Versuche zur Brandbekämpfung
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| Stoffe
Holzscheit, Holzplatte, Holzwolle, Holzspäne, evt. Kerze, Sauerstoff
und Kohlenstoffdioxid aus der Gasflasche,
Quarzsand, Mehl oder Speisestärke, evt. Bärlappsporen, evt. Druckluft,
Kokosfett, Benzin (Kp. 40-65°C), Lampenöl oder Heizöl, Natriumhydrogensulfat
oder Citronensäure, Natriumhydrogencarbonat, evt. Brausetabletten,
Magnesium gepulvert oder Magnesiumspitzer,
Geschirrspülmittel, destilliertes Wasser in Spritzflasche |
| Geräte
Standzylinder oder Erlenmeyerkolben weithals 1000ml aus Duranglas, evt.
Verbrennungslöffel, Glasrohr (Länge ca. 60cm, Dicke 3cm), Salzstreuer,
Silo für Staubexplosionen, Metalltiegel (d=3cm), Vierfuß mit
Ceranplatte, Stativ, Brenner, 2x Abdampfschale aus Porzellan (d=5cm), Thermometer
bis 200°C, Becherglas hohe Form 250ml, Löffel, Dreifuß mit
Tondreieck, feuersichere Platte, Gasanzünder |
Sicherheit
Bei allen Demonstrationen ist für ausreichend Feuerschutz zu sorgen
(feuersichere Unterlage, Feuerlöscher bereithalten, etc.) und eine
Schutzbrille zu tragen! |
Inhalt:
Didaktische
Bemerkungen
Demonstration 1
Rolle des Sauerstoffs bei Verbrennungen
Demonstration 2
Flammenwerfer aus Mehlstaub
Demonstration 3
Zündpunkt und Fettbrand
Demonstration 4
Flammpunkt - Das Löschen von brennenden Flüssigkeiten
Demonstration 5
Das Löschen mit Wasser und mit Schaum
Demonstration 6
Metallbrand
Zusammenfassung
Didaktische
Bemerkungen
Schon die Demonstrationen
bei der Einführung des Themas Oxidation
zeigten, dass der Sauerstoff bei
Verbrennungen notwendig ist. Für die Feuerwehr spielt nicht nur die
Sauerstoffzufuhr bei einem Brand eine Rolle, sondern auch der Zerteilungsgrad
und die Art des Brennstoffs. Bevor wirksame Maßnahmen zur Brandeindämmung
vorgeführt werden, sollen zunächst Möglichkeiten aufgezeigt
werden, um ein Feuer zu verstärken. Mit Hilfe dieses Wissens gelingt
es, Feuerlöschmaßnahmen auszuarbeiten.
Über ein Gespräch
wird gemeinsam mit den Schülern erarbeitet, wie ein Pfadfinder im
Wald ein Feuer anmacht. Bei dem Gespräch werden die Regeln zum Feueranmachen
genannt: Zuerst kommt das Papier, dann werden die dünnen Hölzer
über das Papier gelegt und zum Schluss baut man ein "Zelt" mit den
dickeren Hölzern. Das Anbrennen kann durch Hineinblasen beschleunigt
werden. Noch nachhaltiger ist es, wenn man dies alles mit den Schülern
selbst im Schulhof ausprobiert und die Gründe über mögliche
Hindernisfaktoren diskutiert.
Demonstration
1 Rolle des Sauerstoffs bei Verbrennungen
Ein Büschel Holzwolle
wird zunächst auf dem Tisch auf einer feuersicheren Unterlage verbrannt.
Dann füllt man einen Standzylinder oder einen großen Erlenmeyerkolben
aus Duranglas (Weithals 1000ml) mit reinem Sauerstoff und einen zweiten
mit reinem Kohlenstoffdioxid aus der Gasflasche (>vgl. Demonstrationen
mit Sauerstoff). Beim Zylinder mit reinem Sauerstoff wird der Boden
mit einer Schutzschicht aus Quarzsand bedeckt. Alternativ zur Holzwolle
könnte auch eine brennende Kerze verwendet werden.
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(nur auf CD-ROM)
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Brennende Kerze in
reinem Sauerstoff
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Beobachtungen:
Es wird gezeigt, dass die Holzwolle oder die
Kerze im reinen Sauerstoff viel schneller und mit hellerer Flamme abbrennt
und im Kohlenstoffdioxid die Flamme erstickt.
