Startseite  >>>  Periodensystem  >>>  Gruppen

Elementgruppen
 
 
 
 
Das Periodensystem ist so angelegt, dass Elemente mit stofflich ähnlichen Eigenschaften senkrecht in Gruppen aufgeteilt sind. Einige der stofflichen Ähnlichkeiten ergeben sich aus der ähnlichen Elektronenverteilung in der Valenzschale.
 


1. Gruppe  Alkalimetalle
 
In der 1. Gruppe stehen alle Alkalimetalle untereinander, wobei Wasserstoff nicht zu diesen Metallen zählt. Der Name leitet sich vom arabischen Wort "al kali" ab, welches das in der Pflanzenasche enthaltene Kaliumcarbonat bezeichnet, das mit Wasser eine Lauge bildet. Alle Elemente der Gruppe (Lithium, Natrium, Kalium, Rubidium, Caesium und Francium) reagieren heftig mit Wasser unter Wasserstoff- und Laugenbildung. Die hohe Reaktionsfähigkeit der Alkalimetalle erklärt sich in dem einzigen Valenzelektron. Dieses kann leicht abgegeben werden. Die Atome der Alkalimetalle besitzen eine sehr niedrige Elektronegativität. Es ist auch nur wenig Ionisierungsenergie notwendig, um dieses einzelne Elektron zu entziehen. Bei den Alkalimetallen tritt generell die Oxidationsstufe +1 auf.
 


2. Gruppe  Erdalkalimetalle
 
In der 2. Gruppe finden sich die Erdalkalimetalle (Beryllium, Magnesium, Calcium, Strontium, Barium und Radium), die mit Ausnahme des Berylliums ebenfalls gerne mit Wasser reagieren und alkalische Lösungen bilden. Die Oxide dieser Elemente wurden früher als alkalische Erden bezeichnet. Die Atome der Erdalkalimetalle mit ihren beiden Valenzelektronen geben diese Elektronen gerne ab, damit sie die Edelgaskonfiguration erreichen. Daher tritt generell die Oxidationsstufe +2 auf.
 


Lanthanide 
 
Die Lanthanide (oder Lanthanoide)  beginnen mit dem Element Nr. 57, Lanthan. Bei ihnen werden die 4f-Orbitale der Atome mit Elektronen besetzt. Alle Elemente sind dem Lanthan sehr ähnlich: silberweiße, reaktionsfähige Metalle, die an feuchter Luft oxidieren und mit Wasser oder verdünnten Mineralsäuren unter Wasserstoffentwicklung reagieren. Manche Lanthanide sind im fein verteilten Zustand pyrophor, sie können sich von selbst entzünden. Nach rechts nimmt tendenziell die chemische Stabilität zu.
   

Actinide
 
Bei den Actiniden (oder Actinoide) werden die 5f-Orbitale der Atome mit Elektronen besetzt. Alle Elemente sind dem Element Actinium sehr ähnlich: Es sind silberweiße, reaktionsfähige Metalle, die hoch toxisch und radioaktiv sind. Die künstlich hergestellten Elemente jenseits des Urans nennt man auch Transurane.
 
 
Lantha-
nide
La
Ce
Pr
Nd
Pm
Sm
Eu
Gd
Tb
Dy
Ho
Er
Tm
Yb
Lu
Acti-
nide
Ac
Th
Pa
U
Np
Pu
Am
Cm
Bk
Cf
Es
Fm
Md
No
Lr
 


3.-12. Gruppe  Übergangselemente
 
Bei den Übergangselementen (3. - 12. Gruppe) werden die d-Orbitale mit Elektronen besetzt. Dies erklärt teilweise, warum eine große Anzahl an möglichen Oxidationszahlen bei diesen Elementen vorkommt. Die Übergangselemente hießen früher "Nebengruppenelemente". Diese Unterteilung ist heute nicht mehr üblich.
 
