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  Kaliumchlorid   KCl 
  
 
 
Weißes, kristallines  
Pulver  
   
Natürliche Vorkommen   
Mineralien Sylvin, Carnallit und Kainit; im Meerwasser
Molmasse  74,551 g/mol   
  
AGW  20mg/m3 (MAK) 
Dichte  1,988 g/cm3   
Schmelzpunkt  +771 °C 
Siedepunkt  +1500 °C   
Wasserlöslichkeit 
100g H2O lösen bei 25 °C 35,5 g
- - Entsorgung  Abwasser oder Hausmüll
Etikett drucken Deutscher Name Englischer Name
CAS 7447-40-7 Kaliumchlorid Potassium chloride
   
  
Eigenschaften 
  
Die Wasserlöslichkeit von Kaliumchlorid bei 25°C entspricht fast der von Natriumchlorid. Bei 100°C ist die Wasserlöslichkeit dagegen etwas besser als die von Natriumchlorid. Der Geschmack ist nicht so salzig, Kaliumchlorid schmeckt eher bitter.  
 
 
 
Die beiden Chloride sind nur schwer voneinander zu unterscheiden.
  
Aus wässrigen Lösungen kristallisiert Kaliumchlorid in Würfeln aus. Bei der Elektrolyse einer Kaliumchloridlösung in Wasser entsteht Kaliumchlorat und Wasserstoff.
  
  
Herstellung 
  
Im Labor könnte man Kaliumchlorid durch die Neutralisation von Salzsäure mit Kalilauge herstellen: 
 
HCl   +  KOH   KCl   + H2O 
  
Die Industrie gewinnt das Kaliumchlorid durch Auskristallisieren aus Carnallit-Lösungen. Bei 100°C lösen sich mehr Kaliumsalze als Natriumsalze. Dies kann man für eine Salztrennung ausnützen. Bei dem trockenen, elektrostatischen Verfahren wird das Rohsalz mit Konditionierungsmitteln versetzt, so dass es sich durch Luftreibung elektrisch auflädt. Die unterschiedlich geladenen Magnesium-, Natrium- und Kaliumsalze lässt man zwischen zwei Kondensatorplatten herabrieseln, sie werden dabei unterschiedlich stark abgelenkt.
        
  
Verwendung 
  
Kaliumchlorid wird als Düngemittel eingesetzt. Es ist ein bedeutendes Zwischenprodukt zur Herstellung anderer Kaliumverbindungen wie Kaliumcarbonat oder Kaliumhydroxid. Die Aufbewahrungslösung für pH-Elektroden im Labor besteht aus einer Kaliumchloridlösung mit einer Konzentration von 3mol/l. Als Lebensmittelzusatzstoff E 508 dient es als Geschmacksverstärker. Mischungen von Kaliumchlorid mit Wasser tauen Eis auch unterhalb von -10°C auf, daher eignet es sich gut als Streusalz. Die Metallindustrie benötigt es als Härtesalz. Eine Besonderheit stellt die Injektion von Kaliumchloridlösungen zum Einschläfern von Tieren oder bei der Hinrichtung mit der Giftspritze dar: Hohe Dosen im Blut verursachen einen Herzstillstand. 
   
  
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