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den oben genannten Pigmenten wie Chromoxidgrün,
Ultramarinblau oder Titanweiß
gehen keine größeren Gesundheitsgefahren aus. Die Eisenoxidpigmente
sollten nur als synthetische Pigmente eingesetzt werden. Trotzdem sind
die allgemeinen Vorschriften beim Arbeiten mit Pigmenten zu beachten. Dabei
ist Sorge zu tragen, dass keine Stäube im Raum verteilt werden. Flaschen
werden nach jeder Entnahme sofort wieder verschlossen. Die Pigmente sollte
man nicht offen auf Schalen oder Ablagen herumtragen. Beim Umfüllen
größerer Mengen ist das Tragen einer Feinstaubmaske erforderlich.
Das Fehlen von grellen
und leuchtenden Rot- und Gelbtönen wird von manchen vielleicht als
Mangel empfunden, die knalligen Farben spiegeln ja die heutige Zeit wieder,
doch beim Einsatz im Unterricht zeigte sich, dass die Schüler sehr
schnell lernen, mit dieser begrenzten Auswahl zurecht zu kommen und Töne,
Rhythmen und sogar Klänge mit Hilfe der Farben zu produzieren, wie
es die Frauen in Afrika vorgemacht haben (M. Courtney-Clarke: Die Farben
Afrikas, >Amazon).
In der Folgezeit wurde das Farbenprojekt zu einem Selbstläufer. Der Kollege vom Fach Kunst ließ sich genauso wie die Schüler begeistern. Dadurch kam eine Fülle an neuen Ideen und Anregungen hinzu. Schüler zauberten durch einfache Abbindetechniken beim Färben von Seidentüchern zickzackförmige Schlangenlinien, strahlende Sonnen, feine Farbschattierungen, raffinierte Überfärbungen und transparente Farbverwaschungen auf die Seide. Ich nahm mit Hermann Fischer von der Firma AURO bereits vor einigen Jahren Kontakt auf und erhielt von ihm mehrfach wertvolle Anregungen. Die Exkursion zur Firma AURO ist auf dieser Homepage ausführlich dokumentiert. Das Farbenprojekt wurde an der Realschule Mühlheim zu einer festen Institution. Das Zusammenlegen der Fächer Chemie und Kunst führte zu einem fast nahtlos ineinander übergehenden Unterricht. In allen durchgeführten Projekte fertigten die Schülerinnen und Schüler eine naturwissenschaftliche und künstlerische Dokumentation an. Klassenarbeiten fanden nicht statt. Das Farbenprojekt erstreckte sich über ein Schulhalbjahr. Für das Anlegen des Ordners stand ein Kriterienkatalog zur Verfügung. Die Dokumentationen wurden generell in Gruppenarbeit erstellt und umfassten oft mehr als 100 Seiten. Im Rahmen eines vom Kultusministerium geförderten Schulversuchs erhielten Schülerarbeiten ein Testat. Das Färben mit Indigo wurde vom Südwestfunk verfilmt und im Fernsehen gesendet.
Es werden zwölf Bausteine des Farbenprojekts vorgestellt, die einzeln oder in verschiedenen Kombinationen unterrichtet werden können. Es wäre denkbar, dass die Schüler mehrere Themen aus dem Angebot selbst auswählen. Die pädagogisch-didaktischen Überlegungen geben einen vertiefenden Einblick in die pädagogischen Kerngedanken. Parallel begleitend findet man ein umfangreiches Lexikon mit Stichworten zum Thema. Der Einsatz des Lexikons ist sehr vielfältig:
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| Webmuseum
des Farbenprojekts
Filmproduktion mit dem Südwestfunk Pädagogisch-didaktische Überlegungen Lexikon der Farben Exkursionen zu Farbenbetrieben Das Phänomen Farbe Das Farbenprojekt im Zentrum Paul Klee Der Autor als Maler Die Farbenwerkstatt an der Pädagogischen Hochschule Luzern (zukünftiges Projekt) |
| Copyright: T. Seilnacht |