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weißes, kristallines Pulver |
RS-Sätze: --
Entsorgung: G 4 MG: 166,003 g/mol Dichte: 3,12 g/cm3 Schmelztemperatur: 661°C Wasserlöslichkeit (neutral): bei 20°C 1440g/l, bei 100°C 2090g/l Andere Löslichkeiten: wenig in Alkohol |
| Eigenschaften:
Das weiße, ungiftige und salzartig schmeckende Kaliumiodid löst sich sehr leicht in Wasser unter Abkühlung. An der Luft zersetzt es sich allmählich unter Lichteinwirkung. Dabei färbt es sich gelb und es entsteht Iod. Iod löst sich in Kaliumiodidlösung unter Bildung von Iod-Kaliumiodidlösung (KI3 = Polyiodid). Diese Reagenz dient zum Nachweis von Stärke, wenn sie sich blau verfärbt. (>Beschreibung des Nachweises). |
| Herstellung:
Die technische Herstellung erfolgt durch Reduktion von Kaliumiodat oder durch die Neutralisation von Iodwasserstoffsäure mit Kalilauge. Im Labor kann man es durch die Reaktion von Eisen(II)iodid mit Pottasche bei höherer Temperatur gewinnen. Das Eisen(II)-jodid kann durch die Reaktion von Eisenspänen mit Iod erhalten werden: I.) Fe + I2 -----> FeI2 DHR = -125,4 kJ/mol II.) H2O + FeI2 + K2CO3 -----> Fe(OH)2 + CO2 + KI Das ebenfalls entstehende Eisenhydroxid setzt sich am Boden ab. Die Lösung wird abdekantiert und ein Teil des Wassers aus der Lösung abgedampft. Aus der eingeengten Lösung scheiden sich beim Stehenlassen die Kaliumiodidkristalle aus. Eine andere Möglichkeit der Synthese wäre die Reaktion von Kalilauge mit Iod: 6KOH + 3I2 -----> 5KI + KIO3 + 3H2O Das dabei gleichzeitig entstehende Kaliumiodat kann durch Glühen mit Kohle reduziert werden: 2KIO3 + 3C -----> 2KI + 3CO2 |
| Verwendung:
Im Labor zur Herstellung von Iod-Kaliumiodid-Stärkenachweispapier oder als vielseitige Reagenz in der analytischen Chemie beispielsweise in der Maßanalyse zur Bestimmung des Sauerstoffgehalts in Gewässern; zur Iodierung von Speisesalz; zur Herstellung anderer Iodverbindungen wie Silberiodid; in der Medizin und in der Futterindustrie als Iodpräparat. Bei Strahlenunfällen wird Kaliumiodid
in Form von Tabletten auf behördliche Anordnung verabreicht. In der
Schweiz werden die Iod-Tabletten an die Bevölkerung im Umkreis von
20km der Atomkraftwerke abgegeben. Das Kaliumiodid reichert sich in den
Schilddrüsen an und verhindert damit die Aufnahme von radioaktiven
Iod- und Cäsium-Verbindungen.
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