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T giftig
farbloses, stechend riechendes Gas natürl. Vorkommen: in Vulkangasen |
RS-Sätze: R 23,
34
S 9, 26, 36/37/39, 45 MAK: 0,5 ml/m3 MG: 64,064 g/mol Dichte: 2,927 g/l (SO2 : Luft = 2,3) Schmelztemperatur: -75,5 °C Siedetemperatur: -10,05 °C Wasserlöslichkeit (sauer): 105 g/l = 40l/l andere Löslichkeiten: org. Lösungsmittel |
| Wirkung auf den menschlichen Körper:
Schwefeldioxid ist ein starkes Atemgift. Schon geringe Konzentrationen in der Luft (0,04%) können Husten, Atemnot oder eine Entzündung der Atemwege und der Schleimhäute hervorrufen. Bei Vergiftungsfällen sollte viel frische Luft geatmet und gegebenenfalls auch künstlich beatmet werden. Lösungen von Schwefeldioxid in Wasser verätzen die Magenwände, wenn sie getrunken werden. |
| Eigenschaften:
Schwefeldioxid ist ein farbloses, stechend riechendes Gas, das nicht brennbar ist. Bei -10 °C erstarrt es zu einer farblosen Flüssigkeit. Die Lösung von Schwefeldioxid in Wasser heißt Schweflige Säure. Das Gas ist in Wasser und in vielen organischen Lösungsmittel außerordentlich gut löslich. Es ist 2,3 mal schwerer als Luft. Organische Farbstoffe werden durch Schwefeldioxid entfärbt. Es dient daher zum Bleichen von Stroh oder Wolle. Schwefeldioxid wirkt auf viele Organismen giftig. Mikroorganismen werden in ihrem Wachstum gehemmt. Besonders empfindlich reagieren auch Nadelbäume (siehe unter Waldsterben). Schwefeldioxid ist nicht brennbar, es kann jedoch in Gegenwart von Katalysatoren zu Schwefeltrioxid oxidiert werden (vgl. Doppelkontaktverfahren) und ist daher ein wichtiges Zwischenprodukt zur Herstellung von Schwefelsäure. Beim Erhitzen mit Wasserstoff in glühenden Röhren wird es zu Schwefel oder zu giftigem Schwefelwasserstoff reduziert. Mit Chlor reagiert es zu Sulfurylchlorid (SO2Cl2), einem wichtigen Zwischenprodukt in der organischen Chemie. Mit Nitraten entstehen beim Erhitzen Sulfate und Stickoxide. |
| Herstellung:
Beim Verbrennen von Schwefel entsteht Schwefeldioxid: S + O2 -----> SO2 DHR = -297 kJ/mol Ein weiteres wichtiges Verfahren stellt
das Rösten des Minerals Pyrit
oder anderer Sulfiderze dar. Der Pyrit wird auf über 800 °C erhitzt,
wobei sich Röstgase bilden:
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| Verwendung:
Zur Schwefelsäureherstellung; zur Herstellung von Salzen (Sulfide, Sulfite, Thiosulfate, Dithionite); zum Bleichen von Wolle und Stroh; zum Schwefeln von Weinfässern und Weinreben; in der Lebensmittelbranche zum Konservieren von Obst und Gemüse; zum Ausräuchern von Ungeziefer und Krankheitserregern; verflüssigt als Lösungsmittel; zur Herstellung von Waschmitteln (Sulfochlorierung). |
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| Hinweis: Beim Erhitzen von Schwefel im Reagenzglas kann der Schwefel zu brennen beginnen. Dabei entsteht Schwefeldioxid. In einem solchen Fall ist das Reagenzglas sofort in einen Abzug zu legen. |
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