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Calciumcarbonat                                            CaCO3
 
 
   
weißes Pulver   
   
Vorkommen:   
Kalkstein, Calcit, Marmor, Tropfstein, Kalkschiefer, Kreide, Aragonit
RS-Sätze: --   
   
    
  
MG: 100,087 g/mol   
Dichte (Calcit): 2,710 g/cm3   
Wasserlöslichkeit:   
fast unlöslich (bei 20 °C 0,014 g/l) 
 
Eigenschaften:   
Calciumcarbonat kommt in der Natur in drei Modifikationen vor: als Calcit (Kalkspat), als Aragonit und als Vaterit. Das im Chemikalienbedarf erhältliche, weiße Pulver löst sich in Säuren unter Aufschäumen und Kohlenstoffdioxidentwicklung, wobei die entsprechenden Salze gebildet werden: 
  
CaCO3  +  2HCl  ----->  CaCl2  +  H2O  +  CO2 
  
  
In kohlendioxidhaltigem Wasser (Kohlensäure) wandelt sich das Calciumcarbonat zu wasserlöslichem Calciumhydrogencarbonat um (siehe auch Kalkkreislauf):   
  
CaCO3  +  H2O  +  CO2      Ca2+ + 2HCO3-      (Carbonatgleichgewicht) 
  
Die dabei entstehenden Calciumionen bewirken die Wasserhärte. Sie bilden mit Seifen schwerlösliche Kalkseifen. In hartem Wasser wird die Waschwirkung von Waschmitteln dadurch erheblich herabgesetzt. Beim Erwärmen oder beim Verdunsten von hartem Wasser kann das Calciumcarbonat im obigen Carbonatgleichgewicht wieder zurückgebildet werden. Dieses lagert sich dann in Wasserrohren oder an Heizstäben in Form von Kesselstein wieder ab: 
  
   
Kesselsteinbildung in verkalktem Wasserrohr
  
Die Entfernung von Kesselstein in Wasserkochern oder Kaffeemaschinen erfolgt mt verdünnten Säuren, beispielsweise mit einer wässrigen Lösung von Citronensäure oder mit verdünnter Essigsäure (Essig oder Essigessenz). 
  
Beim Erhitzen von Calciumcarbonat an der Luft entsteht Calciumoxid (Branntkalk) und Kohlenstoffdioxid: 
  
CaCO3  ----->  CaO  +  CO2   DHR = +179 kJ/mol 
  
Branntkalk ist ein wichtiger Baustoff zur Herstellung von Mörtel. Feuchtet man Calciumcarbonat mit Salzsäure an, erzeugen die Calcium-Ionen eine rote Flammenfärbung. 
  
 
Erläuterungen siehe Geschichte der Kalknutzung
 
Herstellung:   
Aus natürlichen Vorkommen (s.o.) und nachfolgender Reinigung.
 
Verwendung:   
Herstellung von Calciumoxid (Branntkalk) und der daraus gewinnbaren Produkte (z.B. Mörtel, Soda, Pottasche, Calciumhydroxid, Calciumcarbid); Kalksteine zum Häuser- und Straßenbau; als Düngemittel; Kreide (z.B. Champagnerkreide) als Pigment für weiße Anstriche; als Zuschlag (Schmelzmittel) im Hochofen und bei der Stahlerzeugung; als Schleif- und Poliermittel in Zahncremes, u.v.a.. 
  
 
Zahnpasten oder Putzmittel enthalten Calciumcarbonat als sanftes Scheuermittel
 
 
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Calciumcarbonat
Calcium carbonate
471-34-1
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