Brom  Argon  Periodensystem  Xenon  Rubidium
 
Krypton                                             36Kr
engl. krypton; griech. kryptos ("verborgen")
 
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Das Edelgas Krypton wird als  
Füllgas für Glühbirnen verwendet
relat. Atommasse:  
Ordnungszahl:   
Schmelzpunkt:   
Siedepunkt:  
Oxidationszahlen:  
Dichte (gasförmig):  
Elektronegativität:  
Atomradius:  
Elektronenkonfig.:  
natürl. Häufigkeit:  
   
   
  

 

83,798  
36   
-157,2 °C   
-153,35 °C   
  
3,7493 g/l   
--   
189 pm  
[Ar]3d104s24p6  
Kr-78    0,35%  
Kr-80    2,25%  
Kr-82  11,6%  
Kr-83  11,5%  
Kr-84  57,0%  
Kr-86  17,3%
 
 
Eigenschaften:   
Krypton ist bei Raumtemperatur ein farbloses, geruchloses Gas. Es besitzt eine hohe Dichte und ist fast dreimal so schwer wie Luft. Krypton ist an sich ein schlechter elektrischer Leiter. Legt man jedoch an das Gas in Gasentladungsröhren eine Spannung an, beginnt ein Strom zu fließen und das Krypton erzeugt bei seiner Glimmentladung ein blasses, blaues Licht.   
   
Ein Liter Wasser löst bei 0°C 110 ml Kryptongas. Wie alle anderen Edelgase (Helium, Neon, Argon, Xenon) ist Krypton relativ reaktionsträge. Trotzdem lässt sich mit Fluor bei -196°C unter hohen, elektrischen Entladungen Kryptonfluorid herstellen:  
  
Kr  +  F2  ----->  KrF2   DHR = + 60 kJ/mol  
  
Das entstehende Kryptonfluorid ist bei -78°C beständig und bildet farblose Kristalle, die sich mit Wasser oder bei Raumtemperatur sofort zersetzen. Es ist das stärkste aller bisher bekannter Oxidationsmittel. Zusammen mit anderen Edelgashalogeniden dient es als Lichtquelle in Lasern. 
 
 
Vorkommen:   
Krypton ist ein sehr seltenes Element auf der Erde. Es steht mit einem Masseanteil von 1,9 x 10-8% an 82. Stelle in der Elementhäufigkeit. Ein Liter Luft enthält etwa 0,00114 ml Krypton (1,14 x 10-4 Volumenprozent). Das radioaktive Isotop Kr-85 reicherte sich  im 20. Jahrhundert bis Mitte der 70er-Jahre in der Atmosphäre aufgrund von Kernwaffenversuchen an. Danach nahm die Konzentration wieder ab.  
 
 
Geschichtliches:   
Die Entdeckung des Kryptons gelang den beiden englischen Chemikern Sir William Ramsay (1852-1916) und Morris William Travers (1872-1961) im Jahre 1898 in London zusammen mit anderen Edelgasen. Sie vergaben den Namen "Krypton" nach dem griechischen Wort kryptós ("verborgen"). Damit wollten sie die Schwierigkeiten bei der Herstellung verdeutlichen.   
   
   
 
Sir William Ramsey (links) und Morris William Travers (rechts)
 
 
Herstellung:    
Das Edelgas fällt als Nebenprodukt bei der fraktionierten Destillation von verflüssigter Luft an (Näheres siehe bei Argon). Man erhält zunächst eine Fraktion aus Krypton und Xenon, die durch eine nachfolgende Rektifikation getrennt wird.  
 
 
Verwendung:    
Das Edelgas Krypton wird in großem Umfang als Füllgas für Glühlampen und in Gasentladungsröhren für Leuchtreklame eingesetzt. Kryptonfüllungen ermöglichen im Gegensatz zu Stickstoff-Argon-Füllungen in Glühbirnen noch höhere Temperaturen, wodurch das Licht des Wolframfadens heller wird und die Lichtausbeute ansteigt. Ferner dient es als Füllgas für Geiger-Müller-Zählrohre, Szintillationszähler und Iodlampen. 
 
 
 Copyright: Thomas Seilnacht