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Kaliumcyanid (Cyankali)                                              KCN
 
T+   sehr giftig  
N     umweltgefährlich 
  
krebserzeugend Kat. 2 
erbgutverändernd Kat. 2 
fortpflanzungsgef. Kat. 2 
Hautresorption möglich 
allergieauslösend 
  
weiße Kristalle
RS-Sätze: 
R 32, 26/27/28, 50/53  
S 7, 28.1, 29, 45, 60, 61 
Entsorgung: besondere Hinweise 
MAK: 5mg/m3 
MG: 65,116 g/mol  
Dichte: 1,55 g/cm3  
Schmelztemperatur: 622 °C  
Wasserlöslichkeit (alkalisch):  
bei 20 °C 680g/l
 
Eigenschaften:  
Kaliumcyanid ist auch unter dem Namen "Cyankali" bekannt. Es ist eine sehr giftige Chemikalie. Bereits eine eingenommene Menge von 120-250mg wirken sofort tödlich. Die Aufnahme in den Körper erfolgt vor allem über Schleimhäute und Wunden. Die sofort einsetzende, lebensbedrohliche Giftwirkung beruht auf einer augenblicklichen Blockierung des Atmungsenzymes Eisen(III)-cytochrom-oxidase durch die Cyanidionen, so dass ein sofortiger Atemstillstand eingeleitet wird. Die Giftwirkung von Kaliumcyanid entspricht fast der Wirkung von Blausäure 
  
Die Kristalle sind in Wasser gut, in Alkohol nur wenig löslich. Die wässrige Lösung riecht bittermandelähnlich nach Blausäure, da eine Hydrolyse erfolgt:  
 
KCN  +  H2  HCN  +  KOH  
  
Kaliumcyanid entwickelt mit den meisten Säuren Blausäure (Cyanwasserstoff), z.B. mit Salzsäure 
  
KCN  +  HCl  -----> KCl  +  HCN (Blausäure)  
  
An der Luft geht Kaliumcyanid unter Kohlenstoffdioxideinwirkung allmählich in Pottasche über, wobei ebenfalls die sehr giftige Blausäure entsteht:  
  
2 KCN  +  H2CO3  ----->  K2CO3  +  2 HCN  
  
Infolge der möglichen Blausäureentwicklung muss Kaliumcyanid trocken und gut verschlossen aufbewahrt werden.  
 
Herstellung:  
Früher wurde Kaliumcyanid durch das Einwirken von Kohlenstoffmonoxid und Ammoniak auf Pottasche bei ca. 600°C unter Verwendung eines Katalysators (Eisen) hergestellt: 
  
K2CO3  +  2 NH3  +  3 CO  ----->  2 KCN  +  2 H2O  +  H2  +  2 CO2  
  
Die technische Herstellung erfolgt heute aus Blausäure und Kalilauge 
 
KOH  +  HCN   KCN  +  H2O 
  
Andere Herstellungsmöglichkeiten ergeben sich beim Glühen von Pottasche mit Blut und Horn oder durch das Erhitzen von Kaliumhexacyanoferrat(II).
 
Verwendung:  
Bei der Cyanidlaugerei wird fein zermahlenes, goldhaltiges Gestein mit Kaliumcyanidlösung unter Zufuhr von Luftsauerstoff versetzt. Das Gold geht dabei eine komplexe Cyanidverbindung ein, aus der es durch Reduktion mit Zinkspänen rein gewonnen werden kann. Das Gold setzt sich am Boden als Schwamm ab. In der Galvanotechnik beim Vergolden, Versilbern oder Vernickeln dient das Kaliumcyanid zum Auflösen von Salzen.
 
 
deutscher
Name
englischer
Name
CAS-
Nummer
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Kaliumcyanid
Potassium cyanide
151-50-8
Hinweis
 
Hinweis: Kaliumcyanid darf aufgrund des sehr hohen toxischen Potentials nicht im Schullabor verwendet werden, daher wird kein Etikett angeboten. Bei der Aufbewahrung kann Blausäure entstehen. Außerdem wirkt der Stoff in sehr geringen Mengen tödlich. 
 
 
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