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| Argon ist bei Zimmertemperatur
ein farbloses, geruchloses Gas. Seine Dichte
ist fast doppelt so groß wie Neon, es ist
schwerer als Luft. Argon ist wie alle Edelgase an sich ein schlechter elektrischer
Leiter. Legt man jedoch an reines Argon in Gasentladungsröhren eine
Spannung an, beginnt ein Strom zu fließen, und das Argon erzeugt
bei seiner Glimmentladung ein rot-violettes Licht, die Beimischung von
Quecksilber erzeugt eine intensiv blaue Farbe.
Ein Liter Wasser löst bei 20°C etwa 33,6 ml Argongas. Wie alle anderen Edelgase (Helium, Neon, Krypton, Xenon) ist Argon sehr reaktionsträge. Daher sind in der Natur keine Argonverbindungen bekannt. Bei sehr tiefen Temperaturen ist es gelungen, die Argon-Fluor-Wasserstoff-Verbindung HArF herzustellen. Diese zerfällt aber wieder bei -189°C zu Argon und Fluorwasserstoff. Lit[5] |
| Der Mensch atmet täglich einige Liter Argon ein und aus. Eine schädliche Wirkung von Argon auf den menschlichen Körper ist nicht bekannt. Es kann aber erstickend wirken. |
Argon ist ein seltenes
Element auf der Erde. Es steht mit einem Masseanteil von 3,6x10-4%
an 53. Stelle in der Elementhäufigkeit. In
der Luft ist es jedoch das häufigste Edelgas (vgl. Tabelle).
Ein Liter Luft enthält etwa 9,3ml Argon (0,9340 Volumenprozent Anteil).
In kleineren Mengen kommt es auch in Gesteinen, beispielsweise in Kaliumsalzen
vor. Aus diesem Grund findet sich das Argon auch im Meerwasser (0,45g/m³),
in heißen Quellen, in Grubengasen oder in vulkanischen Gasaustößen.
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Das Edelgas fällt
nach der Herstellung von flüssiger Luft nach dem Lindeverfahren
als Nebenprodukt bei der fraktionierten Destillation an. Bei der langsamen
Erwärmung verdampfen die unterschiedlichen Betandteile der Luft jeweils
bei ihren Siedetemperaturen, so dass sie in verschiedenen Fraktionen gewonnen
werden können:
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Wegen seiner Reaktionsträgheit
ist Argon zusammen mit Stickstoff ein Füllgas
für konventionelle Glühbirnen. Das Edelgas verhindert das Verdampfen
des Glühdrahtes aus Wolfram und ermöglicht
eine Temperaturerhöhung des Wolframdrahtes auf über 2400 °C.
In der Lasertechnik ermöglicht es den Bau der Argon-Laser. Beim Lichtbogenschweißen
von leicht oxidierbaren Metallen wie Aluminium oder Magnesium wird es als
Schutzgas verwendet.
Die heutigen Leuchtstofflampen werden manchmal noch umgangssprachlich „Neonröhren“ genannt. Sie funktionieren aber nach einem anderen Prinzip. Sie sind mit einer Mischung aus Quecksilberdampf und Argon gefüllt und enthalten an der Glasinnenseite einen fluoreszierenden Leuchtstoff. Nach dem Anlegen der Zündspannung wird die Gasfüllung ionisiert und dadurch elektrisch leitend. Es entsteht ein Niederdruck-Plasma. Ein Vorschaltgerät verhindert eine zu große Betriebsspannung, die die Röhre zerstören würde. Die Gasfüllung erzeugt überwiegend UV-Strahlung, diese wird durch die Leuchtstoffbeschichtung in sichtbares Licht umgewandelt. Das Glas der Leuchtstofflampe absorbiert die restliche UV-Strahlung. Auf diese Art und Weise lässt sich je nach Beschaffenheit des Leuchtstoffes weißes, aber auch farbiges Licht erzeugen. Nach diesem Prinzip funktionieren auch die Energiesparlampen. |
| Copyright: Thomas Seilnacht |