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Indium
ist ein silberweiß glänzendes, relativ weiches Schwermetall.
Es ist weicher als Blei, es kann mit der Hand
platt gedrückt werden und lässt sich auch mit dem Messer schneiden.
Ähnlich wie beim Zinn kommt es beim Verbiegen
eines Indiumstabes zu einem knisternden Geräusch. Die Schmelztemperatur
des Metalls ist sehr niedrig und liegt deutlich unter der von Blei oder
von Zinn. Flüssiges Indium benetzt Glas dauerhaft.
In seinen chemischen Eigenschaften ähnelt das Indium dem Gallium und dem Thallium. Bei Zimmertemperatur ist es an der Luft und gegen Wasser beständig. Durch Feuchtigkeit und Wärme wird es langsam oxidiert. Bei höheren Temperaturen verbrennt es mit blauer Flamme zu gelbem Indium(III)-oxid: 4 In + 3 O2 Mit den Halogen reagiert es in Wärme zu den entsprechenden Halogeniden: 2 In + 3 Cl2 Bei sehr hohen Temperaturen reagiert es auch mit Phosphor, Schwefel, Selen, Stickstoff und Wasserstoff. Indiumverbindungen sind meistens dreiwertig, sie ähneln den entsprechenden Aluminiumverbindungen. |
| Die Toxizität des Metalls wird als gering eingeschätzt. Eine Staubbildung und das Einatmen der Stäube ist jedoch zu vermeiden. |
Das
Metall steht in der Elementhäufigkeit mit
einem Anteil von 1 x 10-5% an 68. Stelle. Es ist ein seltenes
Element und steht in der Häufigkeit direkt hinter Silber,
aber noch deutlich vor Gold. In der Natur kommt
es nicht elementar vor. Zu den Indiummineralen gehört der Indit (FeIn2S4)
oder der Roquésit (CuInS2). Für die technische Gewinnung
sind diese Mineralien jedoch ohne Bedeutung. Die Gewinnung des Elements
erfolgt ausschließlich aus Rückständen bei der Aufbereitung
von Zink-, Blei- oder Cadmiumerzen.
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| Copyright: Thomas Seilnacht |