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gesundheitsschädlich schwarzes, metallisch glänzendes Pulver natürliches Vorkommen: als Pyrolusit (Mineral) |
RS-Sätze:
R 20/22 S 25 Entsorgung: G 4 MAK: 0,5mg/m3 MG: 86,937 g/mol Dichte: 5,08 g/cm3 Wasserlöslichkeit: unlöslich |
| Eigenschaften:
Mangan(IV)-oxid ist in Wasser nicht löslich und reagiert auch mit kalter Salpetersäure und kalter Schwefelsäure nicht. Beim starken Erhitzen entsteht Sauerstoff: 3 MnO2 ---535°C---> Mn3O4 + O2 Beim Erhitzen mit Schwefelsäure entsteht unter Abspaltung von Sauerstoff Mangan(II)-sulfat. Gibt man Mangan(IV)-oxid zu Wasserstoffperoxid, wird dieses unter Sauerstoffabgabe zersetzt. Das Mangan(IV)-oxid wirkt dabei als Katalysator: Mit Salzsäure reagiert Mangan(IV)-oxid unter Chlorentwicklung zu Mangan(II)-chlorid: MnO2 + 4 HCl -----> MnCl2 + Cl2 + 2 H2O Diese Reaktion kann im Labor zur Chlorgewinnung dienen. Mangan(IV)-oxid ist auch ein vielfältig eingesetztes, starkes Oxidationsmittel. |
| Herstellung:
Die Herstellung erfolgt durch das Mahlen von dem zu den Braunsteinen gehörenden Pyrolusit oder durch das Erhitzen von Mangan(II)-nitrat an der Luft auf über 500 °C: Mn(NO3)2 . 6 H2O -----> MnO2 + 2 NO2 + 6 H2O Das wichtigste technische Verfahren ist heute jedoch durch die Elektrolyse einer Mangan(II)-sulfatlösung zugänglich. Die zweiwertigen Manganionen oxidieren an der Anode zu dreiwertigem Mn3+, das sofort wieder zu Mn2+ und Mn4+ zerfällt (disproportioniert). An der Anode scheidet sich dabei Braunstein ab. |
| Verwendung:
Vielfältiges Oxidationsmittel in organischen Synthesen, z.B. bei der Oxidation von Anilin zu Hydrochinon; zur Entfärbung von Kohle- und Sulfidverunreinigungen bei der Glasherstellung (Braunstein = "Glasmacherseife"); in Taschenlampenbatterien ist die Graphit-Kathode in Mangan(IV)-oxid eingebettet: Das Mangan(IV)-oxid oxidiert den am Pluspol auftretenden Wasserstoff laufend zu Wasser; bei der Gasreinigung in Gasmasken; als Oxidationsmittel in Feuerwerkskörpern; als schwarzes Pigment (Manganschwarz). |
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