Radon Caesium  Radium
 
 Francium                                          87Fr
 engl. francium, zu Ehren der Heimat von M. Perey "Frankreich"
 
 
 
Halbwertszeit für Fr-223 *): 
22 Minuten
Rel. Atommasse *) 
Ordnungszahl  
Schmelzpunkt  
Siedepunkt    
Oxidationszahlen     
Dichte    
Härte (Mohs)   
Elektronegativität   
Elektronenkonfig.   
Natürl. Häufigkeit    
      
*) langlebigstes 
Isotop 
 
223,0197 
87    
27 °C  *)    
598 °C  *)    
   
2,9 g/cm³  *)      
nicht bekannt 
0,70 (Pauling)      
[Rn]7s1   
Fr-221  Spuren   
Fr-223  Spuren    
      
*) berechnete Werte    
oder geschätzte Werte
 
 
    
 
    
Physikalisch-chemische Eigenschaften
Francium ist ein stark radioaktives Alkalimetall. Da nur winzige Mengen des Leichtmetalls verfügbar sind, lässt sich über seine Eigenschaften nur wenig aussagen. Francium ist ein sehr unedles Element und ähnelt in seinem chemischem Verhalten den anderen Alkalimetallen. Hätte man größere Mengen verfügbar, wären diese vermutlich extrem reaktionsfähig. 
  
Vorkommen 
Mit einem Massenanteil von 1,3 x 10-21 % steht Francium an 93. Stelle der Elementhäufigkeit. Es ist nach Astat das zweitseltenste Element der Erde. Es kommt in der Natur nur in geringsten Spuren in Uranerzen wie in der Pechblende als Zwischenprodukt der Uran-Actinium-Zerfallsreihe vor. Die gewinnbaren Vorkommen auf der Erde werden nur auf 30-50 Gramm Francium geschätzt.  
 
 
 Pechblende aus dem Wallis/Schweiz
 
 
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 Francium findet sich in geringsten Spuren in der Pechblende.
 
  
Geschichte 
Das Element wurde von der französischen Physikerin Marguerite Perey (1909-1975) im Jahre 1939 in Paris entdeckt. Beim Zerfall von Actinium fiel ihr die Bildung eines bis dahin unbekannten Isotops mit der  Halbwertszeit von 21,8 Minuten auf. Das neue Element entsprach dem im Jahre 1869 von Mendelejew vorausgesagten "Eka-Caesium". Perey benannte das Element zu Ehren ihrer Heimat Frankreich. 
  
Herstellung     
Die Herstellung von geringen Mengen ist aus Uranerzen möglich. Nach einem Aufschluss mit konzentrierter Salpetersäure und der Fällung des Aufschlusses mit Carbonat- oder Fluoridsalzen erhält man in der Lösung Actiniumionen und geringe Spuren von Fr-223-Ionen. Durch eine Reaktion mit Caesiumperchlorat und einer nachfolgenden Ionenaustauschchromatographie erhält man das Element in kaum wägbaren Mengen. Künstlich lässt sich das Element durch den Protonenbeschuss von Thorium oder Uran darstellen:  
   
  
Verwendung 
Aufgrund des geringen Vorkommens und der kurzen Halbwertszeit besitzt das Element momentan keine technische Bedeutung. 
 
Copyright: Thomas Seilnacht