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| Ruthenium
ist ein silbergrau bis mattgrau glänzendes Metall, das sehr hart ist
und eine sehr hohe Schmelztemperatur besitzt. Ruthenium ist wie alle anderen
Platinmetalle sehr reaktionsträge und reagiert in Abwesenheit von
Luftsauerstoff auch mit keiner Säure. Gibt man aber Luft dazu, wird
es bereits von Salzsäure angegriffen.
Beim Erhitzen an der Luft auf über 800°C bildet es eine Oxidschicht
und läuft schwarz an. Bei noch höheren Temperaturen reagiert
es mit reinem Sauerstoff zu Ruthenium(IV)-oxid:
Ru + O2 Beim weiteren Erhitzen oxidiert dieses zu dem flüchtigen und sehr toxischen Ruthenium(VIII)-oxid: RuO2 + O2 Mit Chlor reagiert Ruthenium zu Ruthenium(III)-chlorid: 2 Ru + 3 Cl2 Das Metall kann erhebliche Mengen an Wasserstoff absorbieren, es eignet sich daher als Katalysator für die Ammoniaksynthese. |
| Feinverteiltes Ruthenium (oder das Oxid) gelangt zusammen mit Platinstäuben aus dem Autokatalysator in die Umwelt. Außerdem ist es in Dentallegierungen enthalten. Da Ruthenium ein relativ seltenes Element ist und nur in Spuren eingesetzt wird, sind keine Wirkungen bekannt oder es liegen für eine toxikologische Beurteilung zu wenig Daten vor. Ruthenium(VIII)-oxid ist ähnlich giftig wie Osmium(VIII)-oxid. |
Das
Metall ist ein sehr seltenes Element und steht in der Elementhäufigkeit
mit einem Anteil von 2 x 10-6%
an 71. Stelle noch vor Gold und Platin.
Das Element tritt fast immer zusammen mit Platin auf, allerdings nur in
sehr geringen Mengen. Auch das Rutheniummineral Laurit (RuS2)
kommt nur sehr selten vor.
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| Ruthenium kann nach dem klassischen Prozess durch eine Reihe von Schmelz- und Auflösungsprozessen hergestellt werden. Effizienter ist aber das moderne Verfahren mit Hilfe der Solvent-Extraktion (Beschreibung der beiden Verfahren siehe Herstellung von Platin). |
Ruthenium
dient als Legierungsbestandteil in Platinmetallen
zur Erhöhung der Härte. In Titanlegierungen
verbessert die Zugabe von 0,1% Ruthenium die Korrosionsbeständigkeit
um das Hundertfache. Ruthenium und Rutheniumdioxid werden auch als Katalysatoren
in chemisch-technischen Verfahren und im Autokatalysator
eingesetzt.
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| Copyright: Thomas Seilnacht |