Diese Bedeutung geht auf
Robert Boyle zurück: Ein "Element" ist ein elementarer
Stoff, der nicht weiter in zwei oder mehr andere Stoffe zerlegt
werden kann. Alle anderen Stoffe sind chemische Verbindungen.
Ein elementarer Stoff ist ohne ein Reaktionspartner nicht mehr umwandlungsfähig,
es sei denn, man zerstört seine innere Organisationsstruktur (in der
Kernphysik).
So lassen sich aus den
elementaren Stoffen Wasserstoff und Sauerstoff
die Verbindung Wasser herstellen. Eine Synthese (Herstellung) von Wasser
findet statt, wenn man Wasserstoff an der Luft verbrennt. Bei der Analyse,
der Zerlegung von Wasser in seine elementare Stoffe mit elektrischem Strom
(in einer Elektrolyse), erhält man aus der Verbindung Wasserstoffoxid
wieder Wasserstoff und Sauerstoff:
Wasserstoff +
Sauerstoff
Wasserstoffoxid
(Wasser)
Wasserstoffoxid
Wasserstoff + Sauerstoff
2. Principe (Lavoisier)
Ein "Element" ist dasjenige,
was bei einer chemischen Stoffumwandlung erhalten bleibt. Es ist Träger
der Masse und bei Lavoisier eigenschaftsverleihend, zum Beispiel das principe
oxygènique.
3. Elementare
Atome (IUPAC)
Bei diesem Sprachgebrauch
sind mit dem "Element Gold" oder mit dem "Element Kohlenstoff" die elementaren
Atome gemeint. Ein Goldatom hat beispielsweise immer 79 Protonen und
79 Elektronen mit der Elektronkonfiguration [Xe] 4f14 5d10 6s1.
Streng genommen müsste
man also vom "Periodischen System der elementaren Stoffe (Boyle) und der
elementaren Atome (IUPAC)" sprechen. Der Begriff "Element" wäre damit
eigentlich überflüssig, aber im Sprachgebrauch ist er so verbreitet,
dass man das nicht einfach ignorieren kann. Man sollte sich nur der Unterscheidung
bewusst sein, wenn man vom "Periodensystem der Elemente" spricht.
Weitere Erläuterungen:
Geschichte des Periodensystems von Peter Buck
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