Chlor  Neon  Periodensystem  Krypton  Kalium
 
Argon                                                18Ar
engl. argon; griech. aergón ("träge, untätig")
 
 Zoom!
Bild vergrößern
 
Reines Argon erzeugt bei seiner
Glimmentladung ein violettes Licht
relat. Atommasse:  
Ordnungszahl:  
Schmelzpunkt:  
Siedepunkt:   
Oxidationszahlen:  
Dichte:  
Elektronegativität:  
Atomradius:  
Elektronenkonfig.:  
natürl. Häufigkeit:  
    
   
   
 
39,948   
18   
-189,37 °C   
-185,86 °C   
--   
1,78403 g/l   
keine Angaben   
174 pm  
[Ne]3s23p6  
Ar-36    0,337%  
Ar-38    0,063%  
Ar-40  99,600%  
    
 
 
 
Eigenschaften:   
Argon ist bei Zimmertemperatur ein farbloses, geruchloses Gas. Seine Dichte ist fast doppelt so groß wie Neon, es ist schwerer als Luft. Argon ist wie alle Edelgase an sich ein schlechter elektrischer Leiter. Legt man jedoch an reines Argon in Gasentladungsröhren eine Spannung an, beginnt ein Strom zu fließen, und das Argon erzeugt bei seiner Glimmentladung violettes Licht. In der Lichtwerbung kann man mit Argonmischungen auch blaues Licht erzeugen.   
   
Wie alle anderen Edelgase (Helium, Neon, Krypton, Xenon) ist Argon sehr reaktionsträge. Daher sind in der Natur keine Argonverbindungen bekannt. Ein Liter Wasser löst bei 20°C 33,6 ml Argongas.  
 
 
Vorkommen:   
Argon ist ein seltenes Element auf der Erde. Es steht mit einem Masseanteil von 3,6x10-4% an 53. Stelle in der Elementhäufigkeit. In der Luft ist es jedoch das häufigste Edelgas. Ein Liter Luft enthält 9,3ml Argon (0,9327 Volumenprozent Anteil). In kleineren Mengen kommt es auch in Gesteinen, z.B. in Kaliumsalzen vor. Aus diesem Grund findet sich das Argon auch im Meerwasser (0,45g/m³), in heißen Quellen, in Grubengasen oder in vulkanischen Gasaustößen.  
 
 
Geschichtliches:   
Die Entdeckung des Elements Argon wird den beiden englischen Chemikern Sir William Ramsay (1852-1916) und Lord William Rayleigh (1842-1919) im Jahre 1894 in London zugeschrieben. Sie entdeckten es, als sie aus atmosphärischer Luft den Sauerstoff entfernten und die Dichte für den Reststickstoff nicht mit dem theoretischen Wert übereinstimmte. Da es das erste entdeckte Edelgas war, schlugen sie den Namen "Argon" nach dem griechischen Wort aergón ("träge, untätig") aufgrund der Reaktionsträgheit des Edelgases vor. Schon dem englischen Chemiker Henry Cavendish (1731-1810) war 100 Jahre zuvor aufgefallen, dass ein "Restgas" in der Luft zurückblieb, nachdem er den Sauerstoff und den Stickstoff der Luft in Oxide übergeführt hatte.   
   
   
 
Sir William Ramsey (links) und Lord William Rayleigh (rechts)
 
 
Herstellung:    
Das Edelgas fällt als Nebenprodukt bei der fraktionierten Destillation von verflüssigter Luft an. Dabei wird Luft unter Druck abgekühlt und verflüssigt. Bei der nachfolgenden, langsamen Erwärmung verdampfen die unterschiedlichen Betandteile der Luft jeweils bei ihren Siedetemperaturen, so dass sie in verschiedenen Fraktionen gewonnen werden können:  
    
Luftbestandteil
Siedetemperatur
Xenon
-107,10 °C
Krypton
-153,35 °C
Sauerstoff
-182,96 °C
Argon
-185,86 °C
Stickstoff
-195,82 °C
Neon
-246,06 °C
Helium
-268,94 °C
 
 
Verwendung:    
Wegen seiner Reaktionsträgheit ist Argon zusammen mit Stickstoff ein wichtiges Füllgas für Glühlampen. Das Edelgas verhindert das Verdampfen des Glühdrahtes aus Wolfram und ermöglicht eine Temperaturerhöhung des Wolframdrahtes auf über 2400 °C. Aufgrund der blauen Glimmentladung dient Argon zur Füllung von Gasentladungsröhren in Leuchtreklamen. In der Lasertechnik ermöglicht es den Bau der Argon-Laser. Beim Lichtbogenschweißen von leicht oxidierbaren Metallen wie Aluminium oder Magnesium wird es als Schutzgas verwendet.  
   
 
Das Füllgas in gewöhnlichen Glühbirnen besteht aus ca. 85% Argon und 15% Stickstoff
 
 
 
 Copyright: Thomas Seilnacht