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C ätzend
N umweltgefährlich (bis 10% reizend) farblose Flüssigkeit Vorkommen: Bei Fäulnis stickstoffhaltiger organischer Substanzen |
RS-Sätze:
R 34, 50, S 26, 45, 61, 36/37/39 Entsorgung: G 4 MAK: 50 ml NH3/m3 MG: 17,031 g/mol (NH3) Dichte: 0,91 g/cm3 (25%-ige Lösung) Wasserlöslichkeit NH3 (alkalisch): in jedem Verhältnis mischbar |
| Eigenschaften:
Die wässrige Lösung von Ammoniakgas wird auch Ammoniakwasser oder Salmiakgeist genannt. Sie riecht stechend nach Ammoniak und reizt Schleimhäute und Augen. Lässt man die Lösung längere Zeit an der Luft offen stehen, entweicht allmählich das gesamte Ammoniakgas. In höherer Konzentration kann eingeatmetes Ammoniak tödlich wirken. Dasselbe gilt auch für die Aufnahme von 3-5ml Ammoniaklösung in den Magen. Die wässrige Ammoniaklösung ist eine Lauge und wirkt in höheren Konzentration stark ätzend. Mit Säuren bilden sich Ammoniumsalze. Hält man eine offene Flasche mit konzentrierter Salzsäure an eine offene Flasche mit konzentrierter Ammoniaklösung, bilden sich weiße Dämpfe von Ammoniumchlorid: |
| Herstellung:
Der Ausgangsstoff ist zunächst Ammoniak. Die großtechnische Herstellung dieses Gases erfolgt hauptsächlich durch das Haber-Bosch-Verfahren. Im Labor erhält man Ammoniak durch das Erhitzen eines Gemisches aus Calciumhydroxid und Ammoniumchlorid: 2 NH4Cl + Ca(OH)2 -----> CaCl2 + 2 NH3 + 2H2O Das entstehende Ammoniak wird in Wasser geleitet, worin es sich begierig löst. Dabei wirkt es als Base und nimmt ein Proton auf: Es entsteht eine wässrige Ammoniaklösung, die eine Universalindikatorlösung blau färbt. Durch die Aufnahme eines Protons wird das Ammoniakmolekül zu einem positiv geladenen Ammonium-Ion. Das Wassermolekül wird durch die Abgabe des Protons zu einem negativ geladenen Hydroxid-Ion. |
| Verwendung:
Im Labor als Lauge; zum Bleichen; bei Färbeprozessen; bei Architekten als Entwickler für das Lichtpausverfahren (weitere technische Verwendungen siehe Ammoniak). In den Drogerien ist eine etwa 10%ige Lösung erhältlich, die zum Fensterputzen dient. Rettungssanitäter benützen zum Aufwecken aus einer Ohnmacht Riechstäbchen mit einer verdünnten Ammoniaklösung.
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| Hinweis: Für Schülerversuche sollte höchstens die 10%ige Ammoniaklösung verwendet werden. |
| Copyright: T. Seilnacht |