![]() |
C
ätzend farblose, sirupartige Flüssigkeit |
RS-Sätze:
R 34 S 26, 45 Entsorgung: G 4 MG (reine H3PO4): 97,995 g/mol Dichte (85%-ige Lösg.): 1,71 g/cm3 Wasserlöslichkeit: in jedem Verhältnis mischbar |
| Eigenschaften:
Reine, wasserfreie Phosphorsäure bildet klare, harte, Kristalle, die aus der Luft Wasser anziehen und elektrisch gut leitfähig sind. Die Phosphorsäure des Handels ist eine 85%-ige Lösung. Sie ist nicht so stark ätzend wie konzentrierte Schwefelsäure und verkohlt Zucker nur langsam. Ihre oxidierende Wirkung entfaltet sie erst beim Erwärmen. Mit Ausnahme ihrer ätzenden Wirkung sind keine gefährlichen Gesundheitsschäden beim Kontakt mit Phosporsäure zu erwarten, der menschliche Körper enthält selbst Phosphorsäure und ihre verwandten Verbindungen. Die Salze der Phosphorsäure heißen Phosphate. Natriumphosphate entstehen, wenn man Phosphorsäure mit Natronlauge neutralisiert. In unserem Beispiel bildet sich Natriumdihydrogenphosphat: H3PO4 + NaOH -----> NaH2PO4 + H2O In der Natur sind die Phosphate weit verbreitet, z.B. in den Knochen als Calciumphosphat oder als Nährstoff im Boden für Pflanzen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Düngemittel. |
| Herstellung:
Im Labor kann Phosphorsäure durch die Verbrennung von weißem Phosphor und Einleiten des entstehenden Phosphorpentoxids in Wasser hergestellt werden: I.) P4 + 5 O2 -----> P4O10 II.) P4O10 + 6 H2O -----> 4 H3PO4 In der Technik versetzt man das Mineral Apatit (Calciumphosphat) mit Schwefelsäure: Ca3(PO4)2 + 3 H2SO4 -----> 3 CaSO4 + 2 H3PO4 |
| Verwendung:
Zur Herstellung von Düngemitteln und Waschmitteln (Phosphate); als Reinigungsmittel im Rostumwandler oder in flüssigen WC-Reinigern; zum Säuern von Softdrinks, z.B. in der Coca Cola; als Ätzmittel in der Elektronikindustrie zum Ätzen von Platinen. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Copyright: T. Seilnacht |