![]() weißes, kristallines Pulver |
Xi reizend
Vorkommen:
|
RS-Sätze:
R 36 S 26 Entsorgung: Abfluss, Restmüll MG: 192,124 g/mol Dichte: 1,665 g/cm3 Schmelztemperatur: 153 °C Wasserlöslichkeit (sauer): sehr gut löslich andere Löslichkeiten: Ethanol |
| Eigenschaften:
Die reine, wasserfreie Citronensäure bildet farblose rhombische Kristalle, die leicht sauer schmecken. In der Natur kommt sie in zahlreichen Früchten vor. Innerlich eingenommen fördern geringe
Mengen das Knochenwachstum, größere Mengen wirken giftig. Beim
Erhitzen zersetzt sie sich ab 175 °C. Mit Natriumhydrogencarbonat
(in Backpulver) und Wasser entwickelt sich in einer heftigen Reaktion Kohlenstoffdioxid.
Sie gehört zur Klasse der organischen Hydroxy-Carbonsäuren
und besitzt drei Carboxy-Gruppen (s.o.). Mit Alkalimetallen (Lithium,
Natrium, Kalium)
bildet sie ihre Salze, die Citrate.
|
| Herstellung:
Früher erfolgte die Herstellung fast ausschließlich aus Citrusfrüchten. Dieses Verfahren kann im Labor nachvollzogen werden: Citronensaft wird mit konzentrierter Ammoniaklösung versetzt und filtriert. Im Filtrat findet sich Ammoniumcitrat, welches durch eine Fällungsreaktion mit Calciumchlorid zu Calciumcitrat umgewandelt werden kann. Nach erneuter Filtration wird der Rückstand mit 25%-iger Schwefelsäure versetzt und nochmals filtriert. Im Filtrat findet sich nun eine Citronensäurelösung, im Rückstand bleibt Gips zurück. Die reine Citronensäure erhält man durch eine anschließende Kristallisation. Heute gewinnt man Citronensäure jedoch durch eine mikrobiologische Fermentation aus Zuckerabfällen, z.B. unter Mithilfe des Schimmelpilzes Aspergillus niger. |
| Verwendung:
In Lebensmitteln als Zusatzstoff (E 330), in Backpulvern, Brauselimonaden, zur Ansäuerung von Getränken und Backwaren; in kosmetischen Produkten; zum Reinigen von Metallflächen und zum Entkalken; zum Beizen von Textilien vor dem Färbeprozess; zur Verhinderung der Blutgerinnung bei Blutkonserven; als Entfärbemittel von Tinteflecken und zum Entfärben von Olivenöl. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Copyright: T. Seilnacht |