Essigsäure CH3COOH
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Klare farblose Flüssigkeit
Vorkommen
Stoffwechsel,
Gärungs- und Fäulungsprozesse |
Molmasse
60,052 g/mol
AGW
10 ml/m3 (TRGS 900)
Dichte 1,0446
g/cm3
Schmelzpunkt
+16,64 °C
Siedepunkt
+117,9 °C
Wasserlöslichkeit
vollst. mischbar
Explosionsgrz.
4 - 17 Vol.-% (Luft)
Flammpunkt
+40 °C
Zündpunkt
+485 °C |
Piktogramme
GHS 02
GHS 05
Gefahr |
Gefahrenklassen
+ Kategorie
Entzündbare Flüssigkeiten
3
Ätz-/Reizwirkung auf
die Haut 1A
(Abstufung bei Verdünnungen) |
HP-Sätze
(siehe auch Hinweis)
H 226,
314 P
210, 260,
280.1+3, 303+361+353,
304+340, 305+351+338,
310 Entsorgung |
| Etikett
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Dt. Bezeichnung
Synonyme (deutsch) |
Engl. Bezeichnung
Synonyme (engl.) |
| CAS
64-19-7 |
Essigsäure
Ethansäure |
Acetic acid
Ethanoic acid |
Eigenschaften
Die Essigsäure riecht
stark stechend nach Essig. Die Carbonsäure
ist wie die Ameisensäure aufgrund ihrer
Polarität sehr gut wasserlöslich.
Sie löst sich in Ethylalkohol, Diethylether, Glycerin und auch Schwefel
und Phosphor werden aufgelöst. Schon unterhalb von 16,64°C erstarrt
die klare Flüssigkeit zu einer eisähnlichen Masse, die als Eisessig
bezeichnet wird.
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Beim Abkühlen auf
unter 16,64°C erstarrt die Essigsäure zu Eisessig.
Die reine Essigsäure
wirkt auf Augen, Haut und Schleimhäute stark ätzend und ist brennbar.
Sie wirkt als Säure, da die COOH-Gruppe
(Carboxy-Gruppe) ein Proton abspalten kann.
Kalk,
aber auch viele Metalle (Eisen, Magnesium,
Zink) werden von verdünnter Essigsäure
unter Bildung der entsprechenden Salze
aufgelöst:
Magnesium +
Essigsäure
Magnesiumacetat + Wasserstoff
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Verdünnte Essigsäure
bildet mit Kupfer nach einiger Zeit Kupfer(II)-acetat.
Die Salze
der Essigsäure (z.B. Magnesiumacetat oder Kupferacetat)
heißen Acetate (nach IUPAC Ethanoate). Aluminium
ist widerstandsfähig gegen Essigsäure. Mit Alkoholen
bilden sich Ester. Diese Reaktion findet
mit Hilfe von Katalysatoren, z.B.
mit Schwefelsäure und Wärme statt:
Essigsäure +
Ethanol Essigsäureethylester
+ Wasser |
Herstellung
Bleibt Wein länger
an der Luft stehen, wird er allmählich sauer. Dieses Verfahren wurde
bereits in der Antike angewandt. Dabei oxidiert der Ethanol
in einer enzymatischen Oxidation mit Hilfe von Essigbakterien zu Essigsäure.
Bei der trockenen Destillation von Holz bei ca. 350°C befinden sich
im Destillat etwa 82% Wasser, 7% gelösten Teer und 8-10% Säuren,
die vorwiegend aus Essigsäure bestehen.
Heute wird Essigsäure
aus Ethin, das in Ethanal
(Acetaldehyd) umgewandelt wird, hergestellt. Das Ethanal oxidiert dabei
mit Hilfe von Katalysatoren zu Essigsäure. In einem anderen bedeutenden
Verfahren wird an ein Methanolmolekül ein
CO-Molekül addiert:
Carbonylierung: H3COH
+ CO H3C-COOH |
Verwendung
Im Speiseessig (5% Essigsäure,
Essigessenz bis zu 25%); Lösen von Kalkablagerungen; aufgrund ihrer
keimtötenden Wirkung als Konservierungsstoff
für Lebensmittel (E260); wichtiges Zwischenprodukt zur Herstellung
von Kunstfasern, Kunststoffen, Estern,
Riechstoffen und Medikamenten; die Salze (z.B. Aluminiumacetat) sind Hilfsmittel
in der Textil- und Lederindustrie (Imprägniermittel).
Essigsäure ist
ein umweltfreundliches Mittel zum Entfernen von Kalk.
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