Periodensystem
 
Der Elementbegriff
 
  
 
Gold kann Ausgangsstoff für wenige chemische Verbindungen sein
oder aus Goldverbindungen hergestellt werden,
aber nicht durch Umwandlung (Transmutation) eines anderen Elements
 
 
Beim chemischen Elementbegriff existieren 3 Bedeutungen nebeneinander, die meist (ohne Vorwarnung) nebeneinander verwendet werden:
 
1. "Element und Verbindung"

Diese Bedeutung geht auf Robert Boyle zurück: Ein Element ist ein Stoff, der nicht weiter in zwei oder mehr andere Stoffe zerlegt werden kann. Diese Bedeutung ist in der oberen Bildlegende gemeint. Alle anderen Stoffe sind chemische Verbindungen. Ein Element ist ohne ein Reaktionspartner nicht mehr umwandlungsfähig, es sei denn, man zerstört seine innere Organisationsstruktur (in der Kernphysik).
 
So lassen sich aus den Elementen Wasserstoff und Sauerstoff Wasser herstellen. Eine Synthese (Herstellung) von Wasser findet statt, wenn man Wasserstoff an der Luft verbrennt:
 
Wasserstoff  +  Sauerstoff  ----->  Wasserstoffoxid (Wasser)
 
Bei der Analyse, der Zerlegung von Wasser in seine Elemente mit elektrischem Strom (in einer Elektrolyse), erhält man aus Wasserstoffoxid wieder Wasserstoff und Sauerstoff:
 
Wasserstoffoxid  ----->  Wasserstoff  +  Sauerstoff
 
Wasserstoff und Sauerstoff sind Elemente und können durch einen chemischen Vorgang nicht mehr zerlegt werden. Aus diesen Grunde scheiterte auch jeder Versuch der Alchemisten, Gold künstlich herzustellen. Was ihnen gelang, war lediglich die Umwandlung von chemischen Verbindungen in andere oder deren Zerlegung in die Elemente, aber niemals die Umwandlung (Transmutation) von einem Element in das andere.
 
 
2. Element (auf das "principe" von Lavoisier zurückgehend)

Ein Element ist dasjenige, was bei einer chemischen Stoffumwandlung erhalten bleibt. Es ist Träger der Masse und bei Lavoisier eigenschaftsverleihend, z.B. das "principe oxygènique".
 
 
3. "Element" und "Atom" wird gleichgesetzt
 
Bei diesem Sprachgebrauch ist mit dem Element Gold das Goldatom gemeint. Für Gold im Sinne von Boyle müsste man hier von einem elementaren Stoff sprechen. Der von der IUPAC empfohlene, dritte Sprachgebrauch macht den Elementbegriff eigentlich entbehrlich. Streng genommen müsste man bei ausschließlicher Anwendung dieses Sprachgebrauchs vom "Periodischen System der elementaren Stoffe und Atomsorten" sprechen. Diese doppelte Bedeutung des Elementbegriffs ist gemeint, wenn man mit den Daten des Periodensystems arbeitet.
 

 
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