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| In ein ganz sauberes
und fettfreies Reagenzglas werden 3ml Silbernitratlösung
0,1mol/l gegeben. Man tropft solange 10%ige Ammoniaklösung hinzu,
bis sich die anfangs entstehende Trübung wieder löst. Dann gibt
man eine Spatelspitze Glucose oder ein paar Tropfen eines Aldehyds hinzu
und erwärmt im Wasserbad auf 70°C. Nach kurzer Zeit oder nach
wenigen Minuten färbt sich die Lösung schwarz und die Reagenzglaswand
wird versilbert.
Theorie Reduzierend wirkende Stoffe reduzieren die Silber-Ionen in der ammoniakalische Silbernitratlösung zu elementarem Silber, das in kolloidaler Form ausfällt oder das Glas verspiegelt. Die Carbonyl-Gruppe eines Aldehyds oder eines Zuckers wird oxidiert, die Silber-Ionen werden reduziert: Die Probe verläuft nicht nur mit mit Aldehyden positiv, sondern auch mit Glucose, Fructose, Maltose und Lactose. Mit der Saccharose gelingt die Probe nicht (>Erläuterung). Sicherheitshinweis Ammoniakalische Silbernitratlösungen oder Reste aus der Probe dürfen auf gar keinen Fall aufbewahrt werden, da sich hierbei explosive Silbersalze bilden können. Reste müssen sofort nach dem Versuch vernichtet werden (>Entsorgung). Es darf nur mit kleinsten Mengen gearbeitet werden. Silbernitratlösung und Ammoniaklösung wirken ätzend. Das Tragen einer Schutzbrille ist obligatorisch. Nach der Arbeit sind die Hände gründlich zu waschen und der Arbeitsplatz ist mit viel Wasser zu reinigen! Silbersalzreste auf Kleidung oder Tischen führen unter Lichteinwirkung zu einer schwer entfernbaren, schwarzen Silberschicht. Diese kann nur mit Salpetersäure gereinigt werden. Textilien kann man nicht mehr reinigen, auf der Haut verschwindet die Schwärzung nach einigen Tagen von alleine. Herstellungsvorschrift Silbernitratlösung 0,1mol/l, Ammoniaklösung 10% |
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