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 Fruchtzucker (D(-)-Fructose)                            C6H12O6
 
   
  
weiße  
Kristalle
   
  
Vorkommen:  
in Früchten (Honig, Äpfel, Pflaumen, usw.), Spuren im Blut, im Fruchtwasser und im Sperma
RS-Sätze:  
-- 
Entsorgung: Restmüll 
  
MG: 180,155 g/mol  
Dichte: 1,60 g/cm3  
Schmelztemperatur: 103 °C (Zersetzung)  
Wasserlöslichkeit:  
bei 20 °C 3750 g/l  
andere Löslichkeiten:  
Aceton, Ethanol
 
Eigenschaften:  
Fruchtzucker bildet weiße Kristalle, die süßer als Glucose schmecken und sehr gut in Wasser löslich sind. Aus wässriger Lösung ist er nur schwierig zur Kristallisation zu bringen, am besten gelingt es aus alkoholischen Lösungen. Das Kohlenhydrat Fruchtzucker gehört zur Familie der Einfachzucker (Monosaccharide), die in der Lage sind, andere Stoffe zu reduzieren. Daher reduziert er wie auch Glucose "Fehlingsche Lösung". Der Kupfer(II)-tartrat-Komplex in der Fehlingschen Lösung wird dabei zu unlöslichem Kupfer(I)-oxid reduziert, das als rotbrauner Niederschlag ausfällt. Mit Mehrfachzuckern fällt die Fehlingsche Probe negativ aus.  
  
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Beim Vorhandensein von Einfachzuckern fällt die >Fehlingprobe positiv aus
    
Aus einer ammoniakalischen Silbernitratlösung fällt im Reagenzglas bei der Zugabe von Fructose elementares Silber aus, das sich an der Reagenzglaswandung als Silberspiegel abscheidet. Fructose reduziert das Silbernitrat zu Silber.  
   
Alle Monosaccharide lassen sich mit Natriumboranat oder katalytisch mit Wasserstoff zu mehrwertigen Alkoholen reduzieren. Auf diese Art und Weise erhält man aus Fructose den Zuckerersatzstoff und sechswertigen Alkohol Sorbit:  
  
 
Die in den Apotheken erhältliche Sorbit-Lösung ist wie die Fructose als Süßstoff für Diabetiker geeignet. Beim Abbau von Fructose und Sorbit im menschlichen Körper wird kein Insulin benötigt. Allerdings steht die vermehrte Aufnahme von Fructose möglicherweise mit einem auftretenden Übergewicht in Verbindung. Rund ein Drittel der Menschen können die Fructose im Körper nur ungenügend abbauen. Daher ist eine fructosereiche Ernährung problematisch. 
    
 
In den Apotheken ist eine Sorbit-Lösung erhältlich,
für Diabetiker geeignet, für Menschen mit Fructoseintoleranz gefährlich
  
Ein relativ seltenes Phänomen ist die hereditäre Fructoseintoleranz. Bei diesen Menschen fehlt in der Leber ein Enzym, das die Fructose abbaut. Der erblich bedingte Defekt kommt mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:20000 in Europa vor. Beim Essen von Fruchtzucker treten Übelkeit, Kopfschmerzen und Verdauungsstörungen auf. Die Leber wird dabei geschädigt. Die Aufnahme einer hohen Dosis oder die längerfristige Einnahme von kleinen Mengen an Fruchtzucker kann tödlich enden. Menschen mit Fructoseintoleranz vertragen auch kein Sorbit. Sie dürfen lebenslang keine Fructose und vor allem auch keine Saccharose zu sich nehmen. Die Saccharose, die in fast jedem Gemüse und Obst enthalten ist, wird ja im Körper in einem ersten Schritt in Fructose und Glucose gespalten. Oft ist die Fructoseintoleranz mit einer Abneigung gegen Zucker und süße Stoffe verbunden. Diese in der Kindheit erlernte, natürliche Abneigungsreaktion schützt den Körper vor der Zuckeraufnahme. Süße Speisen werden dann nicht als süß, sondern mit einem äußerst abscheulichen und widerwärtigen Geschmack verbunden. Ein besonderes Merkmal bei diesen Menschen ist ihr intaktes und kariesfreies Gebiss.
 
Herstellung:  
Die Gewinnung von reiner Fructose erfolgt aus Inulin, einem Reserve-Kohlenhydrat, das sich in Artischocken oder in Löwenzahnwurzeln befindet. Inulin ist ein Polyfructosan, in dessen Molekülen mindestens 30 Fructoseringe kettenförmig miteinander verbunden sind. Mit Hilfe von Säuren oder Enzymen wird das Inulin fast vollständig zu Fructose abgebaut.  
  
Eine andere Herstellungsmöglichkeit wäre die Spaltung des Zweifachzuckers Saccharose (Rohrzucker) in je ein Molekül Fructose und Glucose mit Hilfe des Enzyms Invertase. Dieser Vorgang findet ja auch bei der Verdauung statt. Die Abtrennung der beiden entstehenden Einfachzucker gestaltet sich jedoch als schwierig, so dass dieses Verfahren nicht wirtschaftlich ist.  
  
 
Das Saccharosemolekül ist aus einem Glucose- und einem Fructosering aufgebaut.
 
Verwendung:  
Wichtiger Zuckerersatzstoff bei Diabetes; in der chemischen Technik nur geringe Bedeutung. 
  
 
Fruchtzucker und Traubenzucker unterscheiden sich äußerlich kaum
 
 
Synonyme (deutsch)
deutsche Bezeichnung
Synonyme (engl.)
englische Bezeichnung
CAS-
Nummer
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Fruchtzucker, Laevulose
D(-)-Fructose
b-Levulose
 b-D-Fructose
53188-23-1
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