Osmium Rhodium  Periodensystem Meitnerium Platin
 
Iridium                                               77Ir
engl. iridium; griech. iris ("Regenbogen") 
 
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Iridium ist ein silberweiß glänzendes Metall
von großer Härte und Sprödigkeit
relat. Atommasse:  
Ordnungszahl:  
Schmelzpunkt:  
Siedepunkt:  
Oxidationszahlen:  
Dichte:   
Härte (Mohs):  
Elektronegativität:  
Atomradius:  
Elektronenkonfig.:  
natürl. Häufigkeit:  
   
   
   
 
192,217   
77  
2446 °C   
4428 °C   
6, 5, 4, 3, 2, 1, 0, -1  
22,65 g/cm³  
7  
2,20 (Pauling)   
135,7 pm  
[Xe]4f145d76s2  
Ir-191  37,3%  
Ir-193  62,7%  
   
   
 
 
 
Eigenschaften:   
Reines Iridium ist ein silberweiß glänzendes Edelmetall von großer Härte und Sprödigkeit. Es ist das Element mit der höchsten Dichte und ist noch schwerer als Osmium und Platin. Sein Schmelzpunkt ist sehr hoch und die elektrische Leitfähigkeit ist wie die Wärmeleitfähigkeit relativ gut. Bei sehr tiefen Temperaturen zeigt Iridium Supraleitfähigkeit.  
   
Iridium ist das am wenigsten reaktionsfähigste Platinmetall. Es ist an der Luft beständig und wird von keiner Säure, auch nicht von Königswasser, angegriffen. Iridiumpulver reagiert bei Rotglut mit reinem Sauerstoff unter Bildung von schwarzem Iridium(IV)-oxid:  
  
Ir  +  O ----->  IrO2   DHR = -274 kJ/mol  
  
Mit Chlor reagiert es zu olivgrünem Iridium(III)-chlorid oder zu braunem Iridium(IV)-chlorid:  
  
2 Ir  +  Cl2  ----->  2 IrCl3   
Ir  +  2 Cl2  ----->  IrCl4   
  
Mit Fluor bildet sich gelbes, leicht flüchtiges Iridium(VI)-fluorid. Aus diesem kann gelbgrünes Iridium(V)-fluorid entstehen. Viele Iridiumsalze sind farbig. 
 
 
Vorkommen:   
Das Metall steht in der Elementhäufigkeit mit einem Anteil von 1 x 10-7 % an 81. Stelle und ist damit seltener als Gold und Platin. In der Natur kommt es elementar im gediegenen Zustand vor und findet sich selten in Form von kleinen runden Körnern. Meist tritt es in Begleitung des Platins auf und kommt zusammen mit Osmium in dem Mineral Iridosmium (55-80% Osmium und 20-45% Iridium) vor. Wichtige Vorkommen liegen in Witwatersrand/Südafrika, im Ural, in Nord- und Südamerika, in Tasmanien, in Borneo und in Japan.  
   
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Platin ist stets mit anderen Platinmetallen verunreinigt, z.B. auch mit Iridium
 
 
Geschichtliches:   
Im Jahre 1804 entdeckte der britische Chemiker Smithson Tennant (1761-1815) in London das Iridium zusammen mit dem Osmium. Er untersuchte die beim Lösen der Platinerze im Königswasser erhaltenen unlöslichen Rückstände und konnte dabei die beiden Elemente isolieren. Aufgrund der farbigen Salze des Iridiums benannte er das neue Element nach dem griechischen Wort iris ("Regenbogen"). Das chemische Symbol Ir schlug J.J. Berzelius im Jahre 1814 vor. 
 
 
Herstellung:   
Iridium fällt zusammen mit den anderen Platinmetallen bei der Platinherstellung an. Nach einer Behandlung des Platins mit Königswasser findet sich Ruthenium, Osmium, Rhodium und Iridium, sowie Silber im unlöslichen Rückstand. Die anderen Platinmetalle können nach der Abtrennung des Silbers durch Zugabe von Natriumperoxid und Wasser zu wasserlöslichen Salzen umgewandelt werden, während sich ein unlöslicher Rückstand von Iridium(IV)-oxid bildet. Dieses zerfällt beim Glühen in Iridium und Sauerstoff.  
    
   
 
Fließschema zur Herstellung der Platinmetalle aus dem unlöslichen Rückstand (nach Binder)
 
 
Verwendung:   
Platin-Iridium-Legierungen mit 20-30% Iridiumanteil werden aufgrund ihrer großen Härte und Korrosionsbeständigkeit in Spitzen von Füllfederhaltern, in Injektionsnadeln, in chirurgischen Instrumenten, in Labortiegeln, in elektrischen Schaltkontakten, in Zündkerzen für Flugzeugmotoren oder in Schmuck eingesetzt. Das Urmeter und das Urkilogramm, die beide in Sévres bei Paris aufbewahrt werden, enthalten eine Legierung aus 90% Platin und 10% Iridium.   
   
 
Das sehr harte Iridium findet sich als Legierung in Füllfederspitzen
und wird zur UV-Beschichtung von hochwertigen Gläsern verwendet
 
 
 
 Copyright: Thomas Seilnacht