Didaktische Hinweise:
Zu der Demonstration kann der Hinweis erfolgen,
dass beim Autogenschweißen
mit einem Brenngas und mit reinem Sauerstoff gearbeitet wird. Beim Schneidbrennen
erreicht man bei Wasserstoff-Sauerstoff-Gemischen sogar eine Temperatur
von mehr als 2500°C. Ein mit Wasserstoff und Sauerstoff betriebener
Daniellscher Hahn erreicht ebenfalls diese Temperatur.
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(nur auf CD-ROM)
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Schneidbrennen mit
dem Daniellschen Hahn
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Demonstration
2 Flammenwerfer aus Mehlstaub
Zuerst wird den Schülern
eine Packung Mehl gezeigt und behauptet, dass man damit einen Sprengstoff
herstellen könne. Die Schüler sollen Vermutungen äußern,
wie das funktionieren könnte. Im Anschluss liest man den Zeitungsbericht
einer Mehlstaubexplosion vor und führt erst danach die Demonstration
durch.
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(nur auf CD-ROM)
Man nimmt ein Glasrohr
von mindestens 50cm Länge und 3cm Dicke und füllt das hintere
Ende auf einer Länge von 10cm mit Mehl. Das Rohr sollte nicht gestopft
voll sein, damit noch Luft über das Mehl streichen kann und es sich
gut zerteilt. Am besten gelingt es, wenn man feine Speisestärke nimmt
und diese vorher im Trockenschrank gut trocknet. Am
Ende des Tisches stellt man einen Gasbrenner auf und entzündet die
Gasflamme. Dann bläst man vom vorderen Ende her kräftig durch
das Glasrohr, so dass sich das Mehl fein zerstäubt. Die Demonstration
kann auch mit verschiedenen anderen brennbaren Stoffen durchgeführt
werden, z.B. mit Bärlappsporen, um zu zeigen, dass nicht jeder Brennstoff
gleich reagiert. Es ist aber unbedingt darauf zu achten, dass man beim
Einatmen der Atemluft nicht versehentlich den Staub ansaugt. Der eingeatmete
Staub kann die Atemwegsorgane reizen, es empfiehlt sich, diesen Versuch
nicht von Schülern vorführen zu lassen, sondern die Demonstration
selbst gut zu üben. Bestimmte
Holzstaubsorten gelten als krebserzeugende Arbeitsstoffe, daher sollten
diese nicht verwendet werden.
Beobachtungen:
Das zerteilte Mehl verbrennt in einer großen
Stichflamme.
Variationen:
Zunächst wird gezeigt, dass ein dickes
Stück Holz nur schwer anzündbar ist. Selbst wenn es anfänglich
brennt, geht die Flamme wieder aus, das Stück glimmt lediglich weiter.
Holzspäne dagegen lassen sich bereits mit einem Streichholz entzünden,
sie brennen gut, da mehr Sauerstoff hinzukommt und die Verbrennung wesentlich
schneller abläuft.
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(nur auf CD-ROM)
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(nur auf CD-ROM)
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Glimmender Holzblock
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Holzspäne brennen
gut
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Film
erhältlich auf >DVD
Nun füllt man einen
großen Salzstreuer mit sorgfältig getrockneten Bärlappsporen
und streut dieses in eine Kerzenflamme. Dabei kann schon eine Stichflamme
entstehen, daher sind bei dieser Vorführung feuerfeste Lederhandschuhe
und eine Schutzbrille zu tragen. Bei den Lehrmittelverlagen ist ein Silo
aus Glas oder aus Plexiglas zur Durchführung von Mehlstaubexplosionen
erhältlich. Ein solches Gerät lässt sich auch selbst bauen.
Durch einen seitlich unten angesetzten Schlauch wird ein kräftiger
Luftstrom in einen kleinen Behälter geblasen, der mit dem Staub gefüllt
ist. Dadurch zerteilt sich der Staub und wird durch die brennende Kerze
im Silo entzündet. Da die Kerze selbst Sauerstoff verbraucht, sollte
sie erst unmittelbar vor der Versuchsdurchführung mit einem langen
Gasanzünder angezündet werden. Die Mehlstaubexplosion im Modell-Silo
gelingt am besten mit Druckluft, aber auch durch Blasen von Atemluft durch
den angesetzten Schlauch. Reiner Sauerstoff sollte auf gar keinen Fall
verwendet werden.
