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  Aceton   CH3COCH3 
 
   
   
Klare, farblose Flüssigkeit 

Vorkommen   
Spurenweise im Harn und im Blut, bei Diabetes in höheren Konzentrationen im Harn

Molmasse  58,079 g/mol   
 
AGW  500 ml/m3 (TRGS 900) 
Dichte  0,7845 g/cm3   
Schmelzpunkt  -94,7 °C   
Siedepunkt  +56,05 °C   
Wasserlöslichkeit  vollst. mischbar   
Explosionsgrz. 2,5 - 14,3 Vol.-% (Luft) 
Flammpunkt  < -20 °C 
Zündpunkt  +535 °C
Piktogramme 
GHS 02 
GHS 07 
Gefahr
Gefahrenklassen + Kategorie 
Entzündbare Flüssigkeiten 2  
Schwere Augenschädig./-reizung 2 
Spezifische Zielorg.-Tox. (e. ZNS) 3
HP-Sätze (siehe auch Hinweis)     
H 225, 319, 336, EUH 066  P 210, 261, 
280.3, 305+351+338, 403+233   
Entsorgung   G 1 
Etikett drucken Dt. Bezeichnung  
Synonyme (deutsch) 
Engl. Bezeichnung 
Synonyme (engl.) 
CAS  67-64-1 Aceton 
Propan-2-on 
2-Propanon 
Acetone 
Propan-2-one 
2-Propanone
   
  
Wirkung auf den menschlichen Körper  
  
Die aromatisch riechende Flüssigkeit kann auf der Haut eine rötliche Entzündung hervorrufen, die Dämpfe reizen die Bronchien und die Augen, sie verursachen Kopfschmerzen und Müdigkeit. In höheren Konzentrationen wirken sie narkotisierend. Eine Menge von 75ml gilt als tödliche Dosis.   
   
  
   
 
Eigenschaften 
   
Das Keton Aceton löst sich gut in Alkohol, Benzol, Diethylether und Chloroform, es ist ein gutes Lösungsmittel für Öle, Fette, Harze, Cellulose und Ethin. Mit Oxidationsmitteln z.B. mit Wasserstoffperoxid und unter Einwirkung eines Katalysators (Salzsäure) kann sich ein trimeres Peroxid bilden, das hochexplosiv ist. Die H-Atome des Acetons lassen sich leicht durch Halogenatome substituieren. Mit Brom erhält man beispielsweise 1,1,1-Tribromaceton (CH3-CO-CBr3), was auch unter der Bezeichnung "Tränengas" bekannt ist.
   
  
Herstellung 
  
Früher stellte man Aceton durch die trockene Destillation von Calciumacetat oder Holz her. Die technische Synthese erfolgt heute aus Isopropylalkohol durch eine katalytische Dehydrierung am Kupferkontakt bei 250 °C. Dabei werden vom Isopropylalkohol zwei Wasserstoffatome abgespalten:   
   
  
 
   
  
Weitere bedeutende Verfahren sind das Wacker-Hoechst-Verfahren, bei dem Propen durch Sauerstoff in Gegenwart einer wässrigen Lösung von Palladium- und Kupferchlorid bei 110-120°C und 10-14 bar oxidiert wird und die Synthese aus Cumol, das aus Benzol und Propen hergestellt werden kann:   
   
  
   
  
Bei der Oxidation mit Sauerstoff entsteht aus Cumol Cumolhydroperoxid, das unter dem Einfluss von starken Säuren in Phenol und Aceton zerfällt.
   
  
Verwendung 
  
In der Lack- und Klebstoffindustrie als universelles Lösungs- und Extraktionsmittel für Cellulose, Vinylharze, Chlorkautschuk, Celluloid, Ethen, aber auch für etherische Öle, Chlorophyll oder Harze; als Abbeizmittel für Öl- und Lackfarben; als Zwischenprodukt zur Herstellung weiterer organischer Chemikalien wie Bromaceton (Tränengas), Chloroform, Diacetonalkohol, u.a.; zur Herstellung von Sprengstoffen: Es wird als Lösungsmittel bei der Herstellung von Schießbaumwolle benötigt oder zur Synthese von Acetonperoxid (TATP) verwendet, das trotz seiner unsicheren Handhabung bei terroristischen Anschlägen (z.B. in London im Sommer 2005) schon öfters eingesetzt wurde. 
   
  
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