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| Eigenschaften:
Rhodium ist ein silberweiß glänzendes Metall, das härter als Gold, Silber oder Platin, aber nicht ganz so hart wie Iridium ist. Es lässt sich gut dehnen und hämmern. Es sind zwei Modifikationen bekannt. Bei hohen Temperaturen geht das kubisch raumzentrierte a-Rhodium in kubisch flächenzentriertes b-Rhodium über. Aufgrund seines guten Reflexionsvermögens und seiner chemischen Beständigkeit wird es zum Beschichten hochwertiger Spiegel eingesetzt. Rhodium ist nach Iridium das beständigste Platinmetall. Kompaktes Rhodium ist gegen alle Säuren, einschließlich Königswasser, beständig. Nur in fein verteilter Form löst es sich in Königswasser. Zur Verarbeitung kann es in Cyanid- oder Sodaschmelzen aufgeschlossen werden. Oberhalb von 600°C bei Rotglut reagiert es mit reinem Sauerstoff zu Rhodium(III)-oxid: 4 Rh + 3 O2 -----> 2 Rh2O3 DHR = -594 kJ/mol Mit Chlor bildet sich Rhodium(II)-chlorid: 2 Rh + 3 Cl2 -----> 2 RhCl3 Schmilzt man Rhodium, löst es Sauerstoff, der beim Erstarren wieder abgegeben wird. Rhodiumverbindungen sind meistens rote, bis dunkelrot-schwarze Salze, die im Wasser nicht löslich sind. |
| Vorkommen:
Das Metall ist ein sehr seltenes Element und steht in der Elementhäufigkeit mit einem Anteil von 1 x 10-7% an 80. Stelle. Es steht zwischen Rhenium und Iridium. Das Element tritt fast immer zusammen mit Platin auf, allerdings nur in sehr geringen Mengen (Näheres siehe unter Platin). |
| Geschichtliches:
Im Jahre 1803 entdeckte der englische Chemiker William Hyde Wollaston (1766-1828) das Element in den im Königswasser unlöslichen Rückständen aus der Platinaufbereitung. Nach einer Abtrennung der bis dahin bekannten Platinmetalle erhielt Wollaston nach der Zugabe von Alkohol rote Kristalle von Ammonium-Hexachlororhodat(III). Durch nachfolgendes Glühen im Wasserstoffstrom isolierte er das neue Metall. Das neue Element erhielt seinen Namen nach der rosenroten Farbe seiner Verbindungen in Anlehnung an das griechische Wort rhódon ("Rose"). Das chemische Symbol Rh schlug J.J. Berzelius im Jahre 1814 vor. |
| Herstellung:
Nach der Behandlung des Rohplatins mit Königswasser gehen Platin und Palladium in Lösung während die anderen Platinmetalle im unlöslichen Rückstand verbleiben. Durch verschiedene komplizierte Arbeitsschritte und nach der Abtrennung der anderen Platinmetalle erhält man zunächst Rhodiumsulfat (Rh(SO4)2 ,siehe Fließschema), das danach durch mehrere Arbeitsschritte in das tiefrote Ammonium-Hexachlororhodat(III) überführt wird, aus dem man durch Glühen im Wasserstoffstrom Rhodium gewinnen kann. ![]() |
| Verwendung:
Der Großteil des Rhodiums dient zur Herstellung des Platin-Rhodium-Katalysators für die Salpetersäuregewinnung nach dem Ostwald-Verfahren. Rhodium-Katalysatoren finden auch in Autokatalysatoren Verwendung. Aufgrund seines hohen Reflexionsvermögens und seiner chemischen Beständigkeit wird das Edelmetall zum galvanischen Rhodinieren von Spiegeln, z.B. für Zahnarztspiegel, OP-Leuchten oder Spiegelteleskope, verwendet. Gelegentlich werden auch Uhrengehäuse, Schmuck oder Füllfederhalter rhodiniert. Auch Ringe aus Weißgold erhalten meistens einen galvanischen Überzug aus Rhodium. |
| Copyright: Thomas Seilnacht |