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Das Haber-Bosch-Verfahren
wurde zwischen 1905 und 1913 von dem deutschen Chemiker Fritz
Haber und dem Ingenieur Carl Bosch entwickelt. Die Erfindung geht aber
eigentlich auf Wilhelm Ostwald zurück,
der 1900 ein Patent dazu anmeldete und das Patent an die BASF verkaufte.
Das Ammoniak wird bei diesem
Verfahren aus Stickstoff und Wasserstoff
hergestellt.
![]() Haber und Bosch fanden durch langjährige Versuche heraus, dass für die Gleichgewichts-Reaktion zwischen Stickstoff und Wasserstoff unter folgenden Bedingungen am meisten Ammoniak gebildet wird: 1. Bei einer Temperatur
von 550°C
Bei sehr hohem Druck verschiebt
sich das Gleichgewicht nach rechts und die Ausbeute erhöht sich. Hohe
Temperaturen verringern nach dem Prinzip
von Le Chatelier jedoch wieder die Ausbeute. Daher wählt man einen
Mittelweg und setzt Katalysatoren ein. Erst wenn
alle vier Reaktionsbedingungen gleichzeitig vorliegen, ist die Ausbeute
an Ammoniak optimal.
Das Gas Ammoniak
mit der Formel NH3 ist in der Chemie ein wichtiges Zwischenprodukt.
90% aller Düngemittel werden heute aus Ammoniak
gewonnen. Außerdem kann man aus Ammoniak Salpetersäure
herstellen. Wasserstoff und Stickstoff lassen sich aus Erdgas nach der
Synthesegas-Erzeugung gewinnen.
Die Ammoniaksynthese im Modellversuch In einigen Experimentierbüchern wird eine Synthese von Ammoniak aus den Elementen beschrieben. Mit Hilfe der Entnahmeventile an den Gasflaschen wird der Gasstrom so eingestellt, dass etwa dreimal soviel Wasserstoff wie Stickstoff zusammengemischt werden. Die Kontrolle erfolgt über die Blasenzählung in den beiden Gaswaschflaschen, in denen sich Paraffinöl befindet.
Nach einer Weile wird an der Entnahmedüse ganz rechts an der Apparatur die Knallgasprobe durchgeführt. Erst wenn diese negativ verläuft, wenn also kein Sauerstoff mehr in der Apparatur vorhanden ist, kann der austretende Wasserstoff gezündet werden. In der nach dem Reaktionsrohr nachgeschalteten Gaswaschflasche befindet sich eine wässrig-alkoholische Phenolphthaleinlösung. Nun wird der Brenner gezündet und der Katalysator im Reaktionsrohr erhitzt. Er beginnt zu glühen und allmählich färbt sich die Phenolphthaleinlösung pinkrot. Dies ist darauf zurückzuführen, dass im Reaktionsrohr der Stickstoff mit dem Wasserstoff zu Ammoniak reagiert, das sich im Wasser der nachgeschalteten Waschflasche zu Ammoniaklösung löst. Das Phenolphthalein zeigt die entstehende, alkalische Lösung an. Weitere Informationen Geschichte der Ammoniaksynthese Ammoniak Düngemittel Stickstoff Synthesegas-Erzeugung |
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