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Kaliumchlorat                                                    KClO3
 
  
brandfördernd 
Xn  
gesundheitsschädlich 
N 
umweltgefährlich 
  
 
weißes, kristallines Pulver
RS-Sätze:  
R 9, 20/22, 51/53  S 13, 16, 27, 61 
Entsorgung: siehe Hinweise 
  
MG: 122,549 g/mol  
Schmelztemperatur: 357°C 
Dichte: 2,34 g/cm3  
Wasserlöslichkeit:  
20°C 71g/l, 100°C 560g/l  
 
Eigenschaften:  
Kaliumchlorat gibt oberhalb seiner Schmelztemperatur unter Bildung von Kaliumperchlorat Sauerstoff ab: 
  
2 KClO3  ----->  KClO4  +  KCl  +  O2 
  
Über 550 °C zerfällt es vollständig in Kaliumchlorid (KCl) und Sauerstoff. Diese Zersetzung findet bei der Zugabe von Mangandioxid (Braunstein) als Katalysator schon bei 150-200 °C statt. Wird es mit leicht oxidierbaren Stoffen (Schwefel, Phosphor, Iod, Kohlenstoff) vermischt, kann es beim Erhitzen, bei Reibung, Stoß oder Schlag sehr heftig explodieren. Dies gilt auch für Mischungen mit organischen Stoffen, z.B. Holzmehl oder Petroleum.  
 
 
Kristallines Kaliumchlorat
 
Herstellung:  
Die Gewinnung erfolgt durch Elektrolyse einer Natriumchloridlösung und der nachfolgenden Fällung des entstandenen Natriumchlorats mit Kaliumchlorid (KCl). Dabei werden die Elektroden (Kathode: Stahl; Anode: aktiviertes Titan) nicht wie bei der Herstellung von Natriumhydroxid durch eine Membran voneinander getrennt, sondern eng aneinander gelegt. Es entstehen Natriumchlorat und Salzsäure. Gibt man zu einer Natriumchloratlösung Kaliumchlorid fällt Kaliumchlorat aus. Bei der Elektrolyse einer Kaliumchloridlösung entsteht das Kaliumchlorat auf direktem Weg.
 
Verwendung:  
Zur Herstellung von Zündhölzern (roter Phosphor an den Reibflächen entzündet das Gemisch aus Kaliumchlorat und Schwefel im Zündholzkopf), zur Produktion von Sprengstoffen (z.B. "Chloratit"); Herstellung von Leuchtmunition und Feuerwerkskörpern; in der Medizin früher in Gurgelwasser; als Unkrautvernichtungsmittel (früher "Unkraut Ex").
 
 
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Kaliumchlorat
Potassium chlorate
3811-04-9
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Verwendung:  
Das starke Oxidationsmittel Kaliumchlorat ist mit allergrößter Vorsicht zu handhaben, da schon geringfügige Verunreinigungen und Berührungen die explosiven Reaktionen auslösen können. Es sollte nur analysenreines und frisches, sehr sauberes Kaliumchlorat verwendet werden! Schülerversuche mit Kaliumchlorat sind nicht empfehlenswert.
 
 
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