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weißes, kristallines Pulver natürl. Vorkommen: als Steinsalz (Halit) und gelöst im Meerwasser |
RS-Sätze: --
MG: 58,443 g/mol Dichte: 2,17 g/cm3 Schmelztemperatur: 800,7 °C Siedetemperatur: 1465 °C Wasserlöslichkeit (neutral): bei 20 °C 358g/l, bei 100 °C 392g/l |
| Eigenschaften:
Natriumchlorid besitzt den typischen Salzgeschmack und wird deshalb in vielen Lebensmitteln zum Würzen verwendet. Ein erwachsener Mensch benötigt ca. 6 Gramm täglich. Kochsalz ist sehr gut in Wasser, in Ethanol und Aceton dagegen nur wenig löslich. Beim Verdunsten der wässrigen Lösung kristallisiert es in farblosen Würfeln nach dem kubischen Kristallsystem aus. Die Würfelform ist durch die regelmäßige Anordnung der Ionen im Ionengitter erklärbar.
Löst man Kochsalz in Wasser, zerfällt das Ionengitter zu einzelnen Ionen (Na+, Cl-), welche dann in der Salzlösung vorhanden sind. Dies erklärt die elektrische Leitfähigkeit der wässrigen Natriumchloridlösung. Das Salz setzt den Schmelzpunkt herab, wenn es mit Wasser vermischt wird. Auf dieser Eigenschaft beruht seine Verwendung als Streusalz und in Kältemischungen. |
| Vorkommen:
Kochsalz ist in der Natur ein viel verbreiteter Stoff. Meerwasser enthält 3% Kochsalz, oft ist es auch in unterirdischen Steinsalzlagern abgelagert, die sich aus ehemaligen Meeren gebildet haben: ![]() Insgesamt finden sich im Körper jedes Menschen etwa 200g Natriumchlorid. Kochsalz gehört zu den lebensnotwendigen Mineralstoffen, der Mensch muss pro Tag 2-5g zu sich nehmen. Die Natrium-Ionen ermöglichen in den Nervenzellen die Erregungsleitung, die Chlorid-Ionen sind am Aufbau der Magensäure, welche zu 0,3% aus Salzsäure besteht, beteiligt. Zu viel Salz in der Nahrung führt zu Bluthochdruck und erhöht somit das Risiko, an Kreislauf- oder Herzkrankheiten zu erkranken. |
| Herstellung:
Im Labor kann es durch die Reaktion von Natrium mit Chlor hergestellt werden: Zur industriellen Gewinnung ist dieses Verfahren jedoch zu kostspielig. Es kommen vier verschiedene Verfahren zum Einsatz: 1. Manueller Abbau von Steinsalz in Bergwerken 2. Einpumpen von Wasser in unterirdische Lagerstätten und Herstellung einer "Sole", die danach eingetrocknet wird 3. Trocknenlassen von Meerwasser in Salinen 4. Nebenprodukt bei der Meerwasserentsalzung
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| Verwendung:
Kochsalz wird den Lebensmitteln nicht nur als Würzmittel, sondern auch zur Konservierung zugesetzt. Das Salz bindet in den Lebensmitteln Wasser und entzieht den Bakterien und Schimmelpilzen so ihre Nahrungsgrundlage. Viele Käse-, Fleisch- oder Fischsorten werden mit Salz versetzt oder vor ihrer Weiterverarbeitung in ein Salzbad getaucht. Es ist neben der Essigsäure das älteste Mittel, um Lebensmittel haltbar zu machen. Schon im Altertum kannten die Sumerer und Babylonier Salzfleisch und Salzfisch als Handelsartikel. Im 14. Jahrhundert wurde das „weiße Gold“ zu hohen Preisen gehandelt. Erst mit der Entdeckung großer Salzlager in Mittel- und Süddeutschland wurde es auch für ärmere Leute erschwinglich. Iodiertes Speisesalz enthält Iodsalze wie Kaliumiodat (Salz der Iodsäure), welche den Aufbau des Schilddrüsenhormons Thyroxin unterstützen. Dadurch können Iodsalze die Ausbildung eines Kropfes verhindern. Iodsalz mit Fluor enthält zusätzlich Fluoride (Salze der Flusssäure), die Karies vorbeugen. Aufgrund der Eigenschaft des Kochsalzes, den Schmelzpunkt von Wasser herabzusetzen, kann es als Tausalz im Winter auf den Straßen eingesetzt werden. Die Verwendung von Streusalz ist jedoch problematisch. Es belastet die Bäche und Flüsse und schädigt die Bäume, welche neben den Straßen gepflanzt sind. Der Rostvorgang bei Autokarosserien wird durch das Streusalz beschleunigt. In der chemischen Industrie ist Natriumchlorid
ein wichtiger Rohstoff zur Herstellung von Salzsäure,
Soda, Chlor
und Natronlauge. Außerdem wird es von
der Seifen- und Farbstoffindustrie benötigt.
Der menschliche Körper benötigt das Salz laufend durch die Nahrung, da es durch Harn, Schweiß und Tränenflüssigkeit ständig wieder ausgeschieden wird. Der durchschnittliche Mitteleuropäer verbraucht pro Tag etwa 5 Gramm Salz, in wärmeren Ländern ist der Salzverbrauch aufgrund der höheren Schweißproduktion wesentlich höher. |
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