Taucht man einen Kupferstab
in eine Kupfer(II)salzlösung, gehen Kupfer-Ionen in Lösung, während
am Kupferstab die dabei gebildeten Elektronen verbleiben. Dadurch baut
sich ein elektrochemisches Potenzial auf. Dieses verhindert die weitere
Bildung von Kupfer-Ionen, nach einiger Zeit stellt sich ein Gleichgewicht
ein: Cu
Cu2+ + 2 e- In der Elektrochemie
wird ein solches Element, bestehend aus einer Kupferelektrode und der entsprechenden
Salzlösung, auch als Halbzelle bezeichnet (Cu/Cu2+). Das Gleichgewicht ist
von der Konzentration der Kupfer-Ionen in der Lösung und von der Temperatur
abhängig. Die Elektronen im Kupferstab bewirken einen Elektronendruck,
die Elektronen könnten mit Hilfe eines elektrischen Leiters abgeleitet
werden. Je besser ein Metall oxidierbar ist, umso mehr Ionen in der Lösung
werden gebildet und umso höher ist der Elektronendruck im Metallstab.
Bei einer Zn/Zn2+-Halbzelle ist der Elektronendruck im Zinkstab
daher höher als im Kupferstab. Verbindet man die beiden Halbzellen
(Cu/Cu2+und Zn/Zn2+) mit Hilfe einer elektrisch leitfähigen
Brücke, fließen Elektronen vom Zinkstab zum Kupferstab. Es entsteht
eine messbare, elektrische Spannung. Die absoluten Elektrodenpotenziale
der einzelnen Halbzellen können nicht gemessen werden, es benötigt
immer zwei Halbzellen. Um damit arbeiten zu
können, wurde als Bezugspunkt die Normal-Wasserstoffelektrode gewählt.
Eine Platinelektrode taucht in eine Säurelösung mit der Konzentration
von 1mol/l und wird von Wasserstoff bei einem Druck von 101,3 kPa umspült.
Diese Halbzelle erhält das festgelegte Elektrodenpotenzial von E0=
0,00 Volt. Das Normalpotenzial der
anderen Halbzellen wird immer relativ zur Normal-Wasserstoffelektrode gemessen.
Edle Metalle stehen in der Tabelle unterhalb der Normal-Wasserstoffelektrode,
sie lassen sich schwer oxidieren, sie geben wenig Ionen in die Lösung
ab und bilden in der Elektrode einen niedrigen Elektronendruck aus. Die
nachfolgende Tabelle enthält eine Auswahl an Metall-Metallsalz-Halbzellen
mit der Normal-Wasserstoffelektrode als Bezugspunkt: