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  ortho-Phosphorsäure   H3PO4 
  
   
   
  
Wasserklare, harte 
Kristalle 
  
Vorkommen 
Stoffwechsel
Molmasse  97,995 g/mol   
  
  
AGW  2 mg/m3 E (TRGS 900) 
Dichte   1,834 g/cm3  
Schmelzpunkt  +42,35 °C  
Siedepunkt  + 213 °C 
Wasserlöslichkeit 
100g H2O lösen bei 20 °C 548 g
Piktogramme 
  
GHS 05 
Gefahr
Gefahrenklassen + Kategorie   
    
Ätz-/Reizwirkung auf die Haut 1B   
(Abstufung bei Verdünnungen)
HP-Sätze (siehe auch Hinweis)   
H 314   P 260, 280.3, 301+330+331, 303+361+353, 305+351+338, 310  
Entsorgung
Etikett drucken Deutscher Name Englischer Name
CAS  7664-38-2 ortho-Phosphorsäure Phosphoric acid
  
 
Eigenschaften  
  
Reine, wasserfreie ortho-Phosphorsäure bildet klare, harte Kristalle, die aus der Luft Wasser anziehen und elektrisch gut leitfähig sind. Erhitzt man die Kristalle über die Schmelztemperatur, schmelzen sie zu einer klaren Flüssigkeit. Diese wirkt stark oxidierend, sie zerstört beispielsweise Papier. Die übliche Phosphorsäure des Handels für den Laborbedarf ist eine 85%-ige Lösung in Wasser.  
    
  
Handelsformen der ortho-Phosphorsäure
 
 
Die reine ortho-Phosphorsäure bildet klare Kristalle,
die 85%ige Lösung ist eine klare Flüssigkeit.
Wirkung von heißer ortho-Phosphorsäure
 
 
Beim Erhitzen der reinen ortho-Phosphorsäure erhält man
eine Flüssigkeit, die Löcher in Papier frisst. 
  
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Konzentrierte Phosphorsäure ist keine so starke Säure wie konzentrierte Schwefelsäure. Mit Ausnahme ihrer ätzenden Wirkung sind keine gefährlichen Gesundheitsschäden beim Kontakt mit Phosporsäure zu erwarten, der menschliche Körper enthält selbst Phosphorsäure und ihre verwandten Verbindungen.   
  
Die Salze der Phosphorsäure nennt man Phosphate. Natriumphosphate entstehen, wenn man Phosphorsäure mit Natronlauge neutralisiert. Bei dem folgenden Beispiel entsteht Natriumdihydrogenphosphat:   
  
H3PO4  +  NaOH   NaH2PO4  +  H2O    
   
In der Natur sind die Phosphate weit verbreitet, zum Beispiel in den Knochen als Calciumphosphat oder als Nährstoff im Boden für Pflanzen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Düngemittel.
   
  
Herstellung 
  
Verbrennt man weißen oder roten Phosphor in einer großen Glasglocke, die in einem Wasserbehälter steht, dann bildet sich ein weißer Nebel. Das so gebildete Phosphor(V)-oxid (P4O10) löst sich im Wasser unter Bildung von Phosphorsäure:  
  
I.)  P4  +  5 O2   P4O10    
II.) P4O10  +  6 H2  4 H3PO4    
   
Ist das Wasser mit Universalindikatorlösung versetzt, erkennt man die Bildung einer Säure an der Rotfärbung. Gleichzeitig steigt der Wasserspiegel innerhalb der Glocke, da bei der Verbrennung von Phosphor Luftsauerstoff verbraucht wird.  
  
  
 Verbrennen von rotem Phosphor in einer Glocke
 
 
Beim Verbrennen des Phosphors bildet sich ein weißer Nebel.
Das Produkt (Phosphor(V)-oxid) löst sich im Wasser. Die rote
Färbung des Universalindikators zeigt eine saure Lösung an.
 
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Zur großtechnischen Gewinnung wird das Mineral Apatit (Calciumphosphat) benötigt. Durch eine Flotation wird das erzhaltige Gestein zunächst konzentriert und danach mit Schwefelsäure umgesetzt:   
   
Ca3(PO4)2  +  3 H2SO4   3 CaSO4  +  2 H3PO4   
    
  
 Apatit-Kristall aus Brasilien
 
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Apatit ist ein wichtiger Rohstoff zur Herstellung von Phosphorsäure.
 
   
Verwendung 
  
Die Phosphorsäure dient zur Herstellung von Düngemitteln. Früher verwendete man die aus Phosphorsäure zugänglichen Phosphate als Enthärter in Waschmitteln. Ferner wird sie als Reinigungsmittel in Rostumwandlern oder in flüssigen WC-Reinigern verwendet, sowie zum Säuern von Softdrinks (z.B. Coca Cola) und als Ätzmittel in der Elektronikindustrie zum Ätzen von Platinen.
   
 
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