![]() klare farblose Flüssigkeit |
C
ätzend
Vorkommen:
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RS-Sätze: R 10,
35 S 23.2,
26, 45
Entsorgung: G 1 MAK: 10 ml/m3 MG: 60,052 g/mol Dichte: 1,0446 g/cm3 Schmelztemperatur: 16,64°C Siedetemperatur: 117,9°C Flammpunkt: 37°C Wasserlöslichkeit (saure Lsg.): in jedem Verhältnis mischbar andere Löslichkeiten: Ethanol, Ether, Glycerin, Schwefel, Phosphor, u.a. |
| Eigenschaften:
Die Carbonsäure riecht stark stechend nach Essig. Sie ist wie die Ameisensäure aufgrund ihrer Polarität sehr gut wasserlöslich. Schon unterhalb von 16,64°C erstarrt die klare Flüssigkeit zu einer eisähnlichen Masse, die als Eisessig bezeichnet wird. Die reine Essigsäure wirkt auf Augen, Haut und Schleimhäute stark ätzend und ist brennbar. Sie wirkt als Säure, da die COOH-Gruppe (Carboxy-Gruppe) ein Proton abspalten kann. Kalk, aber auch viele Metalle (Eisen, Magnesium, Zink) werden von verdünnter Essigsäure unter Bildung der entsprechenden Salze aufgelöst: Magnesium + Essigsäure -----> Magnesiumacetat + Wasserstoff Die Salze der Essigsäure (z.B. Magnesiumacetat oder Kupferacetat) heißen Acetate (nach IUPAC Ethanoate). Aluminium ist widerstandsfähig gegen Essigsäure. Mit Alkoholen bilden sich Ester. Diese Reaktion findet mit Hilfe von Katalysatoren, z.B. mit Schwefelsäure und Wärme statt: Essigsäure + Ethanol -----> Essigsäureethylester + Wasser |
| Herstellung:
Bleibt Wein länger an der Luft stehen, wird er allmählich sauer. Dieses Verfahren wurde bereits in der Antike angewandt. Dabei oxidiert der Ethanol in einer enzymatischen Oxidation mit Hilfe von Essigbakterien zu Essigsäure. Bei der trockenen Destillation von Holz bei ca. 350°C befinden sich im Destillat etwa 82% Wasser, 7% gelösten Teer und 8-10% Säuren, die vorwiegend aus Essigsäure bestehen. Heute wird Essigsäure aus Ethin,
das in Ethanal (Acetaldehyd) umgewandelt wird, hergestellt. Das Ethanal
oxidiert dabei mit Hilfe von Katalysatoren zu Essigsäure. In einem
anderen bedeutenden Verfahren wird an ein Methanolmolekül
ein CO-Molekül addiert:
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| Verwendung:
Im Speiseessig (5% Essigsäure, Essigessenz bis zu 25%); Lösen von Kalkablagerungen; aufgrund ihrer keimtötenden Wirkung als Konservierungsstoff für Lebensmittel (E260); wichtiges Zwischenprodukt zur Herstellung von Kunstfasern, Kunststoffen, Estern, Riechstoffen und Medikamenten; die Salze (z.B. Aluminiumacetat) sind Hilfsmittel in der Textil- und Lederindustrie (Imprägniermittel). |
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