Calciumoxid (gebrannter Kalk) CaO
Eigenschaften
Gebrannter Kalk setzt
sich mit Wasser unter starker Wärmeentwicklung zu Calciumhydroxid
um:
CaO + H2O
-----> Ca(OH)2 DHR
= -65 kJ/mol
Eine ähnlich heftige
Reaktion kann bei der Zugabe von Säuren, von Glycerin
und von einer Zuckerlösung beobachtet werden. In Ethanol ist Calciumoxid
nicht löslich. Aus der Luft zieht es Wasser und Kohlenstoffdioxid
an, so dass es allmählich in Calciumcarbonat
zerfällt. |
Verwendung
Der größte
Anteil an Calciumoxid wird zur Mörtelherstellung verarbeitet (siehe
Kalknutzung), aber auch bei der industriellen
Herstellung von künstlichen Kalksandsteinen wird Calciumoxid benötigt.
Calciumoxid ist als Lebensmittelzusatzstoff (E 526) zugelassen und fungiert
dort als Säureregulator. Im Labor eignet es sich als Trocknungsmittel
für Stoffe und als Absorptionsmittel
für Kohlenstoffdioxid. Da Calciumoxid mit
Wasser zu Calciumhydroxid reagiert, kann es
für die Zubereitung von Kalkwasser verwendet werden. Die chemische
Industrie benötigt es zur Herstellung anderer Calciumverbindungen
wie Calciumcarbid oder Chlorkalk. Bei der Metallgewinnung
wird es als Flotationshilfsmittel eingesetzt. Calciumoxid wird auch in
der Glas-, Papier-, Soda- und Zuckerfabrikation benötigt.
Alter Kalkofen bei
Marchtal im Allgäu
In einem solchen Ofen
gewann man früher gebrannten Kalk.
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