Periodensystem
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Version zur Elektronenkonfiguration
Das Schalenmodell
Ionisierungsenergie
Mit der Ordnungszahl steigen tendenziell
(nicht regelmäßig!) die Atomradien der Elemente. Der Atomradius
ist eine aus den Abständen zwischen den Atomkernen abgeleitete Größe,
die allerdings nur bedingt über die tatsächliche Größe
eines Atoms Aufschluss gibt. Interessanter erscheinen die Gesetzmäßigkeiten
im Hinblick auf die Ionisierungsenergie: Darunter versteht man die Arbeit,
die man aufwenden muss, um ein Elektron ganz aus dem Atom zu entfernen.
Bei den Edelgasen lassen sich die Elektronen
nur schwer entfernen. Es muss sehr viel Energie aufgewendet werden. Die
Alkalimetalle können ihr
einzelnes Außenelektron leicht abgegeben, die aufgewendete Ionisierungsenergie
dafür ist relativ gering. Die aufgewendete Energie zur Ablösung
des 2. Elektrons nennt man 2. Ionisierungsernergie, beim 3. Elektron 3.
Ionisierungsenergie:
Elemente mit der
höchsten Ionisierungsenergie (eV)
|
Stellung
|
Name
|
1.
|
2.
|
3.
|
|
1
|
Helium
|
24,587
|
54,416
|
-
|
|
2
|
Neon
|
21,564
|
40,962
|
63,449
|
|
3
|
Fluor
|
17,422
|
34,968
|
62,707
|
|
4
|
Argon
|
15,759
|
27,629
|
40,741
|
|
5
|
Stickstoff
|
14,534
|
29,601
|
47,447
|
|
6
|
Krypton
|
13,998
|
24,359
|
36,948
|
|
7
|
Sauerstoff
|
13,618
|
35,116
|
54,934
|
|
8
|
Wasserstoff
|
13,598
|
-
|
-
|
|
9
|
Chlor
|
12,967
|
23,806
|
39,653
|
|
10
|
Xenon
|
12,130
|
21,205
|
32,097
|
Elemente mit
der niedrigsten Ionisierungsenergie (eV)
|
Stellung
|
Name
|
1.
|
2.
|
3.
|
|
1
|
Caesium
|
3,8935
|
26,081
|
35,238
|
|
2
|
Francium
|
3,9822
|
22,515
|
33,512
|
|
3
|
Rubidium
|
4,1762
|
27,278
|
40,420
|
|
4
|
Lawrencium (geschätzt)
|
4,3215
|
nicht bekannt
|
nicht bekannt
|
|
5
|
Kalium
|
4,3395
|
31,625
|
45,716
|
|
6
|
Natrium
|
5,1385
|
47,286
|
71,637
|
|
7
|
Barium
|
5,2121
|
10,004
|
37,311
|
|
8
|
Radium
|
5,2784
|
10,146
|
34,202
|
|
9
|
Protactinium
|
5,3345
|
nicht bekannt
|
nicht bekannt
|
|
10
|
Lithium
|
5,3921
|
75,639
|
122,451
|
Bei Elementen mit steigender Ordnungszahl
wird weniger Energie zur Ablösung der Elektronen benötigt, weil
die Atomradien zunehmen und die äußersten Elektronen aufgrund
des steigenden Abstandes vom Atomkern nicht mehr so stark vom Kern angezogen
werden.
Verteilung der Elektronen in Orbitalen
nach Energieniveaus
Immer zwei Elektronen eines Atoms halten
sich in einem sogenannten Orbital auf. Gemeint ist der wahrscheinliche
Aufenthaltsbereich der beiden Elektronen. Das Orbital wird durch den Kasten,
die Elektronen werden durch die Pfeile dargestellt. Jedem Orbital sind
nach dem Pauli-Prinzip zwei Elektronen zugeordnet, die sich im Hinblick
auf ihre sogenannte Spinquantenzahl unterscheiden (durch die unterschiedliche
Richtung der Pfeile angedeutet).
s-Orbital
Die Orbitale werden nach ihrem Energieniveau
unterschieden. Sind beispielsweise drei Orbitale auf dem gleichen Energieniveau,
dann nennt man sie p-Orbitale:
p-Orbitale
-
Ein s-Orbital hat keine anderen Orbitale auf
seinem Energieniveau, es enthält maximal 2 Elektronen.
-
3 Orbitale mit gleichem Niveau nennt man p-Orbitale,
sie enthalten maximal 6 Elektronen.
-
5 Orbitale mit gleichem Niveau nennt man d-Orbitale,
sie enthalten maximal 10 Elektronen.
-
7 Orbitale mit gleichem Niveau nennt man f-Orbitale,
sie enthalten maximal 14 Elektronen.
