Ytterbium  Periodensystem  Lawrencium  Hafnium
 
Lutetium                                        71Lu
engl. lutetium; nach der alten römischen Bezeichnung für Paris "Lutetia"
 
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Lutetium ist ein silberweiß glänzendes
und leicht radioaktives Schwermetall
relat. Atommasse: 
Ordnungszahl:  
Schmelzpunkt:  
Siedepunkt:  
Oxidationszahlen: 
Dichte:  
Härte (Mohs):  
Elektronegativität:  
Atomradius:  
Elektronenkonfig.:  
natürl. Häufigkeit:   
    
  
 
174,9668
71   
1663 °C    
3402 °C    
3  
9,842 g/cm³   
keine Angaben  
1,0 (Pauling)    
193,3 pm   
[Xe]4f145d16s2   
Lu-175  97,41%  
Lu-176    2,59%  
   
 
 
 
Eigenschaften:   
Lutetium ist ein silbergraues Schwermetall, das in zwei Modifikationen existiert: Bei höheren Temperaturen wandelt sich das hexagonale a-Lutetium in kubisch raumzentriertes b-Lutetium um. Bei tiefen Temperaturen zeigt es Supraleitfähigkeit. Natürliches Lutetium setzt sich aus dem stabilen Lu-75-Isotop und dem radioaktiven Lu-76-Isotop zusammen. Das radioaktive Isotop ist ein schwacher b-Strahler mit einer Halbwertszeit von 38 Milliarden Jahren.  
   
Lutetium ist chemisch etwas beständiger als die anderen Lanthanoide. Nach längerer Zeit oxidieren frisch geschnittene Oberflächen an der Luft. Pulverförmiges Lutetium kann sich von selbst entzünden, es ist pyrophor. In Wasser und in schwachen Säuren löst es sich unter Wasserstoffbildung. Mit Chlor verbrennt es zu Lutetiumtrichlorid. 
 
 
Vorkommen:   
Das Metall steht in der Elementhäufigkeit mit einem Anteil von 0,00007% an 60. Stelle. Es ist relativ selten, aber noch häufiger als Quecksilber oder Silber. Elementar kommt es in der Natur nicht vor. Stets tritt es zusammen mit den Lanthanoiden in den Seltenerden-Mineralien wie im Monazit oder im Gadolinit auf.  
    
 
 
Schwarzer Gadolinit (Y-Fe-Be-Silicat) aus Ytterby in der Nähe von Vaxholm in Schweden
 
 
Geschichtliches:   
Das Metall wurde im Jahre 1905 fast gleichzeitig von drei Chemikern entdeckt: Vom französischen Chemiker Gheorges Urbain (1872-1938) in Paris, von dem österreichischen Chemiker Carl Auer von Welsbach (1858-1929) in Treibach und von dem Amerikaner Charles James (1880-1928) in Durham. Urbain fand es bei der Untersuchung von Ytterbiumerde und benannte es nach der alten römischen Bezeichnung Lutetia für Paris. 
 
 
Quelle: nach Binder, Lexikon der chemischen Elemente
 
 
Herstellung:   
Aus Monazitsand gewinnt man durch verschiedene Aufbereitungsverfahren Lutetiumfluorid, aus dem das Metall durch eine Reduktion mit Calcium hergestellt werden kann. 
 
 
Verwendung:   
Lutetium besitzt praktisch keine technische Bedeutung. Gelegentlich findet es sich in Cer-Mischmetallen. Das Isotop Lu-176 wird zur kosmischen Altersbestimmung herangezogen. 
 
 
 
 Copyright: Thomas Seilnacht