![]() farblose, leicht bewegliche Flüssigkeit |
F leichtentzündlich
T giftig Hautresorption möglich
Vorkommen: in Heracleum-Früchten, Baumwollpflanzen, Gräsern und in etherischen Ölen |
RS-Sätze:
R 11, 23/24/25, 39/23/24/25 S 7, 16, 45, 36/37 Entsorgung: G 1 MAK: 200 ml/m3 MG: 32,042 g/mol Dichte: 0,7914 g/cm3 Schmelztemperatur: -97,53 °C Siedetemperatur: 64,6 °C Wasserlöslichkeit: in jedem Verhältnis mischbar andere Löslichkeiten: Ethanol, Ether, löst viele Mineralsalze Explosionsgrenze: 6 - 36,5 Vol.-% (Luft) |
| Eigenschaften:
Methylalkohol hat einen brennenden Geschmack. Die Flüssigkeit und die Dämpfe verursachen Schädigungen im Zentralnervensystem. Durch die Aufnahme von Methylalkohol kann es zu einer Schädigung der Sehnerven mit Erblindung kommen. Nieren, Herz, Leber und andere Organe werden ebenfalls geschädigt. Die Vergiftungssymptome äußern sich zunächst in Bauchkrämpfen, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwächeanfällen, später treten Sehstörungen, Atemnot und Bewusstlosigkeit auf. Die tödliche Dosis liegt zwischen 5 und 100ml Methylalkohol. Methanol ist der einfachste, einwertige Alkohol, er besitzt nur eine OH-Gruppe, bzw. Hydroxy-Gruppe. Er ist leicht brennbar, mit Luft bilden sich explosionsfähige Gemische (s.o.). Aufgrund der Polarität der Hydroxy-Gruppe ist Methanol sehr gut wasserlöslich, wobei er Benzin nicht löst (vgl. mit Ethanol). Er verbrennt mit bläulicher Flamme zu Kohlenstoffdioxid und Wasserdampf. Methanol lässt sich zu Formaldehyd (Methanal) oder Ameisensäure (Methansäure) oxidieren, z.B. mit Kupferoxid. Mit Ammoniak (NH3) erhält man Methylamin (CH3-NH2), einen wichtigen Rohstoff zur Herstellung von Farbstoffen, Medikamenten und Pflanzenschutzmitteln: CH3-OH + NH3 ---Druck, 400 °C, Al2O3---> CH3-NH2 + H2O |
| Herstellung:
Früher wurde Methylalkohol durch die trockene Destillation von Holz gewonnen. Im Holzdestillat befanden sich ca. 1,5 - 3 % Methylalkohol, 10 % Essigsäure, 0,5 % Aceton, Essigsäuremethylester, Acetaldehyd, Holzteer und ein Gasgemisch aus Wasserstoff, Kohlenstoffmonoxid und Ethen. Heute erfolgt die Gewinnung hauptsächlich in einer exothermen Gleichgewichtsreaktion aus Synthesegas bei 400°C und 200 bar mit Hilfe eines ZnO/Cr2O3-Katalysators: CO + 2 H2 |
| Verwendung:
Herstellung von Formaldehyd (Methanal), Methylamin (s.o.) und Ether, sowie andere organische Produkte; als Lösungsmittel für Lacke und Firnisse; als Treibstoff und Benzinersatz oder früher als Raketentreibstoff; zur Füllung von Brennstoffzellen. |
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