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(nur auf CD-ROM)
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(nur auf CD-ROM)
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Brennender Staub
aus dem Salzstreuer
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Mehlstaubexplosion
im Modell-Silo
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Film
erhältlich auf >DVD
Demonstration
3 Zündpunkt und Fettbrand
Diese Demonstration zeigt
durchaus realistisch, welche Gefahren in der Küche oft lauern. Auf
einem feuersicheren Tisch (und mit einer genügend hohen Decke im Raum)
setzt man einen kleinen Metalltiegel aus Edelstahl auf ein Tondreieck,
dass sich auf einem Dreifuß befindet, und füllt ihn zur Hälfte
mit Kokosfett. Wird der Tiegel mit Hilfe einer Universalklemme in ein Stativ
gespannt, ist unbedingt darauf zu achten, dass die Klemme aus Edelstahl
besteht, da sie sonst durchschmilzt. Dann stellt man einen Brenner darunter,
so dass die nicht leuchtende Flamme mit voller Kraft den Tiegel erhitzt.
Gleichzeitig wird den Schülern eine Geschichte erzählt:
"Stellt euch vor, einem
Freund von mir ist neulich folgendes passiert: Er war für mehrere
Tage alleine im Haushalt und musste selbst kochen. Er wollte sich in der
Küche ein Steak braten und gab dazu in die Bratpfanne etwas Fett und
stellte diese auf den Herd. Gerade in diesem Moment läutete das Telefon
im anderen Raum, und er ging in das Wohnzimmer. Am anderen Ende der Leitung
war sein Freund, der ihm von großen Problemen erzählte...
(Hier werden Probleme
geschildert (z.B. Trennung von Freundin, Geldnöte, etc., je nach Dauer
des gleichzeitig ablaufenden Versuchs. Sobald das Fett sich von alleine
entzündet hat, fährt man mit der Geschichte fort.)
Plötzlich hörte
er ein Geräusch in der Küche und rannte sofort hinüber.
Das Fett in der Pfanne brannte lichterloh. Was machte er also, um den Brand
zu löschen? Er nahm eine Schüssel mit Wasser und goss das Wasser
in die Pfanne..."
An dieser Stelle spritzt
man mit einer Spritzflasche Wasser aus sicherer Entfernung in das brennende
Fett. Die Treffsicherheit wird erhöht, wenn man sich mit dem Wasserstrahl
langsam nähert.
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(nur auf CD-ROM)
Film
erhältlich auf >DVD
Beobachtungen:
Das Fett entzündet sich nach einer Weile
von alleine. Beim Löschversuch mit Wasser flammt das Feuer in einer
riesigen Stichflamme auf, wobei große Hitze von dem brennenden Fett
ausgeht. Selbst nach diesem "Löschversuch" ist das brennende Fett
noch nicht gelöscht. Man demonstriert nun, wie man es richtig macht
und deckt den Tiegel mit einer Keramikplatte ab. Der abgedeckte Tiegel
wird sofort in eine Kapelle gestellt, damit sich die bildenden, giftigen
Dämpfe nicht im Raum verteilen.
Ergänzende
Informationen: Viele Stoffe entflammen
auch ohne Flamme, sobald ihre Zündtemperatur
(Zündpunkt) überschritten wird. Voraussetzung dafür ist
der Zugang zu Luftsauerstoff. In einem geschlossenen Raum entflammen diese
Stoffe dagegen nicht.
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Brennstoff
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Zündtemperatur
(ca.)
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Phosphor
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60°C
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Schwefelkohlenstoff
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102°C
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Benzin
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220-300°C
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Schwefel
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250°C
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Fichtenholz
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280°C
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Fett
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300°C
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Zucker
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410°C
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Roggenmehl
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500°C
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Demonstration
4 Flammpunkt - Das Löschen von brennenden Flüssigkeiten
Auf einer feuersicheren
Unterlage wird in eine kleine Porzellanschale (d=5cm) 20ml Benzin (Siedepunkt
40-65°C) gegeben und mit einem brennenden Holzspan entzündet.