 
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
Sc
Ti
V
Cr
Mn
Fe
Co
Ni
Cu
Zn
Y
Zr
Nb
Mo
Tc
Ru
Rh
Pd
Ag
Cd
Lu
Hf
Ta
W
Re
Os
Ir
Pt
Au
Hg
Lr
Rf
Db
Sg
Bh
Hs
Mt
Ds
Rg
Cn
 


13. Gruppe  Borgruppe
 
Die 13. Gruppe umfasst alle Elemente unterhalb von Bor wie Aluminium, Gallium, Indium oder Thallium. Im Gegensatz zu den Erdalkalimetallen reagieren diese Elemente kaum mehr mit Wasser. Reines, ungeschütztes Aluminium reagiert zwar mit Wasser, es bildet sich aber sofort eine schützende Oxidschicht. Die Atome dieser Elemente haben 3 Valenzelektronen. Daher tritt hauptsächlich die Oxidationsstufe +3 auf, in wenigen Fällen auch +1 oder +2.



14. Gruppe  Kohlenstoffgruppe
 
Bei der 14. Gruppe mit den Elementen Kohlenstoff, Silicium, Germanium, Zinn oder Blei unterscheiden sich die Elemente in ihren Eigenschaften stark, da die Trennungslinie zwischen Metall und Nichtmetall durch diese Gruppe läuft. In Richtung Blei nimmt der metallische Charakter zu. Aufgrund der vier Valenzelektronen kommen die Oxidationsstufen +2, +4 und -4 vor.
 


15. Gruppe  Stickstoffgruppe
 
In der 15. Gruppe findet man Stickstoff, Phosphor, Arsen, Antimon oder Bismut. Stickstoff ist ein Nichtmetall, während Bismut typische, metalllische Eigenschaften aufweist. Schwarzer Phosphor ist eine Modifikation des Nichtmetalls Phosphors, er leitet aber schon elektrischen Strom. Die Atome der Elemente der Stickstoffgruppe haben fünf Valenzelektronen. Zur Edelgaskonfiguration können drei Elektronen aufgenommen oder 5 Elektronen abgegeben werden. Als Oxidationszahlen kommen daher überwiegend -3 oder +5 vor, aber auch Zahlen von +2, +3 oder +4 sind vereinzelt anzutreffen.
 


16. Gruppe  Chalkogene
 
Die 16. Gruppe umfasst die Chalkogene. Zu ihnen gehören Sauerstoff, Schwefel, Selen, Tellur oder Polonium. Der Name leitet sich vom Griechischen ab und bedeutet so viel wie "Erzbildner". Verbindungen der Chalkogene mit Metallen sind in vielen Erzen enthalten. Zum Erreichen der Edelgaskonfiguration können ihre Atome sechs Elektronen abgeben oder zwei aufnehmen. Daher treten bei den Chalkogenen die Oxidationszahlen -2 und +6 auf, vereinzelt auch -1 , +2 und +4.
  


17. Gruppe  Halogene
 
In der 17. Gruppe stehen die Halogene, was soviel wie "Salzbildner" (griech.) bedeutet. Fluor, Chlor, Brom, Iod reagieren teilweise heftig mit den Metallen und bilden die entsprechenden Salze. Die Elektronegativität der Halogene ist relativ hoch. Daher nehmen sie gerne ein Elektron auf, um die Edelgaskonfiguration zu erreichen. Die Halogene treten daher gegenüber weniger elektronegativen Elementen häufig in der Oxidationszahl -1 auf.
  
18. Gruppe  Edelgase
 
Die Edelgase in der 18. Gruppe wie Helium, Neon, Argon, Krypton, Xenon oder Radon sind gasförmige Nichtmetalle, die äußerst ungern mit anderen Stoffen reagieren, so "edel" benehmen sie sich. Die Edelgase besitzen auf der Valenzschale bereits die "ideale" Edelgaskonfiguration, so dass eine sehr hohe Ionisierungsenergie aufgewendet werden muss, um Elektronen aus der Schale zu entfernen. Aus diesem Grunde existieren nur sehr wenige Edelgasverbindungen.
 
 
Copyright: T. Seilnacht
 www.seilnacht.com