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Kaliumcarbonat (Pottasche)                                  K2CO3
 
 
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gesundheitsschädlich 
  
weißes, körniges Pulver  
  
Vorkommen: in Holzasche und in Salzseen (Totes Meer)
RS-Sätze:  
R 22, 36/37/38  S 22, 28.1 
Entsorgung: G 4   

MG: 138,206 g/mol  
Dichte: 2,29 g/cm3  
Schmelztemperatur: 899 °C  
Wasserlöslichkeit (alkalisch):  
bei 25 °C 1135g/l, bei 130 °C 1960 g/l

 
Eigenschaften:  
Kaliumcarbonat wirkt stark hygroskopisch. Lässt man es längere Zeit an der Luft stehen, zieht es Wasser aus der Luftfeuchtigkeit an und beginnt zu zerfließen: 
  
 
Kaliumcarbonat ist hygroskopisch
   
In Wasser löst es sich sehr gut und bildet eine Lauge, mit Säuren erfolgt eine lebhafte Reaktion unter Kohlenstoffdioxidentwicklung und Bildung der entsprechenden Salze 
 
K2CO3  +  H2SO4  ----->  K2SO4  +  CO2  +  H2 
  
Leitet man in eine konzentrierte Kaliumcarbonatlösung Kohlenstoffdioxid, fällt Kaliumhydrogencarbonat (KHCO3) aus, das in Wasser nur schwer löslich ist.
 
Herstellung:  
Früher erfolgte die Herstellung aus Holz: Bei der Verbrennung von Holz erhielt man eine Asche, die zahlreiche Salze wie Phosphate, Sulfate, Chloride, Silicate und vor allem aber auch Kaliumcarbonat enthielt (bis zu 24 %). Durch Zusatz von Wasser wurden die löslichen Salze herausgelöst und in eisernen Pötten eingedampft. So erhielt man eine relativ unreine Pottasche, die noch mit den anderen Salzen stark verunreinigt war. Der Name leitete sich von den Pötten ab, in denen man die Pottasche gewann. Heute wird das Kaliumcarbonat durch das Carbonisieren von Kalilauge hergestellt. Dabei wird eine Kaliumchloridlösung elektrolysiert, wobei sich am negativen Pol Kalilauge bildet. In diese wird Kohlenstoffdioxid eingeleitet und relativ reines Kaliumcarbonat bildet sich:  
 
2 KOH  +  CO ----->  K2CO3  +  H2O.
 
Verwendung:  
Zur Herstellung von Seifen (schon die Gallier gewannen aus Fett und Pottasche Seife), zur Synthese anderer Kaliumverbindungen, z.B. Kaliwasserglas und Blutlaugensalz und zur Herstellung von Glas, keramischen Erzeugnissen und Pigmenten, z.B. Smalte; als Trocknungsmittel im Labor.
 
 
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Kaliumcarbonat
Potassium carbonate
584-08-7
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