Dabei sollen die Schüler darauf achten, in welcher Höhe über
dem Flüssigkeitsspiegel bereits eine Zündung stattfindet. Nun
unternimmt man einen "Löschversuch" und spritzt mit der Spritzflasche
kräftig Wasser in die Schale, so dass das Benzin über die Wand
herausschwappt. Nach diesem erfolglosen Versuch, zeigt man, wie man es
richtig macht und deckt die Schale mit einer Keramikplatte oder einer Löschdecke
ab (Sauerstoffentzug).
Beobachtungen:
Das Benzin verteilt sich auf dem Tisch und
brennt weiter. Der Brand hat sich wesentlich ausgebreitet.
Ergänzende Informationen:
Die Brennbarkeit von Flüssigkeiten wird
nach der Flammtemperatur (Flammpunkt) beurteilt.
Bei dieser Temperatur entwickelt die Flüssigkeit Dämpfe, so dass
diese über der Flüssigkeit mit Luft vermischt durch eine Zündquelle
entflammbar sind (genormt auf 1013mbar Luftdruck). Besonders problematisch
sind wasserunlösliche Stoffe mit einem niedrigen Flammpunkt. Nach
dem GHS werden die entzündbaren
Flüssigkeiten je nach Flammpunkt und Siedepunkt einer Kategorie zugeordnet.
Kategorien
der GHS-Gefahrenklasse Entzündbare Flüssigkeiten
| Einstufung |
Kategorie 1
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Kategorie 2
|
Kategorie 3
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GHS-
Piktogramm |
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| Signalwort |
Gefahr
|
Gefahr
|
Achtung
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| Gefahrenhinweis |
Flüssigkeit
und Dampf
extrem entzündbar
|
Flüssigkeit
und Dampf
leicht entzündbar
|
Flüssigkeit
und Dampf
entzündbar
|
| H-Sätze |
H224
|
H225
|
H226
|
Flammpunkt
Siedepunkt |
< 23 °C +
<= 35 °C
|
< 23 °C +
> 35 °C
|
>= 23 °C +
<= 60 °C
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Flüssigkeiten oder
Stoffgemische wie Benzin, die sich nicht mit Wasser vermischen lassen,
schwimmen aufgrund ihrer geringeren Dichte auf dem Wasser, so dass sich
der Brand bei einem Löschversuch mit Wasser noch ausdehnt. Wasserlösliche
Flüssigkeiten könnten theoretisch mit Wasser gelöscht werden.
Doch meistens kann das bei einem Brand nicht von der Feurwehr schnell unterschieden
werden.
Variationen:
Mit geeigneten Stoffen kann man eine Flammtemperaturbestimmung
vorführen. Ein kleiner Porzellantiegel (5cm) wird auf eine Ceranplatte
im Vierfuß gestellt und mit Lampenöl oder Heizöl gefüllt,
so dass ein Thermometerfühler gerade noch eintauchen kann. Wird ein
Alkoholthermometer verwendet, empfiehlt sich der Einsatz eines Thermometers
mit einem Temperaturbereich von bis zu 200°C. Aber auch ein digitaler
Thermometer zur Demonstration lässt sich verwenden. Quecksilberthermometer
sollten im Schulversuch auf gar keinen Fall eingesetzt werden. Nun erhitzt
man die Ceranplatte von unten mit dem Brenner und heizt das Öl langsam
hoch. Gleichzeitig wird im Sekundenabstand mit der Flamme eines Gasanzünders
über die Flüssigkeit gewedelt.
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(nur auf CD-ROM)
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Einfache Apparatur
zur Bestimmung der Flammtemperatur
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Film
erhältlich auf >DVD
Beobachtungen:
Bei einer bestimmten Temperatur entzündet
sich das Öl. Oft brennt das Öl zunächst mit einer kleinen,
fast unsichtbaren Flamme, bevor die Flamme beim weiteren Hochheizen immer
größer wird. Beim Lampenöl liegt die Flammtemperatur zwischen
60 und 80°C, beim Heizöl darüber.
