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 Rohrzucker (Saccharose)                                C12H22O11
 
  
weiße  
Kristalle
   
  
Vorkommen:  
in vielen Früchten und Pflanzensäften  
(z.B. in Zuckerrüben oder im Zuckerrohr)
RSE-Sätze: --  
  
MG: 342,296 g/mol  
Dichte:  
1,5805 g/cm3  
Schmelztemperatur:  
185,5 °C  
Wasserlöslichkeit:  
bei 25 °C 2000 g/l  
andere Löslichk.:  
Ethanol (gering)
 
Eigenschaften:  
Rohrzucker bildet weiße, süß schmeckende Kristalle, die in Wasser sehr gut löslich sind. Das Kohlenhydrat gehört zur Familie der Zweifachzucker (Disaccharide).  
  
 
Brauner, ungereinigter Rohrzucker
  
Oberhalb von 160 °C zersetzt er sich unter Braunfärbung und bildet Karamel, das charakteristische Aromastoffe und Zersetzungsprodukte wie Maltol enthält. Die wässrige Lösung des Karamels heißt "Zuckerlikör". Sie wird zum Färben von Lebensmitteln verwendet, z.B. von Bier, Rum, Likör oder Bonbons. Konzentrierte Schwefelsäure dehydratisiert Rohrzucker, wobei sich reiner Kohlenstoff bildet (Bild). Rohrzucker reduziert Fehlingsche Reagenz im Gegensatz zur Glucose und zur Fructose nicht.  
  
Durch verdünnten Säuren, z.B. mit Salzsäure, wird der Zweifachzucker Saccharose in die Einfachzucker Fructose und Glucose aufgespalten. Bei der Verdauung geschieht dieser Prozess mit Hilfe des Enzyms Invertase:  
  
 
 
 
Zweifachzucker (Disaccharid)
 2 Einfachzucker (Monosaccharid)
  
Ein übermäßiger Konsum von Rohrzucker ist für Karies verantwortlich. Speichel und Abbauprodukte der Nahrungsmittel bilden einen Zahnbelag (Plaque), der für die Mundbakterien einen optimalen Nährboden bietet. Diese bauen den Zucker zu organischen Säuren um, die den Zahnschmelz und im fortgeschrittenen Stadium auch das darunter liegende weiche Zahnbein angreifen. Nach jeder Zuckerzufuhr steigt die Säureproduktion der Plaquebakterien um ein Vielfaches an. Häufiges Zähneputzen beugt Karies bedingt vor, da der Plaquebelag wieder entfernt wird.  
  
Ein übermäßiger Kohlenhydratkonsum kann auch zu Übergewicht führen. Überschüssiger Zucker wird im Körper zu Fett umgebaut, das sich als Reservestoff im Gewebe einlagert.
 
Herstellung:  
Die Zuckerrübe ist eine zweijährige Pflanze, die im ersten Jahr einen Zuckervorrat anlegt, der im 2. Jahr der blühenden Pflanze als Nahrung dient. Die Rübe enthält einen Rohrzuckeranteil von etwa 17-20%. Die Zuckergewinnung erfolgt aus Schnitzeln der Zuckerrübe, die mit Wasser extrahiert werden. Das Extrakt wird danach mit Calciumoxid versetzt, um die Pflanzensäuren wie Oxalsäure oder Weinsäure und die Eiweißstoffe auszufällen. Der überschüssige Kalk wird durch das Einleiten von Kohlenstoffdioxid ausgeschieden. Durch das nachfolgende Abdampfen des Wassers aus der Zuckerlösung im Vakuum erhält man eine sirupartige Lösung. Der auskristallisierende Rohrzucker wird durch Zentrifugieren vom zurückbleibenden, braunen Sirup abgetrennt. Der Rückstand, die Melasse, kommt als Viehfutter zum Einsatz oder wird für die alkoholische Gärung verwendet. Eine Reinigung des Rohrzuckers (Raffination) erfolgt durch Umkristallisieren, Filtrieren und durch Eindampfen im Vakuum.  
  
Aus Zuckerrohr, einem 4-6cm dicken Gras, wird der Rohrzucker durch Auspressen des Pflanzensafts gewonnen. Der Rückstand dient zur Herstellung von Papier oder Pappe.
 
Verwendung:  
In der Nahrungszubereitung vielfältig eingesetzt; zur Herstellung vieler chemischer Verbindungen, z.B. Ethanol (alkoholische Gärung), Glycerin, Waschmittel, Kunststoffe, Sprengstoffe (Zuckernitrat), auch zur Herstellung von alternativen Treibstoffen (Benzinersatz), u.v.a.. 
   
 
Zuckerhaltige Nahrungsmittel
 
 
Synonyme (deutsch)
deutsche Bezeichnung
Synonyme (engl.)
englische Bezeichnung
CAS-
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Rohrzucker, Rübenzucker, Zucker
Saccharose
Saccharose, Sugar
 Sucrose
57-50-1
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