| Francium ist ein stark radioaktives Alkalimetall. Da nur winzige Mengen des Leichtmetalls verfügbar sind, lässt sich über seine Eigenschaften nur wenig aussagen. Francium ist ein sehr unedles Element und ähnelt in seinem chemischem Verhalten den anderen Alkalimetallen. Hätte man größere Mengen verfügbar, wären diese vermutlich extrem reaktionsfähig. |
Mit
einem Massenanteil von 1,3 x 10-21
% steht Francium an 93. Stelle der Elementhäufigkeit.
Es ist nach Astat das zweitseltenste Element
der Erde. Es kommt in der Natur nur in geringsten Spuren in Uranerzen wie
in der Pechblende als Zwischenprodukt
der Uran-Actinium-Zerfallsreihe vor. Die gewinnbaren
Vorkommen auf der Erde werden nur auf 30-50 Gramm Francium geschätzt.
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| Das Element wurde von der französischen Physikerin Marguerite Perey (1909-1975) im Jahre 1939 in Paris entdeckt. Beim Zerfall von Actinium fiel ihr die Bildung eines bis dahin unbekannten Isotops mit der Halbwertszeit von 21,8 Minuten auf. Das neue Element entsprach dem im Jahre 1869 von Mendelejew vorausgesagten "Eka-Caesium". Perey benannte das Element zu Ehren ihrer Heimat Frankreich. |
| Die
Herstellung von geringen Mengen ist aus Uranerzen möglich. Nach einem
Aufschluss mit konzentrierter Salpetersäure und der Fällung des
Aufschlusses mit Carbonat- oder Fluoridsalzen erhält man in der Lösung
Actiniumionen und geringe Spuren von Fr-223-Ionen. Durch eine Reaktion
mit Caesiumperchlorat und einer nachfolgenden Ionenaustauschchromatographie
erhält man das Element in kaum wägbaren Mengen. Künstlich
lässt sich das Element durch den Protonenbeschuss von Thorium oder
Uran darstellen:
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| Aufgrund des geringen Vorkommens und der kurzen Halbwertszeit besitzt das Element momentan keine technische Bedeutung. |
| Copyright: Thomas Seilnacht |