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O brandfördernd
C ätzend klare Flüssigkeit natürliche Vorkommen: bei Enzymreaktionen der Lebewesen |
RS-Sätze:
R 22, 41 S 17, 26, 28.1, 45, 36/37/39 Entsorgung: G 4 MAK: 1 ml/m3 MG (reines H2O2): 34,015 g/mol Dichte (30%-ige Lösg.): 1,12 g/cm3 Schmelztemperatur (rein): -0,43 °C Siedetemperatur (rein): 150,2 °C Wasserlöslichkeit (sauer): in jedem Verhältnis mischbar |
| Eigenschaften:
Reines, wasserfreies Wasserstoffperoxid ist eine wasserklare Flüssigkeit, die bei Erwärmung und vor allem in Anwesenheit von Schwermetall-Verunreinigungen spontan explodieren kann. Aufgrund dieser Eigenschaft wird sie im Handel mit Wasser verdünnt angeboten. Die handelsübliche 30%-ige Lösung zerfällt unter Licht- und Wärmeeinwirkung in Gegenwart geringfügiger Verunreinigungen, z.B. von Staub, oder von Laugen zu Wasser und Sauerstoff: 2 H2O2 Durch Katalysatoren wird der Zerfall ebenfalls beschleunigt. Daher werden bei der im Handel erhältlichen Flüssigkeit Stabilisatoren wie Natriumphosphat oder Phosphorsäure zugesetzt, die diesen Zerfall verhindern. Auf Kaliumpermanganat und Chlorkalk wirkt es reduzierend, die meisten anderen Stoffe werden durch Wasserstoffperoxid oxidiert, z.B. Schweflige Säure zu Schwefelsäure oder Alkohole zu Aldehyden. Gibt man Mangan(IV)-oxid zu Wasserstoffperoxid, wird dieses unter Sauerstoffabgabe zersetzt. Das Mangan(IV)-oxid wirkt dabei als Katalysator: |
| Herstellung:
Die erstmalige Synthese gelang dem französischen Chemiker Louis-Jacques Thénard im Jahre 1818 als er Bariumperoxid mit Schwefelsäure versetzte: BaO2 + H2SO4 -----> BaSO4 + H2O2 Heute wird Wasserstoffperoxid in der Technik nach dem Anthrachinonverfahren hergestellt. |
| Verwendung:
Zur Herstellung von Waschmitteln (sauerstoffaktive Perborate zum Bleichen); zum Bleichen von Papier, Zellstoff, Holz, Textilien und zum "Blondieren" von Haaren; als Rohstoff für weitere Produkte wie Glycerin, Weichmacher, Peroxide und Epoxide; zur Abwasser- und Trinkwasserreinigung, auch in Schwimmbädern; in der Medizin als Desinfektionsmittel; früher auch als Raketentreibstoff, z.B. in der V2-Rakete; als U-Boot-Treibstoff oder zur Herstellung des Explosivstoffs Acetonperoxid (Handelsname des Sprengstoffs: TATP). |
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| Hinweis: Unstabilisiertes Wasserstoffperoxid neigt zur spontanen Explosion. Dies ist im Labor des Autors vor einiger Zeit passiert. Die Flasche wurde dabei vollständig pulverisiert. Daher sollte im Schullabor nur die stabilisierte, 30%ige Wasserstoffperoxidlösung verwendet werden. Die Aufbewahrung erfolgt in einer braunen Flasche an einem lichtgeschützten und kühlen Ort. Für Schülerversuche sollte nur die 3%ige Lösung verwendet werden. |
| Copyright: T. Seilnacht |