Hinweis:
Der hier gezeigte Apparaturaufbau entspricht
nicht der genormten Anordnung zur Bestimmung der Flammtemperatur. Hierfür
müsste der Thermometer und die Flamme bei jedem Anstieg um 1°C
herausgenommen und wieder neu in die Flüssigkeit eingeführt werden,
damit die Geräte die Bestimmung nicht beeinflussen. Außerdem
ist der Abstand von der Flamme zur Flüssigkeit genau festgelegt. Daher
misst man mit der oben gezeigten Anordnung in der Regel eine zu hohe Flammtemperatur.
Demonstration
5 Das Löschen mit Wasser und mit Schaum
a) Löschen mit Wasser
Auf einem Dreifuß
wird ein kleines Feuer mit Holzspänen entfacht. Die Vorgänge
beim Löschen mit Wasser sollen genau beobachtet werden.
Beobachtungen:
Beim Löschen zischt es und Wasser verdampft
in einer Dampfwolke.
Theorie:
Das kalte Wasser kühlt die brennenden
Stoffe so ab, dass die Zündtemperatur unterschritten wird. Das Wasser
und vor allem der auftretende Wasserdampf unterbinden die Luftzufuhr. Nach
diesem Prinzip funktionieren die Sprinkleranlagen
in Gebäuden. Ein Glasröhrchen ist mit einer Flüssigkeit
gefüllt, z.B. Alkohol, die ab einer bestimmten Temperatur zu sieden
beginnt, so dass das Röhrchen platzt. Dadurch wird ein Pfropfen herausgeschleudert,
der eine Wasserleitung öffnet. Bei anderen Sprinklern schmilzt ein
Metall mit niedrigem Schmelzpunkt, beispielsweise eine Galliumlegierung,
so dass eine Feder aufspringt und den Wasserstrahl freigibt.
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(nur auf CD-ROM)
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(nur auf CD-ROM)
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Sprinkler mit Flüssigkeit
im Glasröhrchen
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Sprinkler mit Metalllegierung
und Federbolzen
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Film
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Aufbau von Feuerlöschern:
Nasslöscher
enthalten Wasser als Löschflüssigkeit. Eine Patrone mit komprimiertem
Kohlenstoffdioxid innerhalb des Feuerlöschers
treibt das Wasser nach dem Schlagen auf einen Schlagstift aus dem Feuerlöscher.
Nicht alle Brände
dürfen jedoch mit Wasser gelöscht werden. Bei Bränden von
Flüssigkeiten, Gasen oder Metallen verstärkt das Löschen
mit Wasser sogar den Brand. Für solche Brände sind spezielle
Löschmittel notwendig. Im Kohlensäureschnee-Löscher
befindet sich ein Druckbehälter mit flüssigem Kohlenstoffdioxid.
Durch das Betätigen des Feuerlöschers entweicht flüssiges
Kohlenstoffdioxid, das durch den Druckabfall sofort gefriert, wobei sich
Kohlenstoffdioxid-Schnee bildet. Der Schnee besitzt eine Temperatur von
-78°C und kühlt die brennenden Stoffe ab. Außerdem wirkt
das Kohlenstoffdioxid erstickend.
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(nur auf CD-ROM)
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Kohlenstoffdioxid-Löscher
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Feuerlöscher
mit ABC-Pulver und Schaumlöscher
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a) Löschen mit Schaum
Schaumlöscher
erzeugen beim Löschen einen Schaum, der mit Kohlenstoffdioxid-Bläschen
gefüllt ist. Zur Erzeugung von Kohlenstoffdioxid gibt man in ein hohes
250ml-Becherglas 50ml Wasser und fügt je einen Teelöffel Natriumhydrogensulfat
und Natriumhydrogencarbonat (Natron) hinzu. Das Sprudeln zeigt die Gasentwicklung
an, ein hineingehaltenes brennendes Streichholz erlischt. Zur Erzeugung
eines Schaums wiederholt man den Versuch und gibt vorher in das Wasser
einen Tropfen Pril.
Beobachtungen:
Im Becherglas steigt Schaum auf, der zum Löschen
geeignet ist.
Theorie:
Bei der Reaktion von Natron mit Natriumhydrogensulfat
entsteht Kohlenstoffdioxid, das die
Schaumbläschen füllt. Die Demonstration gelingt auch, wenn man
statt Natriumhydrogensulfat Citronensäure
oder Weinsäure nimmt. Alternativ
dazu können auch Brausetabletten verwendet werden. Schaumlöscher
eignen sich zum Löschen für brennbare Flüssigkeiten.
