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  Natriumchlorid (Kochsalz)   NaCl 
  
 
Weißes, kristallines  
Pulver  
   
Vorkommen   
Steinsalz (Halit), 
gelöst im Meerwasser
Molmasse  58,443 g/mol   
  
AGW  keine Angaben 
Dichte  2,17 g/cm3   
Schmelzpunkt  +800,7 °C   
Siedepunkt  +1465 °C   
Wasserlöslichkeit 
100g H2O lösen bei 25 °C 36,0 g
- - Entsorgung  Abwasser oder Hausmüll
Etikett drucken Deutscher Name Englischer Name
CAS 7647-14-5 Natriumchlorid Sodium chloride
   
  
Eigenschaften 
  
Natriumchlorid besitzt den typischen Salzgeschmack und wird deshalb in vielen Lebensmitteln zum Würzen verwendet. Ein erwachsener Mensch benötigt ca. 6 Gramm täglich. Kochsalz ist sehr gut in Wasser, in Ethanol und Aceton dagegen nur wenig löslich. Beim Verdunsten der wässrigen Lösung kristallisiert es in farblosen Würfeln nach dem kubischen Kristallsystem aus. Die  Würfelform ist durch die regelmäßige Anordnung der Ionen im Ionengitter erklärbar.   
   
  
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Löst man Kochsalz in Wasser, zerfällt das Ionengitter zu einzelnen Ionen (Na+, Cl-), welche dann in der Salzlösung vorhanden sind. Dies erklärt die elektrische Leitfähigkeit der wässrigen Natriumchloridlösung.  

Das Salz setzt den Schmelzpunkt herab, wenn es mit Wasser vermischt wird. Auf dieser Eigenschaft beruht seine Verwendung als Streusalz und in Kältemischungen.

  
  
Vorkommen 
  
Kochsalz ist in der Natur ein viel verbreiteter Stoff. Meerwasser enthält 3% Kochsalz, oft ist es auch in unterirdischen Steinsalzlagern abgelagert, die sich aus ehemaligen Meeren gebildet haben:   
   
  
   
  
Insgesamt finden sich im Körper jedes Menschen etwa 200g Natriumchlorid. Kochsalz gehört zu den lebensnotwendigen Mineralstoffen, der Mensch muss pro Tag 2-5g zu sich nehmen. Die Natrium-Ionen ermöglichen in den Nervenzellen die Erregungsleitung, die Chlorid-Ionen sind am Aufbau der Magensäure, welche zu 0,3% aus Salzsäure besteht, beteiligt. Zu viel Salz in der Nahrung führt zu Bluthochdruck und erhöht somit das Risiko, an Kreislauf- oder Herzkrankheiten zu erkranken. 
   
  
Herstellung 
  
Im Labor kann es durch die Reaktion von Natrium mit Chlor hergestellt werden. Bei der Reaktion von Natrium mit Chlor entsteht ein weißer Stoff, den man als Natriumchlorid identifizieren kann:
  
2 Na   +  Cl2   2 NaCl      DHR = -822 kJ/mol  
 
  
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Diese Demonstration sollte an Schulen nicht mehr vorgeführt werden.
Film erhältlich auf >DVD
  
  
Zur industriellen Gewinnung ist dieses Verfahren jedoch zu kostspielig. In der Industrie kommen vier verschiedene Verfahren zum Einsatz:     
  • Siedesalzgewinnung (Auslaugen von Salz aus einer unterirdischen Steinsalzschicht und Verdampfen der so gewonnen Sole).
  • Manueller Abbau von Steinsalz in Bergwerken
  • Trocknenlassen von Meerwasser in Salinen.   
  • Nebenprodukt bei der Meerwasserentsalzung.  
       
  
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Alte Schachttürme zur Salzgewinnung bei Muttenz/CH
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Saline auf Lanzarote
   
  
Aus der Geschichte 

Kochsalz ist neben der Essigsäure das älteste Mittel, um Lebensmittel haltbar zu machen. Schon im Altertum kannten die Sumerer und Babylonier Salzfleisch und Salzfisch als Handelsartikel. Im 14. Jahrhundert wurde das „weiße Gold“ zu hohen Preisen gehandelt. Erst mit der Entdeckung großer Salzlager in Mittel- und Süddeutschland wurde es auch für ärmere Leute erschwinglich. Ein Mensch muss pro Tag 2-5 Gramm Salz zu sich nehmen. 
  
Früher besaß die Schweiz außer einer kleinen Anlage in Bex keine eigene Salzversorgung. Noch im 18. Jahrhundert belieferte Bad Reichenhall fast die gesamte Ost- und Zentralschweiz mit Salz. Die ersten Bohrversuche in der Nordwestschweiz fanden im Jahr 1836 bei Muttenz (Schweizerhalle) statt. Bereits ein Jahr später wurde die erste Saline am Rhein bei Basel in Betrieb genommen. 
  
  
Verwendung 
  
Kochsalz wird den Lebensmitteln nicht nur als Würzmittel, sondern auch zur Konservierung zugesetzt. Das Salz bindet in den Lebensmitteln Wasser und entzieht den Bakterien und Schimmelpilzen so ihre Nahrungsgrundlage. Viele Käse-, Fleisch- oder Fischsorten werden mit Salz versetzt oder vor ihrer Weiterverarbeitung in ein Salzbad getaucht.   
  
 

 
Angebot an Salzprodukten
  
  
Iodiertes Speisesalz enthält Iodsalze wie Kaliumiodat (Salz der Iodsäure), welche den Aufbau des Schilddrüsenhormons Thyroxin unterstützen. Dadurch können Iodsalze die Ausbildung eines Kropfes verhindern. Iodsalz mit Fluor enthält zusätzlich Fluoride (Salze der Flusssäure), die Karies vorbeugen.   
   
Aufgrund der Eigenschaft des Kochsalzes, den Schmelzpunkt von Wasser herabzusetzen, kann es als Tausalz im Winter auf den Straßen eingesetzt werden. Die Verwendung von Streusalz ist jedoch problematisch. Es belastet die Bäche und Flüsse und schädigt die Bäume, welche neben den Straßen gepflanzt sind. Der Rostvorgang bei Autokarosserien wird durch das Streusalz beschleunigt.   

In der chemischen Industrie ist Natriumchlorid ein wichtiger Rohstoff zur Herstellung von Salzsäure, Soda, Chlor und Natronlauge. Außerdem wird es von der Seifen- und Farbstoffindustrie benötigt.   

In der Medizin verabreicht man bei großen Blutverlusten physiologische Kochsalzlösungen als Infusionen. Diese Lösungen besitzen eine Konzentration von 0,9% Natriumchlorid, in einem Liter Flüssigkeit sind 9 Gramm Salz gelöst. Bei anderen Konzentrationen würden die roten Blutkörperchen schrumpfen oder platzen.  
  
 

 
Physiologische 0,9%ige Kochsalzlösung
   
 
Der menschliche Körper benötigt das Salz laufend durch die Nahrung, da es durch Harn, Schweiß und Tränenflüssigkeit ständig wieder ausgeschieden wird. Der durchschnittliche Mitteleuropäer verbraucht pro Tag etwa 5 Gramm Salz, in wärmeren Ländern ist der Salzverbrauch aufgrund der höheren Schweißproduktion wesentlich höher. 
   
  
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