsäure wird Kaliumhydrogentartrat (Weinstein) mit Calciumhydroxid zu Calciumtartrat umgewandelt. Bei der Zugabe von Schwefelsäure erhält man dann die Weinsäure. Ein ähnliches Verfahren wandte der schwedische Chemiker Carl Wilhelm Scheele (1742-1786) bei seiner Entdeckung der Weinsäure schon im Jahr 1770 an. Weinstein kann aus dem Saft von Weintrauben gewonnen werden. Er scheidet sich an den Wänden von Weinfässern ab. |
| Verwendung:
Als Komplexbildner, Säuerungsmittel und Säureregulator in Lebensmitteln (E 334); zur Zubereitung von Speiseeis, Backpulver, Brausepulver, Kunsthonig, Limonaden, zur Säuerung von Wein; in der Textilindustrie als Säure und Reduktionsmittel beim Färben und Drucken. |
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