Saccharose C12H22O11
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Weiße Kristalle
Vorkommen
Früchte, Pflanzensäfte,
Zuckerrüben, Zuckerrohr |
Molmasse
342,296 g/mol
AGW
keine Angaben
Dichte
1,5805 g/cm3
Zersetzung
+185,5 °C
Wasserlöslichkeit
Konz. bei 20 °C ca.
2000 g/l
Explosionsgrz.
min. 30 g/cm3 (Luft)
Zündpunkt
+350 °C |
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- |
Entsorgung
Hausmüll |
| Etikett
drucken |
Deutsche Bezeichnung
Synonyme (deutsch) |
Englische Bezeichnung
Synonyme (engl.) |
| CAS
57-50-1 |
Saccharose
Rohrzucker, Rübenzucker,
Zucker |
Saccharose
Sucrose, Sugar |
Eigenschaften
Rohrzucker bildet weiße,
süß schmeckende Kristalle, die in Wasser sehr gut löslich
sind. Das Kohlenhydrat
gehört zur Familie der Zweifachzucker (Disaccharide).
Brauner, ungereinigter
Rohrzucker
Oberhalb von 160 °C
zersetzt er sich unter Braunfärbung und bildet Karamel, das charakteristische
Aromastoffe und Zersetzungsprodukte wie Maltol enthält. Die wässrige
Lösung des Karamels heißt "Zuckerlikör". Sie wird zum Färben
von Lebensmitteln verwendet, z.B. von Bier, Rum, Likör oder Bonbons.
Konzentrierte Schwefelsäure dehydratisiert
Rohrzucker, wobei sich reiner Kohlenstoff bildet (Bild).
Rohrzucker reduziert Fehlingsche Reagenz
im Gegensatz zur Glucose und zur Fructose
nicht.
Durch verdünnte
Säuren, biespielsweise mit Salzsäure,
wird der Zweifachzucker Saccharose in die Einfachzucker Fructose
und Glucose aufgespalten. Bei der Verdauung
geschieht dieser Prozess mit Hilfe des Enzyms Invertase:
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1 Zweifachzucker
(Disaccharid)
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2 Einfachzucker
(Monosaccharid)
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Ein übermäßiger
Konsum von Rohrzucker ist für Karies verantwortlich. Speichel und
Abbauprodukte der Nahrungsmittel bilden einen Zahnbelag (Plaque), der für
die Mundbakterien einen optimalen Nährboden bietet. Diese bauen den
Zucker zu organischen Säuren um, die den Zahnschmelz und im fortgeschrittenen
Stadium auch das darunter liegende weiche Zahnbein angreifen. Nach jeder
Zuckerzufuhr steigt die Säureproduktion der Plaquebakterien um ein
Vielfaches an. Häufiges Zähneputzen beugt Karies bedingt vor,
da der Plaquebelag wieder entfernt wird.
Ein übermäßiger
Kohlenhydratkonsum kann auch zu Übergewicht führen. Überschüssiger
Zucker wird im Körper zu Fett umgebaut, das sich als Reservestoff
im Gewebe einlagert. |
Herstellung
Die Zuckerrübe ist
eine zweijährige Pflanze, die im ersten Jahr einen Zuckervorrat anlegt,
der im 2. Jahr der blühenden Pflanze als Nahrung dient. Die Rübe
enthält einen Rohrzuckeranteil von etwa 17-20%. Die Zuckergewinnung
erfolgt aus Schnitzeln der Zuckerrübe, die mit Wasser extrahiert werden.
Das Extrakt wird danach mit Calciumoxid versetzt,
um die Pflanzensäuren wie Oxalsäure
oder Weinsäure und die Eiweißstoffe
auszufällen. Der überschüssige Kalk wird durch das Einleiten
von Kohlenstoffdioxid ausgeschieden. Durch das
nachfolgende Abdampfen des Wassers aus der Zuckerlösung im Vakuum
erhält man eine sirupartige Lösung. Der auskristallisierende
Rohrzucker wird durch Zentrifugieren vom zurückbleibenden, braunen
Sirup abgetrennt. Der Rückstand, die Melasse, kommt als Viehfutter
zum Einsatz oder wird für die alkoholische Gärung verwendet.
Eine Reinigung des Rohrzuckers (Raffination) erfolgt durch Umkristallisieren,
Filtrieren und durch Eindampfen im Vakuum.
Zuckerrüben
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Zuckerrohr
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Aus Zuckerrohr, einem
4-6cm dicken Gras, wird der Rohrzucker durch Auspressen des Pflanzensafts
gewonnen. Der Rückstand dient zur Herstellung von Papier oder Pappe. |
Verwendung
Rohrzucker wird in der
Nahrungszubereitung vielfältig eingesetzt. Saccharose dient in der
chemischen Industrie zur Synthese vieler Verbindungen, beispielsweise zur
Herstellung von Ethanol (alkoholische Gärung),
Glycerin, Waschmitteln, Kunststoffen,
Sprengstoffen (Zuckernitrat) und alternativen Treibstoffen.
Rohrzuckerhaltige Nahrungsmittel
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