Benzoesäure C6H5COOH
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Farblose, glänzende
Blättchen
Vorkommen
Harze und Beeren,
Heidelbeeren,
Preiselbeeren |
Molmasse
122,122 g/mol
AGW
keine Angaben
Dichte 1,2659
g/cm3
Schmelzpunkt
+122,35 °C
Siedepunkt
+249,2 °C
Wasserlöslichkeit
Konz. bei 25 °C 3,4
g/l
Explosionsgrz.
min. 15 Vol.-% (Luft)
Flammpunkt
+121 °C
Zündpunkt
+570 °C |
Piktogramme
GHS 07
Achtung |
Gefahrenklassen
+ Kategorie
Akute Toxizität oral
4
Schwere Augenschäd./-reizung
2 |
HP-Sätze
(siehe auch Hinweis)
H 302,
319 P
264.1, 280.3,
301+312, 305+351+338,
337+313
Entsorgung
G 3 |
| Etikett
drucken |
Deutsche Bezeichnung
Synonym (deutsch) |
Engl. Bezeichnung
Synonym (engl.) |
| CAS
65-85-0 |
Benzoesäure
Benzolcarbonsäure |
Benzoic acid
Benzene carboxylic acid |
Eigenschaften
Benzoesäure bildet
farblose, glänzende Blättchen oder nadelförmige Kristalle,
die in kaltem Wasser nur wenig, in warmem Wasser dagegen besser löslich
sind. Die Kristalle lösen sich auch in Ethylalkohol, Diethylether
und Aceton.
Die einfachste aromatische
Carbonsäure ist eine etwas stärkere
Säure als Essigsäure. Die Säure
wirkt stark bakterien- und pilztötend. Sie sublimiert ab 100°C
unter Abgabe schleimhautreizender Dämpfe. An der Luft ist sie relativ
beständig. Beim Erhitzen zersetzt sich Benzoesäure erst oberhalb
von 370°C in Benzol und Kohlenstoffdioxid.
Die Salze der Benzoesäure heißen Benzoate.
Beim Erhitzen mit Natriumhydroxid
kann man aus Benzoesäure Benzol herstellen (Versuch).
Mit Methylalkohol lässt sich Benzoesäure
bei Gegenwart von konzentrierter Schwefelsäure
verestern. Die Benzoesäureester finden eine vielfältige Anwendung
als wohlriechende Aromastoffe in der Parfümindustrie. Viele Veresterungen
von Benzoesäure gelingen allerdings erst mit Benzoylchlorid.
Durch eine Destillation
mit Phosphor(V)-chlorid oder mit Thionylchlorid erhält man das Benzoylchlorid,
eine farblose, stechend riechende Flüssigkeit, die immer dann benötigt
wird, wenn die Benzoylgruppe in Alkohole, Phenole oder Amine eingeführt
werden soll:
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Beim Schütteln von
Benzoylchlorid mit Wasserstoffperoxid bildet
sich Dibenzoylperoxid, ein explosives Salz, das zum Bleichen und vor allem
bei der Herstellung von Kunststoffen als Starter bei Polymerisationen verwendet
wird:
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Herstellung
Beim Erhitzen von Benzoeharz
sublimiert die Benzoesäure und man erhält die hustenreizenden
Dämpfe. Das Harz stammt von einer Baumart (Siam-Benzoe und Sumatra-Benzoe),
die in Indonesien beheimatet ist. Im Labor und in der Technik erfolgt die
Herstellung durch eine Oxidation von Toluol
mit Braunstein und Schwefelsäure
in Gegenwart von Mangannaphthenat:
Als Oxidationsmittel
würden sich zur Oxidation von Toluol auch Kaliumpermanganat,
Salpetersäure oder Chrom(VI)-oxid eignen. |
Verwendung
Zur Herstellung von Benzoesäureestern
für die Parfümindustrie und in Weichmachern; zur Darstellung
von Benzoylverbindungen, z.B. Benzoylchlorid und Dibenzoylperoxid (s.o.),
als Konservierungsmittel in Lebensmitteln (E 210) und Klebstoffen. |
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