Je weiter man in der Tabelle nach rechts geht,
umso höher ist das Energieniveau eines Orbitals:
|
P.
|
Orbitale |
1s
|
2s 2p
|
3s 3p
|
4s 3d 4p
|
5s 4d 5p
|
6s 4f 5d
6p
|
7s 5f 6d
7p
|
|
1
|
Helium [He] |
2
|
|
|
|
|
|
|
|
2
|
Neon [Ne] |
2
|
2 6
|
|
|
|
|
|
|
3
|
Argon [Ar] |
2
|
2 6
|
2 6
|
|
|
|
|
|
4
|
Krypton [Kr] |
2
|
2 6
|
2 6
|
2 10 6
|
|
|
|
|
5
|
Xenon [Xe] |
2
|
2 6
|
2 6
|
2 10 6
|
2 10 6
|
|
|
|
6
|
Radon [Rn] |
2
|
2 6
|
2 6
|
2 10 6
|
2 10 6
|
2 14 10 6
|
|
|
7
|
Ununoctium |
2
|
2 6
|
2 6
|
2 10 6
|
2 10 6
|
2 14 10 6
|
2 14 10 6
|
Die Orbitale innerhalb eines Energieniveaus
werden normalerweise der Reihe nach zuerst nur einfach besetzt, erst dann
erfolgt eine Doppelbelegung (Hundsche Regel). Beim Stickstoff (7
Elektronen) sind beispielsweise die 2p-Orbitale jeweils mit nur einem Elektron
besetzt:
Stickstoff-Atom
Stehen die Energieniveaus verschiedener
Orbitale sehr nahe beieinander, dann kann die Besetzung auch atypisch erfolgen,
beispielsweise bei den Übergangselementen, den Lanthanoiden und den
Actinoiden.
Verteilung der Elektronen in Schalen
Die Elektronen in einem Atom sind von
innen nach außen in sogenannten Schalen verteilt:
-
In der 1. Schale (K-Schale) sind maximal 2
Elektronen untergebracht (1s)
-
In der 2. Schale (L-Schale) sind maximal 8
Elektronen untergebracht (2s und 2p)
-
In der 3. Schale (M-Schale) sind maximal 18
Elektronen untergebracht (3s, 3p und 3d)
-
In der 4. Schale (N-Schale) sind maximal 32
Elektronen untergebracht (4s, 4p, 4d und 4f)
-
usw.
Das Periodensystem ist in Perioden
(waagerecht) und in Gruppen (senkrecht) eingeteilt. Eine Periode beginnt
mit einem Alkalimetall (Ausnahme Wasserstoff) und endet mit einem Edelgas.
In der 1. Periode ist die 1. Schale von Elektronen besetzt, in der 2. Periode
sind die ersten beiden Schalen von Elektronen besetzt, in der 3. Periode
die ersten 3 Schalen, usw.. Ab der 4. Periode ist die äußerste
Schale - also die 4. Schale nicht mehr voll besetzt, die Vollbesetzung
erfolgt erst in der 5. Periode.
Bei den Edelgasen sind innerhalb einer
Periode immer die s- und p-Orbitale der äußersten Schale voll
besetzt (Ausnahme: Beim Helium ist das 1s-Orbital der 1. Schale voll besetzt).
Beim Krypton in der 4. Periode sind beispielsweise das 4s- und die drei
4p-Orbitale (der 4. Schale) voll besetzt. Es liegt dann eine stabile Edelgaskonfiguration
vor. Für einen solchen Fall muss eine sehr hohe Ionisierungsenergie
aufgewendet werden, um Elektronen zu entfernen. Daher sind Edelgase chemisch
sehr stabil und gehen nur sehr ungern chemische Bindungen ein.
Die äußerste Schale (innerhalb
einer Periode) wird als Valenzschale bezeichnet. Diese ist bei chemischen
Bindungen maßgebend (sofern sie nicht gerade wie bei den Edelgasen
voll besetzt ist). Die Valenzschale des Stickstoff-Atoms ist beispielsweise
mit 5 Elektronen besetzt. Die Elektronen der Valenzschale nennt man auch
Valenzelektronen.
Die Elektronen der Valenzschale sind für
chemische Bindungen maßgebend, beispielsweise bei der Elektronenpaarbindung.
Bei den Hauptgruppen gilt: Atome, bei denen die Valenzschale gleichartig
besetzt ist, stehen im Periodensystem untereinander in einer Gruppe. Sie
ähneln sich dann in ihren chemischen Eigenschaften.
Siehe auch: Das
Schalenmodell als vereinfachtes didaktisches Modell (Powerpointpräsentation)