Kaliumcarbonat (Pottasche) K2CO3
Eigenschaften
Kaliumcarbonat wirkt
stark hygroskopisch. Lässt man es längere Zeit an der Luft stehen,
zieht es Wasser aus der Luftfeuchtigkeit an und beginnt zu zerfließen.
Kaliumcarbonat zerfließt
allmählich an der Luft.
In Wasser löst es
sich sehr gut und bildet eine Lauge,
mit Säuren erfolgt eine lebhafte
Reaktion unter Kohlenstoffdioxidentwicklung
und Bildung der entsprechenden Salze:
K2CO3
+ H2SO4 -----> K2SO4
+ CO2 + H2O
Leitet man in eine konzentrierte
Kaliumcarbonatlösung Kohlenstoffdioxid, fällt Kaliumhydrogencarbonat
(KHCO3) aus, das in Wasser nur schwer löslich ist. |
Herstellung
Früher erfolgte
die Herstellung aus Holz: Bei der Verbrennung von Holz erhielt man eine
Asche, die zahlreiche Salze wie Phosphate,
Sulfate, Chloride,
Silicate und vor allem aber auch Kaliumcarbonat enthielt (bis zu 24 %).
Durch Zusatz von Wasser wurden die löslichen Salze herausgelöst
und in eisernen Pötten eingedampft. So erhielt man eine relativ unreine
Pottasche, die noch mit den anderen Salzen stark verunreinigt war. Der
Name leitete sich von den Pötten ab, in denen man die Pottasche gewann.
Heute wird das Kaliumcarbonat durch das Carbonisieren von Kalilauge
hergestellt. Dabei wird eine Kaliumchloridlösung elektrolysiert, wobei
sich am negativen Pol Kalilauge bildet. In diese wird Kohlenstoffdioxid
eingeleitet und relativ reines Kaliumcarbonat bildet sich:
2 KOH + CO2
-----> K2CO3 + H2O. |
Verwendung
Kaliumcarbonat dient
zur Herstellung von Schmierseife (schon
die Gallier gewannen aus Fett und Pottasche Seife), zur Synthese von anderen
Kaliumverbindungen wie Kaliwasserglas und Blutlaugensalz,
zur Herstellung von Glas, keramischen Erzeugnissen und Pigmenten (Smalte).
Im chemischen Labor wird es als Trocknungsmittel
verwendet. |
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