![]() Bei der Verbrennung von Benzin mit Luft im Motor des Autos entstehen Abgase. Im Vergaser wird das Benzin mit Luft zu einem geeigneten, zündfähigen Gemisch vermengt. In einem zylindrischen Hohlraum des Motors, dem Zylinder, wird das Benzin-Luft-Gemisch mit Hilfe einer Zündkerze, die einen Zündfunken erzeugt, zur Zündung gebracht. ![]() ![]() Bei der Verbrennung des Benzin-Luft-Gemisches
in den Zylindern des Motors entstehen gasförmige Verbrennungsprodukte.
Benzin besteht aus einem Stoffgemisch organischer Stoffe, welche aus Erdöl
gewonnen werden. Das Erdöl ist im Laufe von Millionen von Jahren aus
ehemaligen Pflanzenresten tief im Innern der Erde entstanden ("fossile
Brennstoffe") (Grafik). Organische Stoffe enthalten
immer chemisch gebundene Kohlenstoffatome. Diese oxidieren bei der Verbrennung
von Benzin, bzw. bei der Oxidation mit Sauerstoff,
zu Kohlenstoffoxiden. Es können dabei zwei Kohlenstoffoxide entstehen,
Kohlenstoffdioxid (CO2) und
Kohlenstoffmonooxid (CO). Bei der Verbrennung
von Benzin im Motor des Autos entstehen sehr hohe Temperaturen. Dadurch
verbrennt der in der Luft enthaltene Stickstoff
mit dem Sauerstoff zu Stickstoffoxid. Es können
mehrere Stickstoffoxide entstehen, beispielsweise Stickstoffmonooxid (NO),
Stickstoffdioxid (NO2) oder
Distickstofftetraoxid: N2O4. Das Gemisch dieser Stickstoffoxide
wird als NOx bezeichnet
Das Kohlenstoffdioxid ist relativ ungiftig. Es entsteht bei allen Verbrennungen von organischen Stoffen, auch bei der Verbrennung von Zucker in der Muskulatur der Lebewesen. Wir atmen Sauerstoff ein und atmen Kohlenstoffdioxid aus. Dieses Gas bildet in der Erdatmosphäre eine Treibhausglocke und verhindert, dass die Wärme der Sonne wieder in das Weltall entweicht. Durch die rücksichtslose Verfeuerung der fossilen Brennstoffe entstehen riesige Mengen von Kohlendioxid, der natürliche Treibhauseffekt wird verstärkt, die Erdatmosphäre erwärmt sich und führt zu einer Klimakatastrophe, welche sich bereits durch das Abschmelzen des Eises an den Polen und durch verheerende Überschwemmungen ankündigt. Kohlenstoffmonooxid
entsteht bei der unvollständigen
Verbrennung von Benzin, besonders bei Kraftfahrzeugen nach dem Start und
im Leerlauf. Es ist ein farb- und geruchloses, aber hochgiftiges Gas und
wirkt schon in kleinsten Mengen tödlich, da es als Atemgift den Sauerstofftransport
im Blut behindert. Vor allem Verkehrspolizisten und Raucher weisen im Blut
hohe Kohlenstoffmonooxidgehalte auf.
In den Autoabgasen befinden sich neben den Verbrennungsprodukten unverbrannte Bestandteile des Benzins, wie das krebserregende Benzol, ein sogenannter "Kohlenwasserstoff". Der Auto- und Schwerlastverkehr trägt
mit etwa 50 Prozent am meisten zur Luftverschmutzung mit Stickoxiden
bei. Zu bedenken ist, dass ein Liter Benzin 10000 Liter Abgase erzeugt!
Um den Ausstoß aller dieser Schadstoffe an die Umwelt und die damit
verbundenen Folgen zu verringern, wird ein Drei-Wege-Katalysator zwischen
Motor und Auspuffanlage montiert:
In der Chemie sind Katalysatoren Stoffe, welche chemische Reaktionen ermöglichen und sogar von selbst ablaufen lassen. Der Drei-Wege-Katalysator initiiert folgende drei chemischen Reaktionen in den Abgasen: 1.) Die Stickoxide werden zu Stickstoff
reduziert.
![]() Zwischen Motor und Katalysator befindet sich eine Lambdasonde. Diese testet den Gehalt an unverbranntem Sauerstoff in den Abgasen. Sauerstoff macht den Katalysator unwirksam. Stellt die Lambdasonde zuviel Sauerstoff in den Abgasen fest, drosselt sie über ein Steuersystem die Luftzufuhr im Vergaser. Sie regelt die Luftzufuhr im Vergaser so, dass immer genauso viel Luft im Motor vorhanden ist, wie zur Verbrennung des Benzins benötigt wird. Nur dann funktioniert der Vergaser optimal. Für ein einwandfreies Arbeiten des Autokatalysators ist das Tanken von bleifreiem Benzin notwendig. Bleistäube in den Abgasen machen Katalysatoren unwirksam und zerstören sie. Ein Drei-Wege-Katalysator vernichtet etwa 90 Prozent der Schadstoffe. Die Stickstoffoxidemissionen des Verkehrs sind seit 1990 leicht zurückgegangen. Dies ist auf den Katalysator zurückzuführen. Internetlinks |
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