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  Calciumhydroxid (gelöschter Kalk)   Ca(OH)2 
  
  

   
   
    
    
Weißes Pulver

Molmasse:  74,093 g/mol   
  
  
AGW   5 mg/m3 E (TRGS 900)   
Dichte  ca. 2,2 g/cm3   
Wasserlöslichkeit 
100g H2O lösen bei 20 °C 0,160 g
Piktogramme 
GHS 05 
Gefahr
Gefahrenklassen + Kategorie 
  
Schwere Augenschädig./-reizung 1
HP-Sätze (siehe auch Hinweis) 
H 318   P 280.3, 305+351+338, 310 
Entsorgung  G 4
Etikett drucken Deutscher Name Englischer Name
CAS 1305-62-0 Calciumhydroxid Calcium hydroxide
  
Bemerkung für Schulen: Beim Herstellen von Kalkwasser oder von anderen Mischungen mit Calciumhydroxid (zum Beispiel Casein-Bindemittel) sollte eine Schutzbrille getragen werden. 
  
 
Eigenschaften 
  
Reines Calciumhydroxid ist ein weißes Pulver, das sich nur schlecht in Wasser löst. Es reizt Haut und Schleimhäute und kann schwere Augenschäden verursachen. Die wässrige, alkalische Lösung wird auch als Kalkwasser bezeichnet, das als Nachweismittel für Kohlenstoffdioxid dient. Dieses erzeugt bei der Einleitung in Kalkwasser eine weiße Trübung, dabei fällt wasserunlöslicher Kalk aus:   
   
Ca(OH)2  + CO2  ----->  CaCO3  +  H2O  
    
  
Nachweisreaktion von Kohlenstoffdioxid
 
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Beim Einleiten von Kohlenstoffdioxid in Kalkwasser
entsteht eine weiße Trübung.
 
   
Herstellung 
  
Die Herstellung von Calciumhydroxid erfolgt durch das Einleiten von Calciumoxid (Branntkalk) in Wasser. Dieser Vorgang verläuft unter starker Wärmeentwicklung und wird als Kalklöschen bezeichnet:  
   
CaO  +  H2O  ----->  Ca(OH)2    DHR = -65 kJ/mol  
  
  
Kreislauf der Kalkverarbeitung
 
 
Erläuterungen siehe Geschichte der Kalknutzung
 
   
Verwendung 
  
Bei der Zubereitung von Kalkmörtel werden Calciumhydroxid oder Calciumoxid mit Wasser zu einem wässrigen Brei angerührt und mit der dreifachen Menge Sand versetzt. Mit dem Kohlenstoffdioxid der Luft reagiert der Kalkbrei und bildet wieder kristallinen, harten Kalk. Calciumhydroxid wird alternativ zum Calciumcarbonat bei der Rauchgasentschwefelung eingesetzt. Es dient auch als Bindemittel für wasserlösliche Farben und zum Aufschluss von Casein, ferner als Hilfsmittel bei der Färbung mit Indigo, als Düngemittel, zu Frostschutzanstrichen bei Obstbäumen, in der Medizin zur Behandlung von Verbrennungen und als Gegenmittel bei Schwefelsäure- und Oxalsäurevergiftungen. Die chemische Industrie benötigt es zur Darstellung von Natronlauge aus Natriumcarbonat oder zur Herstellung von Chlorkalk. Kalkwasser ist im chemischen Labor ein wichtiges Nachweismittel für Kohlenstoffdioxid. In Tauchgeräten oder in Narkosegeräten bindet das Calciumhydroxid zusammen mit Natriumhydroxid den ausgeatmeten Kohlenstoffdioxidanteil. Dieser "Atemkalk" findet auch in der Raumfahrt Anwendung. 
    
   
Herstellung von Kalkwasser zum Kohlenstoffdioxidnachweis 
  
2g Calciumhydroxid werden in 1 Liter Wasser gelöst und danach filtriert. Bei der Verwendung von Nutsche und Wasserstrahlpumpe kann der Filtrationsprozess wesentlich beschleunigt werden.  
     
 
Kalkwasser herstellen
 
 
Herstellen von Kalkwasser mit Filterpapier und Trichter
 
    
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