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Glycin (Aminoethansäure)                         H2NCH2COOH
 
   
  
farblose Kristalle  
  
Vorkommen:  
in Eiweißen (nicht in der Milch), vielseitig im Stoffwechsel
RS-Sätze:   
S 22, 24/25  
Entsorgung: Restmüll  
  
   
  
MG: 75,067 g/mol  
Dichte: 1,161 g/cm3  
Zersetzungstemperatur: 290 °C  
Wasserlöslichkeit:  
bei 25 °C 250g/l
 
Eigenschaften:  
Die einfachste Aminosäure bildet farblose, süßlich schmeckende Kristalle, die in Wasser gut und in organischen Lösungsmitteln praktisch nicht löslich sind.  
   
  
Glycin besitzt wie die anderen Aminosäuren die Fähigkeit, sich sowohl als Säure als auch als Base verhalten zu können. Man bezeichnet solche Stoffe auch als Ampholyte. Sie können Protonen abgeben oder auch aufnehmen. Das Proton der COOH-Gruppe kann an das Stickstoff-Atom der Aminogruppe wandern, so dass sich ein "Zwitter-Ion" ausbildet. Dadurch wird das Verhalten als Ampholyt gewährleistet:  
  
 
Herstellung:  
Die erste Glycinsynthese wurde von Braconnot im Jahre 1819 durchgeführt. Es stellte es durch das Kochen von Leim mit verdünnter Schwefelsäure her. Auf diese Reaktion geht der veraltete Name Glykokoll zurück, was soviel bedeutet wie Süßleim. Glycin tritt auch immer dann auf, wenn Eiweißstoffe gespalten werden. Heute gewinnt man das Glycin aus Chloressigsäure und Ammoniak 
  
 
  
Eine andere Synthesemöglichkeit ergibt sich durch die "Strecker-Synthese", bei der Umsetzung von Formaldehyd mit Blausäure und Ammoniak.
 
Verwendung:  
Im Labor Bestandteil von Pufferlösungen; als Geschmacksstoff in Lebensmitteln; in der Medizin bei Magenübersäuerung oder Muskelkrankheiten.
 
 
Synonyme (deutsch)
Bezeichnung nach IUPAC
Synonyme (engl.)
engl. Bez. nach IUPAC
CAS-
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Glycin, Glykokoll
Aminoethansäure
Glycine
Aminoethanoic acid
56-40-6
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