Als Unterrichtseinstieg wird ein Ausschnitt
aus dem spannenden Text zur Entdeckung der Grotte Chauvet vorgelesen (Lit.:
Jean-Marie Chauvet, Grotte Chauvet, S. 27-44; >Bestellen
bei Amazon.com). Die Schüler betrachten dazu die Bilder aus dem
Buch (evt. in einer Diashow). Die Forscher stoßen zuerst auf
eine Tropfsteinhöhle, dann auf Gravierungen und schließlich
auf das erste Fries.
Der Text und die Kunstwerke werfen viele
Fragen auf: Mit welchen Pigmenten arbeiteten
die Künstler? Warum sind die Kunstwerke nach 35000 Jahren noch erhalten?
Welche Funktion erfüllten die Malereien? Die Schüler sollen sich
die Informationen selbst beschaffen und in ihrem Ordner dokumentieren (vielleicht
mit Hilfe des Farbenlexikons). Zur Ergänzung
können Filme oder Bücher über weitere Höhlen, z. B.
über Lascaux
(>Internet) oder die Grotte
Cosquer (>Internet) gezeigt werden.
Die Herstellung von
Malkreide
Nach dieser Einführung stellen die
Schüler selbst Kreide her. Nach dem Trocknen der Kreidestücke
malen sie selbst ein Höhlengemälde auf schwarzem Karton. Es sollten
nur "Originalpigmente" verwendet werden, z.B. Eisenoxidrot
oder -gelb. Denkbar wäre auch die Anfertigung eines Gemeinschaftswerkes
(großes Fries) an den Wänden im Klassenzimmer. Beim Malen mit
Kreide müssen bestimmte Maltechniken mit der Kreide gründlich
besprochen werden:
Gestalterische Mittel der Abstraktion, z.
B. Überzeichnung der Geweihe (Der Begriff der Abstraktion kann auch
anhand des Expressionismus oder mit den Bildern
von Picasso verdeutlicht werden).
Das Erzeugen von räumlichen Effekten
mit Hilfe der Verwischtechnik, usw.
Kreidebild von Madelaine
Bazin (9. Klasse)
Mögliche Arbeitsaufträge:
1.) Welche Pigmente
und Bindemittel verwendeten die Höhlenmaler?
2.) Informiere dich über die
Funktion und Bedeutung der Malereien.
3.) Wie kann das Alter eines Höhlenkunstwerkes
bestimmt werden? Beschreibe die Methode!