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Stickstoff- und phospathaltige Düngemittel aus der Landwirtschaft fördern das Wachstum von Pflanzen. Normalerweise sind diese Nährsalze in den Gewässern immer in geringen Mengen vorhanden, aber erst wenn der Mensch zusätzlich Nährstoffe zuführt, kann es zu einem Ungleichgewicht im Ökosystem der Gewässer kommen. Man spricht von einer Eutrophierung, wenn ein übermäßiges Algenwachstum stattfindet. 1. Stufe: Das Wasser ist quellrein; Gewässergüteklasse I
In einem ganz sauberen Gewässer leben Tiere und Pflanzen in relativ geringer Zahl miteinander. In Wasser mit der Gewässergüteklasse I ist viel Sauerstoff im Wasser gelöst. Bakterien ernähren sich von Kadavern. Wenn Bakterien (= Destruenten) abgestorbene Lebewesen zersetzen und daraus wieder Nährstoffe bilden, benötigen sie Sauerstoff. In unserem sauberen Gewässer gibt es allerdings nur wenige Bakterien, da nur wenige Lebewesen sterben. Es herrscht ein ökologisches Gleichgewicht: ![]() 2. Stufe: Das Wasser ist mäßig belastet; Gewässergüteklasse II Wenn über Abwässer der Landwirtschaft oder der Haushalte Salze wie z.B. Phosphate in ein Gewässer geleitet werden, vermehren sich die Algen. Werden den Algen mehr Nährstoffe - in Form der Phosphate - angeboten, vermehren sie sich überdurchschnittlich schnell. Bei einem hohen Phosphateintrag in die Gewässer durch Abwässer kann es daher zu einer Massenvermehrung von Algen kommen. Das Überangebot von Nährstoffen in einem Gewässer und die daraus resultierende Algenvermehrung (Algenblüte) nennt man Eutrophierung. Durch das Überangebot von pflanzlicher Nahrung (Algen) für das Zooplankton vermehren sich alle Tiere des Zooplanktons. Vermehrt sich das Zooplankton, haben die Krebse wiederum mehr Nahrung und vermehren sich ebenfalls, usw.. Aufgrund der Eutrophierung vermehren sich alle Lebewesen eines Gewässers. 3. Stufe: Das
Wasser ist stark verschmutzt; Gewässergüteklasse III
4. Stufe: Das
Wasser ist übermäßig verschmutzt; Güteklasse IV
5. Stufe: Das
Gewässer kippt um; es ist tot
Ist ein Gewässer einmal umgekippt, dauert es sehr lange, bis es sich wieder erholt. Die letzte Müllkippe jedoch ist immer das Meer, weil die Flüsse letztendlich alle Verunreinigungen in das Meer schleppen. Das folgende Diagramm zeigt den Zusammenhang der Sauerstoffkonzentration im Verhältnis zur Insektenzahl im Rhein in den Jahren 1900-1995. Die Abnahme der Sauerstoffkonzentration bis 1971 ist vor allem auf die Einleitung stickstoff- und phosphathaltiger Abwässer zurückzuführen. Der Rhein ist danach wieder sauberer geworden, gleichzeitig hat die Artenzahl an Insekten wieder zugenommen. Die Verbesserung ist vor allem auf den Ausbau von Kläranlagen in Deutschland mit biologischen Reinigungsstufen zurückzuführen. ![]() |
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