|
|
||||||
|
|
||||||
|
||||||
|
Das
wachsweiche Rubidium ähnelt sehr dem Kalium,
ist aber noch weicher und noch reaktionsfähiger als dieses. Geschmolzenes
Rubidium ist sehr aggressiv und greift sogar Glas und Porzellan an. Die
frischen Schnittflächen glänzen silbrig, überziehen sich
aber sofort mit einer mattgrauen Oxidschicht. Rubidium ist eines der unedelsten
Metalle und daher ein sehr starkes Reduktionsmittel. Es reagiert mit allen
Nichtmetallen, mit reinem Sauerstoff oder an
feuchter Luft erfolgt sofortige Zündung. Dabei verbrennt es mit rosa-violetter
Flammenfarbe.
Mit Wasser reagiert Rubibium explosionsartig unter Wasserstoffbildung zu Rubidiumhydroxid: 2 Rb + 2 H2O Das gebildete Rubidiumhydroxid
ist eine sehr starke Base. Rubidiumsalze ergeben bei der Flammprobe eine
rosa-violette Flammenfarbe.
|
| Rubidiumionen kommen im Menschen in sehr geringen Mengen vor. Die Funktion als Spurenelement ist nicht eindeutig geklärt, man nimmt aber an, dass es im zentralen Nervensystem wirkt und bei der Übertragung von Nervenimpulsen von Bedeutung ist. |
Mit
einem Massenanteil von 0,0029 % steht Rubidium an 31. Stelle der Elementhäufigkeit.
Es steht damit zwischen Zinn und Yttrium. Das Element kommt in der Natur
nicht elementar vor. Der in Manitoba/Kanada vorkommende Lepidolith
ist vulkanischen Ursprungs und enthält einen Rubidiumoxidanteil von
bis zu 3,5%. Spuren von Rubidiumverbindungen finden sich auch im Meerwasser
und in Mineralwässern.
|
Das
Element wurde zusammen mit Caesium im Jahre 1861
von dem deutschen Chemiker Robert Wilhelm Bunsen (1811-1899) und dem deutschen
Physiker Gustav Robert Kirchhoff (1824-1887) in dem Mineral Lepidolith
entdeckt. Sie fanden es bei spektralanalytischen Untersuchungen. Die Herstellung
von 9g Rubidiumchlorid gelang ihnen durch die Aufarbeitung von 44200 Liter
Mineralwasser aus Bad Dürkheim. Als zweites Produkt erhielten sie
7,5g Caesiumchlorid. Aufgrund der typischen dunkelroten Farbe der Spektrallinien,
erhielt das Element seinen Namen in Anlehnung an das lateinische Wort rubidus
("dunkelrot"). Reines Rubidium konnte Bunsen dann zwei Jahre später
durch eine Schmelzflusselektrolyse von Rubidiumchlorid herstellen.
|
| Die Gewinnung erfolgt zusammen mit Caesium. Bei der Verarbeitung des Minerals Lepidolith erhält man ein Gemisch aus Kaliumcarbonat, Rubidiumcarbonat und Caesiumcarbonat. DieTrennung der Salze erfolgt durch eine fraktionierte Kristallisation. Dabei macht man sich die unterschiedliche Wasserlöslichkeit der Salze zunutze. Beim Verdunstenlassen der Lösung kristallisieren die Salze mit der schlechtesten Löslichkeit zuerst aus. Durch eine nachfolgende Reduktion mit Calcium oder mit Magnesium im Wasserstoffstrom erhält man dann das reine Metall. |
| Demonstrationen
mit Alkalimetallen
Digitale Folien zu den Alkalimetallen |
| Copyright: Thomas Seilnacht |