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leicht entzündlich farblose durchsichtige Kristalle, im Handel auch als braune (verunreinigte) Brocken |
RS-Sätze: R 15
S 8, 43.6
Entsorgung: besondere Hinweise MG: 64,099 g/mol Dichte: 2,22 g/cm3 Schmelztemperatur: 2300 °C Wasserlöslichkeit: unlöslich, zersetzt sich lebhaft |
| Eigenschaften:
Reines Calciumcarbid bildet farblose, durchsichtige Kristalle. Im Handel ist es jedoch meist in braunen oder grauschwarzen Brocken erhältlich, die Verunreinigungen aus Calciumoxid, Calciumphosphid, Kohlenstoff und anderen Stoffen enthalten. Mit Wasser reagiert Calciumcarbid lebhaft unter Bildung von Ethin und Calciumhydroxid. Ein Kilogramm Calciumcarbid liefert etwa 300 Liter Ethin. CaC2 + 2H2O
-----> C2H2 + Ca(OH)2
Der dabei auftretende unangenehme und typische "Carbidgeruch" wird nicht durch das Gas Ethin verursacht, sondern durch die Bildung des stark giftigen Gases Phosphin (PH3) aus Calciumphosphid (Ca3P2): Ca3P2 + 6H2O -----> 3Ca(OH)3 + 2PH3 Der unangenehme Geruch des Phosphins geht
auch von den verunreinigten Brocken aus, da diese bereist mit der Luftfeuchtigkeit
reagieren.
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| Herstellung:
In der Technik gewinnt man Calciumcarbid durch die Reaktion von Calciumoxid und Koks im elektrischen Lichtbogen bei Temperaturen von 1800-2100°C: CaO + 3C -----> CaC2 + CO DHR = 464 kJ/mol Das dabei entstehende flüssige Calciumcarbid wird am Boden des Ofens durch einen Abstich entnommen. Zur Herstellung von einer Tonne Calciumcarbid werden um die 3 MWh an Energie benötigt. |
| Verwendung:
Früher in Carbidlampen, in denen es mit Wasser versetzt wurde und dabei das brennbare Gas Ethin (Acetylen) erzeugte; beim "Carbidböllern" zu Silvester wurde in eine große Büchse oder in einen Eimer ein Carbidstück hineingelegt. Durch die Zugabe von Wasser entstand das Ethin, das mit dem Luftsauerstoff ein explosives Gas-Luft-Gemisch bildete. Mit einem mindestens 3 Meter langen, am Ende brennenden Stab, wurde das explosive Gemisch gezündet. Der Knall war so laut, dass man ihn weithin hören konnte. Heute dient das Carbid teilweise noch zur Herstellung von Ethin als wichtiges Schweißgas (allerdings wird Ethin heute hauptsächlich durch die Pyrolyse von Methan hergestellt); ferner zur Produktion des Düngemittels Kalkstickstoff (s.o.) und zur Entschwefelung in der Eisen- und Stahlindustrie. |
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