Mit ein wenig Geschick
kann man sich selbst einen Feuerlöscher aus einer leeren Sprudelflasche
und einer aufgesetzten Düse bauen. Die Zutaten dafür sind in
jeder Drogerie erhältlich.
Sehr verbreitet sind
auch spezielle Löschpulver, die mit Stickstoff oder Kohlenstoffdioxid
aus dem Feuerlöscher getrieben werden. ABC-Pulver
(Glutbrandpulver, PG) eignet sich zum Löschen von Bränden der
Brandklassen A, B und C. Es enthält ein Gemisch aus Ammoniumphosphaten
und Ammoniumsulfat. Die Ammoniumsalze schmelzen in der Hitze und wirken
dann absperrend.
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(nur auf CD-ROM)
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Die neue Brandklasse
F ist seit Januar 2005 in die DIN-Norm EN 2 aufgenommen worden. Fette und
Speiseöle gehören eigentlich in die Brandklasse B. Werden Fettbrände
mit Wasser oder aber auch mit Schaumlöschern gelöscht, können
sich Fettexplosionen ereignen. Auch Pulverlöscher und Kohlenstoffdioxidlöscher
sind wenig sinnvoll, da nach Abnahme der Löschmittelkonzentration
das erhitzte Fett wieder von selbst zu brennen beginnt. Löschdecken
sind ebenfalls nicht geeignet, da sie bei einem Fettbrand durchbrennen.
Die nun erhältlichen Fettbrandlöscher
enthalten eine besondere Düse und ein Löschmittel, das sich mit
dem Fett in Schmierseife umwandelt. Einen Fettbrand kann man jedoch auch
durch das Aufsetzen eines Kochtopfdeckels löschen.
Die frühere Brandklasse
E - für Brände in elektrischen Anlagen bis 1000 Volt -
wurde gestrichen, da die meisten Feuerlöschgeräte bei Niederspannungsanlangen
eingesetzt werden können, sofern man genügend Abstand einhält.
Demonstration
6 Metallbrand
Dieser Versuch wird zur
Sicherheit am besten im Freien durchgeführt. Auf eine feuerfeste Unterlage
wird ein kleines, ca. 3cm hohes Häufchen Magnesiumpulver gegeben.
Am besten verwendet man ein Holzplättchen auf einer Keramikfließe.
Das Holz verhindert das Wegspicken des brennenden Magnesiums. Dann entzündet
man das Magnesium mit einem Brenner
und wartet, bis sich die weiße Flamme etwas ausgebreitet hat. Dann
spritzt man aus sicherer Entfernung mit einer Spritzflasche Wasser auf
den Metallbrand.
2
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Löschversuch
bei brennendem Magnesium
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Reaktionsprodukt:
Magnesiumoxid ("Magnesia")
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Film
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Beobachtungen:
Das Magnesium verbrennt nach dem Löschversuch
mit Wasser noch viel heftiger mit sehr grellem Licht. Dabei entstehen so
hohe Temperaturen, dass die Unterlage in manchen Fällen zerbricht
(Bild oben links). Beim Ausbrennen steigen weiße Fäden empor
und man erhält ein weißes Reaktionsprodukt (Bild oben rechts).
Theorie:
Beim Löschen von Metallbränden mit
Wasser wird das Wasser teilweise zersetzt und es entsteht Wasserstoff.
Diese Reaktion erfolgt explosionsartig, wobei der Wasserstoff ein zusätzlich
entstandener Brennstoff ist.
Variation:
Die Demonstration gelingt evt. auch mit einem
Magnesiumspitzer, den man mit einer kräftigen Flamme einer Lötlampe
an einem Eck entzündet.
Zusammenfassung:
An der Tafel wird das Gefahrendreieck erarbeitet.
Zum Löschen eines Brandes muss mindestens eine der drei Voraussetzungen
für einen Brand entfernt werden:
Die Unterbrechung
der Luftzufuhr erreicht man mit Löschdecken, mit Schaumlöschern
oder Pulverlöschern. Das Abkühlen
unter die Zündtemperatur erfolgt mit Wasser, bzw. mit Wasserdampf.
Der Entzug des Brennstoffes wird bei Waldbränden durch das
Ausheben von breiten Gräben oder das Schlagen von Schneisen angewendet.