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| Eigenschaften:
Lutetium ist ein silbergraues Schwermetall, das in zwei Modifikationen existiert: Bei höheren Temperaturen wandelt sich das hexagonale a-Lutetium in kubisch raumzentriertes b-Lutetium um. Bei tiefen Temperaturen zeigt es Supraleitfähigkeit. Natürliches Lutetium setzt sich aus dem stabilen Lu-75-Isotop und dem radioaktiven Lu-76-Isotop zusammen. Das radioaktive Isotop ist ein schwacher b-Strahler mit einer Halbwertszeit von 38 Milliarden Jahren. Lutetium ist chemisch etwas beständiger als die anderen Lanthanoide. Nach längerer Zeit oxidieren frisch geschnittene Oberflächen an der Luft. Pulverförmiges Lutetium kann sich von selbst entzünden, es ist pyrophor. In Wasser und in schwachen Säuren löst es sich unter Wasserstoffbildung. Mit Chlor verbrennt es zu Lutetiumtrichlorid. |
| Vorkommen:
Das Metall steht in der Elementhäufigkeit mit einem Anteil von 0,00007% an 60. Stelle. Es ist relativ selten, aber noch häufiger als Quecksilber oder Silber. Elementar kommt es in der Natur nicht vor. Stets tritt es zusammen mit den Lanthanoiden in den Seltenerden-Mineralien wie im Monazit oder im Gadolinit auf. |
| Geschichtliches:
Das Metall wurde im Jahre 1905 fast gleichzeitig von drei Chemikern entdeckt: Vom französischen Chemiker Gheorges Urbain (1872-1938) in Paris, von dem österreichischen Chemiker Carl Auer von Welsbach (1858-1929) in Treibach und von dem Amerikaner Charles James (1880-1928) in Durham. Urbain fand es bei der Untersuchung von Ytterbiumerde und benannte es nach der alten römischen Bezeichnung Lutetia für Paris. ![]() |
| Herstellung:
Aus Monazitsand gewinnt man durch verschiedene Aufbereitungsverfahren Lutetiumfluorid, aus dem das Metall durch eine Reduktion mit Calcium hergestellt werden kann. |
| Verwendung:
Lutetium besitzt praktisch keine technische Bedeutung. Gelegentlich findet es sich in Cer-Mischmetallen. Das Isotop Lu-176 wird zur kosmischen Altersbestimmung herangezogen. |
| Copyright: Thomas Seilnacht |